Mühldorf – Pünktlich zum Start der Vorweihnachtszeit läuft der Klassiker „Last Christmas“ von der britischen Popband Wham in Dauerschleife im Radio rauf und runter und das seit nunmehr 40 Jahren. Der Song gehört zu Weihnachten, wie Platzerl, Christbaum, Lichterketten, Lametta und Geschenke. So inspirierte „Last Christmas“ auch den Berliner Musiker, Musicaldarsteller, Schauspieler, Moderator und Komiker Lars Redlich und seinen guten Freund und Pianisten Bijan Azadian dazu, dem Song eine ganz besondere eigene Note zu verpassen.
Musicaldarsteller
und Moderator
Als Musicaldarsteller stand Redlich bereits bei berühmten Stücken wie „Mamma Mia“, „Grease“, „Evita“, „Rocky Horror Picture Show“ und vielen weiteren auf der Bühne. Im Fernsehen kennt man ihn aus Filmen und Serien wie „Anna und die Liebe“, „Eine wie keine“ und „SOKO Wismar“ wie auch als Moderator bei verschiedenen Sendungen. 2014 moderierte er „Lars Christmas“ in der RBB-Weihnachtsshow. Seitdem gehört „Lars Christmas“ zu Weihnachten wie Päckchen unter den Weihnachtsbaum. Pünktlich zur Adventszeit sorgt Redlich nun wieder gemeinsam mit seinem Spezl Bijan ordentlich für Weihnachtsstimmung. Mit dem Programm „Lars Christmas“ versüßen sie bis zum 26. Dezember den Menschen die Vorfreude aufs Christkind und sorgen damit für ordentlich Spaß und Unterhaltung. So auch aktuell im Haberkasten Mühldorf, an den der Künstler ganz besondere Erinnerungen hat. Im April 2020 stand er hier zum ersten Mal auf der Bühne. Das Tragische damals war, dass gerade die Pandemie ausgebrochen war und sämtliche Veranstaltungen verboten waren. Der Komiker ließ sein Publikum jedoch nicht im Stich und wurde kreativ. „Wir formten damals den Haberkasten in ein kleines Fernsehstudio um und streamten die Show. Das war eine echt große Herausforderung, aber wir haben das toll hinbekommen“, erzählt Redlich.
2022 stand er endlich vor echtem Publikum und nun zwei Jahre später begeistert er die Menschen mit seiner Weihnachtsshow. Schon das Bühnenbild sorgt für Besinnlichkeit. Auf einer Leinwand flackert ein Kaminfeuer, daneben ein prachtvoll geschmückter Weihnachtsbaum. Dazu überall bunte, schillernde Lichter und Farben. Als Redlich und Azadian dann gut gelaunt die Bühne betreten, ist die Weihnachtsstimmung perfekt. Und wer hätte es nicht schon geahnt, wird an diesem Abend der Wham-Klassiker „Last Christmas“ in all seinen Facetten zu hören sein. Doch auch sonstige Weihnachtsklassiker wie „All I want for Christmas“ von Mariah Carey gibt es zu hören. Redlich und Azadian sind die geborenen Entertainer, sorgen für klasse Stimmung und prüfen sogar die Stimmtauglichkeit ihres Publikums. Schließlich sollte jeder „Oh Tannenbaum“ und „In der Weihnachtsbäckerei“ aus dem Effeff beherrschen. Doch bei „Feliz Navidad“ von José Feliciano kam das Publikum bei Redlichs vorherigen Veranstaltungen stets ins Straucheln. Nicht jedoch in Mühldorf, denn hier singt das Publikum das spanische Weihnachtslied, als wäre Spanisch ihre Muttersprache. Redlich und Azadian sind total fasziniert von der Gesangsfreude ihres Publikums und so rocken sie Weihnachten von Mühldorf bis nach Bethlehem. Wie der Name des Programms bereits verrät, darf man sich auf „Last Christmas“ in sämtlichen Musikgenres freuen. So gibt es die Hip-Hop-Version, die Klassik-Variante von Wolfgang Amadeus Mozart, den Reggae-Sound und vieles mehr. Das Publikum ist begeistert und findet wieder Gefallen an dem alten verstaubten Wham-Lied, das die beiden waschechten Berliner Jungs mit ihrer herrlich lustigen Art ordentlich auffrischen. Natürlich dürfen auch die typischen Weihnachts-Klischees nicht fehlen. Fressorgien über die Feiertage, kitschige Weihnachtsklassiker im Fernsehen, bei denen man jedes Jahr aufs Neue heulen muss, wenn sich bei „Sissi“, „Aschenbrödel“ und Co. wieder mal Dramen abspielen, die Geschenkefrage und vieles mehr. Auch die Themen „Winter“ und „Weihnachtstraditionen“ werden von dem Komiker herrlich lustig verpackt. Dazu zählt unter anderem auch der Schoko-Nikolaus, der bereits im August in sämtlichen Supermarktregalen steht und auf eine abenteuerliche Reise geht. Redlich erzählt die „Weihnachtsgeschichte auf Berlinerisch“, spricht und singt über das Fest der Liebe und sorgt am Ende der Bühnenshow auch für stille Momente. „Es ist sehr traurig, was alles auf unserer Welt passiert. Die Stimmung ist nicht wirklich so weihnachtlich. Wir müssen uns deshalb bewusst machen, wie gut es uns geht“, sagt der Künstler sichtlich bewegt. Dann kündigt er das letzte Lied des Abends an: „Happy Xmas – War Is Over“ von John Lennon. „Wir hoffen, dass wir dieses Lied nächstes Jahr nicht mehr spielen müssen und die Kriege auf dieser Welt dann endlich vorbei sind“, setzt er fort. Die Menschen im Haberkasten erleuchten mit ihren Handys den Saal und manch einer singt leise mit.
„Halleluja“
als Zugabe
Nach diesem Lied gibt es noch eine schöne Zugabe mit „Halleluja“ von Leonard Cohen.
Am Ende der Show erzählt Redlich von dem traurigen Schicksal von Aline Reimer. Sie starb im Alter von 18 Jahren an Krebs. Ihre Eltern riefen die Aline-Reimer-Stiftung ins Leben, die sich für Jugendliche und junge Erwachsene mit Krebs starkmacht. Lars Redlich unterstützt dieses Projekt und er hofft, dass viele weitere Menschen sich für solche Projekte starkmachen. Weihnachtszeit heißt auch Zeit zur Besinnlichkeit und so sollte man sich bewusst machen, wie wertvoll Gesundheit und Frieden sind. Lars Redlich und Bijan Azadian werden unter tosendem Applaus verabschiedet.