Mühldorf – Wenn das adventliche Musizieren in den Alpen im Programm des Haberkastens angeboten wird, sind die Karten stets schnell vergriffen. Und so konnte Moderatorin Christina Ömmer aus Tennengau kürzlich im vollen Saal vier unterschiedliche „Klangkörper“ des Alpenlandes vorstellen.
Mit dem „Hirtenmarsch“ eröffneten die „Waller Weisenbläser“ die adventliche Feier. Die fünf Bläser aus der Miesbacher Gegend, zwei Flügelhörner, zwei Bassflügelhörner und eine Tuba, spielten feine Melodien, die in den Bergen zu schweben schienen. Ganz anders klangen die Lieder und Tänze der „Kressenberg Musi“ aus dem Chiemgau. Mit zwei Gitarren, einem Kontrabass und einer Zither brachten sie heimelige Stubenmusi zu Gehör. Die Moderatorin legte in ihren Beiträgen Wert auf die Reihenfolge des Geschehens vor über 2000 Jahren.
Der von Christina Ömmer angesprochene zeitliche Ablauf wurde besonders von den beiden Gesangstrios eingehalten. Der weibliche Dreigesang „Ossianger-Darchinger“ sowie die „Kohlstätter Sänger“ erzählten in ihren Liedern nach und nach die Geschichte vom Kaiserbefehl, vom Weg nach Bethlehem, vom Hirtenerlebnis, von der Herbergssuche und von der Weihnacht.
Viele der dargebotenen Lieder sind vielen schon in Vergessenheit geraten. Die beiden Gesangsgruppen wollen diese alten Adventslieder erhalten. Das Publikum dankte mit einem lang anhaltendem Schlussapplaus. nz