Loben, Danken und Hoffen

von Redaktion

„The Original USA Gospel Singers & Band“ bringen Lebensfreude auf die Bühne

Mühldorf – „Gospelmusik hat einen Klang, den nichts anderes hergibt. Es ist ein Klang des Friedens. Es ist ein Klang, der sagt: Ich werde das alles durchstehen“, lautet ein Zitat der US-amerikanischen Gospelsängerin Yolanda Adams. Wahre Worte, denn Musik hat in jeder Epoche eine wichtige Bedeutung. So auch der Gospel, der seine Wurzeln mit Beginn der Sklaverei im 17. Jahrhundert hat.

Schnelle und
langsame Stücke

Die Texte handeln vom Loben, Danken und von der Hoffnung, die sie aus ihrem Glauben an Gott schöpften. Musikalisch passend dazu zeichnet die Gospelmusik schnelle wie auch langsame Stücke aus, bei denen auch Trauer und Verzweiflung zum Ausdruck gebracht werden.

Wer an diese Musik denkt, hat automatisch einen fröhlichen afroamerikanische Chor in einer US-Kirche vor Augen, in der die Sänger und Sängerinnen klatschen, singen und mit ihrer geballten Lebensfreude ihre Zuhörer mitreißen. In diesen Genuss kamen aktuell auch die Besucher im Mühldorfer Stadtsaal, als „The Original USA Gospel Singers & Band“ hier auf der Bühne standen. Sie zählen zu den besten Gospelchören der Welt und sorgen mit ihren Konzerten für restlos ausverkaufte Veranstaltungen. So aktuell auch in Mühldorf. In ihrem mehr als 25-jährigen Chorbestehen haben die stimmgewaltigen Gospel-Singers über eine Million Menschen mit ihren Konzerten begeistert. Bereits als Chorsänger Darryl Milton, die Chorsängerinnen Chamelle, Leah Joy, Stacie Alston und Francy B., sowie Bandmitglied und musikalischer Leiter Chadwin Alexander (Piano) und Richy Denis (Schlagzeug und Percussion) die Bühne betreten, kommt Stimmung auf.

Den Start machen sie mit dem Lied „Sunday Morning“. Vor dem Publikum liegt ein zweistündiges Konzert, das in eine musikalische Gefühlsachterbahn mitnimmt. Von fröhlichen Gute-Laune-Songs bis hin zu traurigen, sehnsuchtsvollen, wie auch mutmachende Melodien. Als der Chor das Kirchenlied „Amazing Grace“ von John Newton singt, kommt Gänsehaut auf. Der Chor versprüht mit seiner herzerfrischenden Art und überwältigenden Stimmung vom ersten bis zum letzten Ton für gute Laune. So gibt es jede Menge bekannte Songs zu hören wie „Nobody Knows the Trouble I’ve Seen“, „Down by the Riverside“, „When the Saints Go Marching In“ und viele mehr. Gospelmusik hat in der afroamerikanischen Kirche eine tiefe Bedeutung und ist dazu auch noch sehr facettenreich. Eine traurige und bewegende Nummer ist „Sometimes I Feel Like a Motherless Child“. Das Stück wurde in den 1870er- Jahren erstmalig durch die „Fisk Jubilee Singers“ performt. Das Lied wurde seitdem von unzähligen Musikern gesungen, unter anderem 1968 von Elvis Presley, der ein großer Liebhaber der Gospelmusik war.

Nach einem traurigen Song folgt prompt eine fröhliche Nummer, die voller Heiterkeit und geballter Energie steckt. Mit Liedern wie „Every Time I Feel the Spirit“ und dem beliebten Klassiker „Oh happy Day“ reißt es das Publikum aus seinen Sitzen. „Oh happy Day“ wurde 1969 von den ´Edwin Hawkins Singers` veröffentlicht und schaffte es sogar in die internationalen Hitparaden. Damit erschloss sich die Gospelmusik ein noch größeres Publikum. Die Besucher im Stadtsaal sind begeistert, singen, klatschen, tanzen, jubeln und lassen sich von dem grandiosen afroamerikanischen Lebensgefühl mitreißen. „The Original USA Gospel Singers & Band“ sind nicht nur brillante Sänger und Sängerinnen, sondern auch die geborenen Entertainer.

Als die Gospel-Singers mit ihrem amerikanischen Akzent das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ auf Deutsch singen, ist das Publikum sehr berührt. So auch bei der sanften Nummer „What Can I Do? Hush, Hush, Somebody’s Calling My Name“ von Quincy Jones. Freute man sich vor Konzertbeginn noch auf einen tollen Gospel-Abend, wurde manche einem Besucher dann klar, dass Gospel weitaus mehr ist als „nur“ Musik. „Gospel ist heilend. Es bringt dich zum Lachen. Es verbindet die Menschen auf der ganzen Welt. Vor allem in schweren Zeiten und Zeiten des Krieges gibt es uns Kraft und Hoffnung“, sagt Sänger Darryl Milton.

Der Abend wird zum
„Glücklichen Tag“

Alle gemeinsam singen zum Schluss „Oh Happy Day“. Die Mühldorfer Konzertbesucher sind voll in ihrem Element. Die Lebensfreude des Gospelchors ist längst auf sein Publikum übergeschwappt. Sie haben es tatsächlich geschafft diesen Abend zu einem „Happy Day“, einem „Glücklichen Tag“ zu machen.

Als krönende Zugabe gibt es am Ende noch „Kumbaya, My Lord“. Das Publikum ist begeistert und verabschiedet die Musiker mit tosendem Applaus und Standing Ovations.

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