Waldkraiburg – Gut besucht war das Musical „Die Schneekönigin“ im Stadtsaal. Kinder im Kindergarten- und unteren Grundschulalter besuchten das Schauspiel mit Eltern und Großeltern.
Schöne Gesänge, tolle Kostüme, professionelle Schauspieler – so lässt sich das Stück zusammenfassen. Das intelligent gelöste Bühnenbild variiert ständig. Auf der einen Seite waren es weiß glitzernde Eiskristalle, auf der anderen Seite ließen sich gold oder grün glitzernde Requisiten umbauen. Die Darsteller gestalten die Bühne selbst immer wieder um.
Konzipiert ist das Stück für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter: Das Kuscheltier erwacht zum Leben und als die Mooswesen zu gruselig werden, erscheint ihr Boss mit piepsig hoher Stimme. Eine alte Dame, die Gerda bei sich behalten möchte, schläft immer wieder während ihres Dialogs ein. Und so bringt das Musical Groß und Klein immer wieder zum Lachen.
Dabei geht es um ernste Themen wie Mobbing und die Fähigkeit „Nein“ zu sagen. Damit könnte die Vorstellung eigentlich auch ältere Kinder und Jugendliche anziehen. Doch der klein-kindliche Humor ist dann doch zu dominant in dem Stück. Beim Spielen im Schnee wird ein Mädchen ausgegrenzt. Kay erkennt später, dass auch die Schneekönigin einst ausgeschlossen und geärgert wurde. So schließt er das Mädchen künftig beim Spielen mit ein. Und er hat sich dennoch für seine Gerda entschieden.
Celine-Denise Unden und Devin Reh als Gerda und Kay passen goldrichtig zu den Rollen. Asya Pritchard als Schneekönigin wird als freundliche Person dargestellt. Sie will die Menschen eigentlich gar nicht in Eis verwandeln. Dennoch sind sie von ihr fasziniert und folgen ihr. Die Gespräche sind gut zu verstehen, der Gesang leider nicht immer. Dafür ist die Sicht auf die Bühne in Waldkraiburg von jeder Position aus wunderbar. Lassen sich ältere Kinder und Jugendliche auf ein singendes Kuscheltier ein, so seien ihnen auf jeden Fall die lehrreichen Inhalte garantiert.
Am Samstag, 8. März, gibt es das Stück erneut zu sehen. Dann tritt die Schauspielgruppe Theater Liberi in Mühldorf auf. Jessica von der Ahn