Diskussion überRap und Poesie

von Redaktion

Altötting – Auf den ersten Blick haben Rap- und Hip Hop-Kultur nur wenig gemeinsam mit klassischer Lyrik. Doch es lohnt ein zweiter Blick: Beide folgen Rhythmen, Wortlauten und einer für sie eigenen Sprach-Melodie. Haben Rap und Poesie vielleicht mehr gemeinsam, als man zunächst denken mag? Die Gesprächsreihe „Vorbilder packen aus“ widmet sich am Freitag, 21. März, dem Tag der Poesie, der Frage „Wer sind die Dichter und Denker der Gegenwart?“ Die bayerische Mundart-Rapperin Ria Reiser sitzt nicht nur auf dem Podium – sie eröffnet und beschließt den Abend im Kultur- und Kongress-Forum mit einem Live-Konzert. Die „First Lady des Bavarian Rap“ verbindet Slang mit Dialekt und wurde dafür 2023 mit dem bayerischen Dialekt-Preis ausgezeichnet.

Moderiert von Daniela Kreck (Germanistin und Journalistin) sitzen neben Ria Reiser Literaturwissenschaftlerin Dr. Julia Ingold und Dirigent André Gold auf der Bühne. Dem Rap-Genre hängt oft ein schlechter Ruf an. Er wird mit Kraftausdrücken, Aggressivität und Frauenfeindlichkeit in Verbindung gebracht. Die Diskussion will die Musik abseits des Gangsta-Images betrachten und die enorme Wortgewandtheit in den Fokus stellen. Beginn ist um 19 Uhr. Rap-Fans sind ebenso angesprochen wie die Liebhaber der klassischen Musik, Lyrikbegeisterte sind ebenso eingeladen, wie Jugendliche und junge Erwachsene.

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