Irischer Frühling in Waldkraiburg

von Redaktion

Folkmusik von der Grünen Insel begeistert Publikum im Haus der Kultur

Waldkraiburg – Wer an Irland denkt, hat blühende Landschaften mit saftig grünem Gras und atemberaubende Naturschönheiten vor Augen. Diese Idylle schwappte auf wunderbare musikalische Weise auch ins Haus der Kultur über. Hier sorgt das „Irish Spring Festival of Irish Folk Music“ schon seit vielen Jahren für einen restlos ausverkauften Saal. Die Besucher erlebten wieder Größen der irischen Folkmusic. Moderatorin Siri Svegler versprühte bereits bei ihrer Begrüßungsansprache gute Laune und Fröhlichkeit.

Musikalische
Lebensfreude

Den Anfang machte das Duo Fil Campbell und Tom McFarland aus der Grafschaft Fermanagh. Seit mehr als 30 Jahren stehendie beiden gemeinsam auf der Bühne. Zu all ihren Liedern hatten sie wunderschöne Geschichten zu erzählen. Den Start machte das Duo mit dem flotten Song „Johnny the Daisy“. Hier kam irische Lebensfreude pur auf. Entspannt wurde es mit dem Lied „The Connemara Cradle Song“. Viele irische Lieder erzählen von Seemännern, dem weiten Meer, Heimat, Liebe und Sehnsucht. So auch dieses Lied, bei dem Fil und Tom ihr Publikum zum Mitsingen animierte. Der Refrain „Hear the wind blow dear, hear the wind blow“ ging beim Publikum schnell in Fleisch und Blut über. Das Lied „People“ schrieben die beiden Musiker während der Pandemie 2020. Darin erinnern sie an die Zeit, wie ruhig und entschleunigt das Leben während Corona war, doch auch, wie sehr sie ihre Freunde vermissten. Sie spielten wunderschöne Songs, von sanften Balladen bis hin zu heiter, fröhlichen irischen Folksongs. Ihr letzter Song sorgte noch einmal für viel Jubel und Applaus, denn da sangen sie mit ihrem herrlichen irischen Akzent den deutschen Folksong „Heute hier, morgen dort“ von Hannes Wader. Das Publikum war begeistert.

Mit der Band „4 Man Job“ standen vier Schotten auf der Bühne. Auch ihr Herz schlägt für das „Celtic Genre“. So hatte die Liebe zur irischen Musik die vier Musiker einst zusammengeführt. Die Band, bestehend aus Ciaran Ryan (Tenorbanjo), Dylan Cairns-Hawarth (Fiddle), Luc McNally (Bazouki, Gesang) und Craig Baxter (Bodhrán, eine irische Rahmentrommel) steht vor allem für lebhafte Jigs und Reels bis hin zu sanften Balladen. Gleich der erste Song der vier Musiker brachte Besucher zum Tanzen.

Und wie sich bereits bei der Moderation erahnen ließ, kam auch Tänzerin Lenka Fairy auf die Bühne und begeisterte das Publikum mit dem traditionellen irischen Steptanz. Die junge Tänzerin ist international sehr erfolgreich und in ihrem Tanzgenre sehr bekannt.

Jede Menge gute Laune versprühten auch die vier Jungs von „4 Man Job“. Ihre Lieder sind vor allem flott und mitreißend, doch bei ihrem letzten Song schlugen sie mit dem Lied „What a Wonderful World“ ganz sanfte Töne an. Sie hatten der Version von Jazzlegende Louis Armstrong einen irischen Style verpasst.

Mitreißende Polkas
und Slides

Als letzter Act des Abends kam die Band „Cuas“ auf die Bühne. Auch ihre Musik zeichnet sich durch gefühlvolle Lieder, bis zu mitreißenden Polkas, Slides und traditionellen irischen Folksongs aus. Lieder wie „Jimmy Mo Mihle Stór“, „Jig and two Reels“, „Old Torn Petticoat that I bought in Mullin“ sorgten ordentlich für Stimmung. Das Publikum klatschte, sang mit und war begeistert von all den tollen Geschichten, die die Musiker im Laufe des Abends erzählten. Als „Cuas“ ihren letzten Song gespielt hatten, kamen noch einmal alle Künstler auf die Bühne für einen gemeinsamen Abschied. Als Zugabe spielten sie „Go lassie go“ und „Tha Parting glass“. Nach mehr als zwei Stunden war das „Irish-Spring Festival“ zu Ende.

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