Mühldorf – Die Salzburger Philharmoniker gastierten in Mühldorf mit Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“. Verkürzt auf eine Stunde zeigten sich Besucher wie Musiker und Darsteller von dem Stück begeistert.
Zu Beginn hatte Dirigentin Elisabeth Fuchs mit dem Publikum den Gesang des Chors der Janitscharen sowie einen Tanz einstudiert. Zum Schluss tanzten die Darsteller gemeinsam mit der Dirigentin. Allen war die Freude an dem Stück anzusehen. Und das Publikum tanzte begeistert mit. Wie immer saßen die Musiker mit auf der Bühne.
An diesem Sonntag gehören nicht nur Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter zu den Gästen. Auch ältere Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren, ja sogar Erwachsene ohne junge Begleiter waren im Publikum zu sehen. Die hohe Qualität der Musik und Darstellung hat sich also herumgesprochen.
Witzig trat Herrscher Selim auf. Er trug vor, was er seiner Sklavin Konstanze alles bieten würde: Popcorn, Kinoabend mit Ninjago und Peppa Wutz. Kein Grund also, ihn nicht zu mögen oder gar verlassen zu wollen. Versehentlich verwechselte der Herrscher Konstanzes Verlobten Belmonte mit Bob dem Baumeister und sorgte damit ebenfalls für Lachen im Publikum. Auch Diener Osmin wusste, wie er das Publikum zum Schmunzeln bringen konnte. Er kratzte sich am Hintern, äffte den Gesang der Sängerinnen nach und passte nicht auf, als ihm eine Rattenfalle gereicht wurde. Zofe Blondchen trug eine übertrieben blonde Perücke, hochhackige Schuhe und einen kurzen Rock. Mit dieser humorvollen Herangehensweise übertrieb das Stück allerdings keineswegs, sodass es auch für ältere Kinder und die Erwachsenen noch ein Vergnügen war.
Die Bilder der Darsteller zu Beginn des Konzerts bereiteten das Publikum auf das Stück und ihre Rollen vor. Es folgten Bilder von Gewürzen, Kamelen und Datteln: Es war eine Entführung in den Orient. Die nächsten Stücke aus der Reihe „Kinderfestspiele“ mit den Salzburger Künstlern findet erst wieder im Dezember statt. Wie immer mit drei Auftritten pro Spielsaison. jessica von ahn