„Queen Alive“ rockt Waldkraiburg

von Redaktion

Coverband „Queen Alive“ lässt sich im Haus der Kultur feiern

Waldkraiburg – Wenn es eine Zeitmaschine gäbe, würde manch einer vermutlich in die Zeit zurückreisen, in der seine Idole noch lebten. So wie die Kultband Queen, die die Musikwelt revolutionierte: Freddy Mercury mit seiner phänomenalen Stimme, seinem unverwechselbaren extravaganten Tanzstil und seinen Bewegungen, unterstützt von seinen Bandkollegen.

„50 Jahre
Bohemian Rhapsody“

Diesen Traum ließen im Haus der Kultur Sänger Giuseppe Ravazzolo, seine Bandkollegen Tiziano Giampieri (Gitarre und Gesang), Simone Fortuna (Schlagzeug) und Vittore Savoini (Bass-Gitarre) wahr werden. Die vier Profimusiker aus Italien gelten als eine der besten Queen-Cover Bands europaweit. Mit ihrem Programm „Forever Queen – 50 Jahre Bohemian Rhapsody“ waren sie nun in Waldkraiburg zu Gast. Das Publikum erwartete eine wunderschöne Zeitreise zurück ins Jahr 1971, als vier junge Musiker die Rockband Queen gründeten, bis hin ins Jahr 1991, als Frontmann Freddy Mercury im Alter von nur 45 Jahren starb.

Mehr als zweieinhalb Stunden gab es einen Ohrwurm nach dem anderen. Dabei sorgte vor allem Sänger Giuseppe Ravazzolo mit seinem kraftvollen, graziösen und theatralischen Bühnenauftritt für große Begeisterung. Das Publikum riss es beim Konzert aus seinen Stühlen, es wurde getanzt, geklatscht und gesungen.

Den Start machte „Queen Alive“ mit dem Song „Keep Yourself Alive“, der ersten Singleauskoppelung von 1973. Darauf folgten Hits wie „Killerqueen“, „Bohemian Rhapsody“ aus dem Jahr 1975, „Somebody to love“, „Don´t stop me now“ und viele weitere. Die aufwendige Bühnenshow und Lichteffekte waren perfekt an die einzelnen Epochen angepasst. So spürte man bei Songs aus den 1970ern den Spirit der Flower-Power Zeit bis hin zur Disco-Kultur, in den 1980ern und 1990ern die Begeisterung für Rock- und Popmusik.

Dazu erzählten die Musiker von „Queen Alive“ auch die Geschichte der Originalband. Die Zeitreise ging weiter in die 1980er. Die Band spielte Hits wie „It´s a hard Life“, „Another One Bites the Dust“, „Under Pressure“ und „I Want To Break Free“, in dem sich passend zum Original auch Sänger Giuseppe Ravazzolo in ein Frauen-Outfit warf, so wie einst Freddy Mercury. Gänsehaut pur war angesagt, als die klassische Sängerin Katrin Fuchs aus Wien in einer glitzernden Abendrobe die Bühne betrat. Gemeinsam mit Ravazzolo sang sie die gefühlvolle Ballade „Love of my life“. Darauf folgte „Hammer to Fall“ wieder eine rockige Nummer.

Im Laufe des Konzerts wurden immer wieder Videosequenzen der Originalband gezeigt. So auch ihr Auftritt 1985 bei „Live Aid“ im Wembley Stadion. Großes Kino war wieder an gesagt, als Sopranistin Katrin Fuchs erneut die Bühne betrat. Im Duett mit Ravazzolo sang sie „Barcelona“, das im Original mit Opernsängerin Montserrat Caballé gesungen wurde. Katrin Fuchs und Giuseppe Ravazzolo machten den Originalen alle Ehre. Danach wurde munter weitergerockt mit Ohrwürmern wie „We will Rock you“, „I Want it all“ und vielen mehr.

Kniefall vor
dem Original

Das Konzert neigte sich schließlich dem Ende. Das Publikum forderte lautstark Zugaben. Der letzte Song des Abends war „The Show must go on“. Auf einer großen Leinwand erschien der echte Freddy Mercury bei seinem letzten Auftritt. Von seiner Krankheit schwer gezeichnet verabschiedete er sich bei seinen Fans und Wegbegleitern mit seinen letzten Worten „I still love you“. Die Musiker von „Queen Alive“ gingen sie vor seinem Bild auf die Knie und verneigten sich vor dem echten Freddy Mercury, der dank seiner Fans und großartigen Musikern wie „Queen Alive“ unsterblich ist.

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