Zwei Kontinente begegnen sich in der Musik

von Redaktion

Facundo Barreyra kombiniert klassischen Tango mit Geigenquartett und Bandoneon

Neumarkt-St. Veit – Ein besonderes musikalisches Erlebnis hatten kürzlich die Besucher im Neumarkt-St. Veiter Kulturbahnhof. Der argentinische Tango-Musiker Facundo Barreyra, der vielerorts in der Region argentinische Musik vorträgt und unterrichtet, darunter an der Mühldorfer Musikschule und deren Sommerakademie, gab mit seinem Bandoneon und einem erlesenen Geigenquartett ein Konzert mit seinen klassischen argentinischen Tangos, erläuterte gleichzeitig seine meist selbst komponierte und arrangierte Musik, wobei er besonders auf die Elemente dieser Volksmusik einging. Die Originalität dieser Musik war faszinierend, denn die Besetzung mit traditionellem europäischen Streichquartett und seinem Bandoneon und manchmal einem Bombo Legüero (ein von den südamerikanischen Ureinwohnern stammendes Perkussionsinstrument), war ebenso ungewöhnlich wie überzeugend.

Das Publikum wurde in eine einzigartige Klangwelt entführt, die sich von unseren europäischen Tangos unterscheidet. Barreyra erzählte zwischen seinen Musikstücken aus seinem Leben, von seinen Anfängen als Perkussionist und Jazz-Schlagzeuger und von seiner Liebe zum Tango, der doch die ganze argentinische Nation so fasziniert. Auch das Publikum spürte Spannung, die von dieser Musik ausgeht, die aber durchaus auch Walzer und andere Tänze kennt.

Barreyra lebt seit sieben Jahren in Europa. In seiner Musik begegnen sich Südamerika und Europa. Sein Ziel ist es, mit seinen Werken und dem Unterricht, jungen Leuten klassische Konzerte in geeigneten Räumen näherzubringen. Was ihm mit diesem Auftritt sicherlich gelungen ist. nz

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