Unerschütterliche Sicherheit und Leichtigkeit

von Redaktion

Der Pianist Kilian Langrieger glänzt bei seinem Klavierkonzert in Pfarrheim St. Anna

Aschau – Zum vierten Mal konzertierte der junge Pianist Kilian Langrieger im Pfarrheim St. Anna in Aschau am Inn. Mit dem quirligen Präludium Cis-Dur aus dem ersten Teil des Wohltemperierten Klaviers von Johann Sebastian Bach eröffnete er den ersten Teil, in dem mit dem meditativen Hauptsatz der „Mondscheinsonate“ von Ludwig van Beethoven und „Clair de lune“ aus der Suite Bergamasque von Claude Debussy bewusst alle Werke um den gleichen Grundton angeordnet waren. Mit Szenenapplaus nach Beethovens stimmungsvoll vorgetragenem Publikumsliebling zeigten die Zuhörer schon früh ihre Wertschätzung.

Auch nach dem Andante Sonata in C-Dur KV 545 von Wolfgang Amadeus Mozart brandete zwischendurch Beifall auf. Der erste Programmteil des Konzerts war in diesem Jahr vielleicht etwas weniger virtuos als in den vergangenen Jahren.

Es folgte jedoch mit der Sonate A-Dur D 664 von Franz Schubert sowie der Polonaise-Fantasie von Frédéric Chopin in As-Dur op. 61 ein technisch sehr anspruchsvoller zweiter Teil, den Kilian Langrieger mit unerschütterlicher Sicherheit, tänzerischer Leichtigkeit, aber emotionalem Tiefgang, gestalterischer Intensität und sichtlicher Spiellaune absolvierte.

Blumen, Bravorufe und reichliches Applaudieren motivierten ihn nach der ersten Zugabe von Schumanns „Abschied“ aus den Waldszenen op. 82 noch zu einer zweiten, dem geheimnisvollen „Vogel als Prophet“ aus dem gleichen Schumann-Zyklus. Sichtlich berührt entließ ihn das Publikum schweren Herzens.

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