Musikalische Brückenbauer aus Ghana zu Gast

von Redaktion

„Akoo Show Choir ist auf Konzertreise – Auf der „Nkabom“-Tour geht es um Zusammenhalt

Mühldorf – Musikalisch war einiges geboten, als der Akoo Show Choir aus Ghana auf seiner Deutschlandtour „Nkabom“ Station in der katholische Kirche St. Laurentius in Altmühldorf machte.

Der Titel der Tournee lässt sich übersetzen mit „wir gehören alle zusammen“. Nkabom bezeichnet eine Haltung der Offenheit und Verbundenheit, in dem alle gehört werden und ihren Platz haben.

Die stimmgewaltigen Sänger brachten unter der Leitung von Francis Baffoe traditionelle und moderne Lieder aus Ghana, Nigeria, Kenia und Südafrika zu Gehör. Die Gesänge wurden zum Teil von ausdrucksstarken Choreografien begleitet. Zu mitreißenden Rhythmen waren geistliche Lieder ebenso zu hören wie selbst komponierte Songs über Gott, Freundschaft, Liebe, Freiheit und das Leben.

Begrüßt wurden die Zuhörer von dem Lied „Sanibona“. Die Songs „Our Father“ und „It is well with my soul“ berührten mit ihren Melodien und den kraftvollen Stimmen die Besucherherzen. Es folgten Lieder in verschiedenen afrikanischen Sprachen Swahili, Ga, Dagomba und Ewe.

Große Vorfreude herrschte bereits bei den singbegeisterten Workshopteilnehmern aus dem Vorjahr. Es gab ein reges Interesse daran, neue Lieder im Workshop zu erlernen. Vier Lieder aus Südafrika und Ghana wurden gemeinsam zu Gehör gebracht, das Publikum der gut besetzen Kirche ging mit und war begeistert.

Nach einer kurzen Pause zeigten die jungen Männer des Akoo Show Choirs, was tänzerisch in ihnen steckt. Sie zeigten in temperamentvollen Choreografien den Sombosa aus Nordghana, einen Tanz, der zwei unterschiedliche Gemeinschaften zusammenbringt, um den Zusammenhalt und die Freundschaft zu stärken, sowie den Shola-KuKu aus Ostghana – einen Hochzeitstanz. Das Publikum dankte mit anhaltendem Applaus.

Höhepunkt war der „Gumboot-Dance“, der in den Minen in Südafrika zur Verständigung entwickelt wurde. Dieser hatte viel gemeinsam mit dem bayerischen Schuhplattler: Kraft, Schnelligkeit und Rhythmus sind gefragt. Die „Nkabom“-Tournee ist mehr als nur eine Konzertreise – sie ist gelebte kulturelle Verständigung, ein bewegendes Zeugnis dessen, was Musik bewirken kann: Menschen zusammenbringen.

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