Laute Party zum 25. Geburtstag

von Redaktion

Die Band Jamaram feiert im Haberkasten zusammen mit ihrem Publikum

Mühldorf – Voll war der Haberkasten, wo die Formation Jamaram ihr 25-jähriges Bestehen feierte – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Zwei Stunden lang sangen, tanzten und musizierten die acht Musiker mit ihren Gästen.

Bereits vor Konzertstart rann der Schweiß: Der Haberkasten war aufgrund des warmen Nachmittags noch aufgeheizt. Und so begann der Abend mit Partystimmung in Erinnerung an einen sehr warmen Sommerabend. Tanzen war vorprogrammiert, denn nur wenige Stehtische boten den Zuschauern etwas Platz für Getränke.

Reggae trifft
Balkanbeat

Saxofon, Trompete, Schlagzeug, Perkussion, Klavier, Bass und Gitarre unterstützten den Gesang von Tom Lugo. Reggae mischte sich mit Balkanmusik, Rap, Ska und Latin. Der Abend war eine geballte Ladung an Freude, eine Mischung aus Karneval, Volksfest und Zirkus. Besonders die letzten Stücke wurden dann jazzig: Hall, verstellte Stimmen, es quietschte, knarzte und knirschte. Dabei hatte das Stück doch so lebensfroh begonnen. Nun klang es außerirdisch – gar überirdisch. Es blieb kaum Zeit, um Luft zu holen und den letzten schrägen Ton aus dem Ohr zu schütteln. Aber die Band genehmigte sich und dem Publikum nur eine kurze Zeit der Erholung. Schon ging es mit dem nächsten Gute-Laune-Song weiter los. „Jump! Jump!“, forderte Bandleader und Sänger Tom Lugo singend auf. Dabei wirkte diese Stimmung keineswegs aufgesetzt. Zwischenzeitlich erinnerte die Band an Migranten, die das Mittelmeer in einfachen Booten überqueren. Der Bandleader reichte eine Spendenbox für ihre Seenotrettung durch das Publikum.

Lugos gezwirbelter Schnurrbart steht für die Band, genauso wie die Melone auf dem Kopf von Schlagzeuger Max Albeti. So verrückt ihr Aussehen und ihre Musik, so verrückt verhielt sich auch die Band selbst. Lugo – Jahrgang 1978 – lief zum Motiv von Darth Vader aus Star Wars im Handstand über die Bühne. Schwarz-weiß gestreifte Regenschirme drehten sie und zeigten Ballettfiguren – wenig synchron. Dabei war die Band unglaublich publikumsnah. Von Beginn an sang das Publikum mit, es reichte vom Kindergartenalter bis zum Rentenalter. Mit Gehörschutz hüpften zwei Jungs händehaltend im Kreis, junge Teenies wackelten verstohlen mit den Hüften, während ihre Eltern und Großeltern richtig abtanzten.

Junge Gäste
enterten die Bühne

Der Aufforderung, auf die Bühne zu steigen und mitzumachen, kamen dann aber doch nur die Jüngsten nach. Mit goldenen Cheerleader-Pompons ahmten sie nach, was ihnen die Band vortanzte. Nahezu unermüdlich spielte die Band. Lediglich bei der Vorstellung der einzelnen Mitglieder erholten sich die anderen, fächerten ihrem Kollegen mit dem Handtuch etwas Luft zu. Und dann ging die Party weiter. Ohne Unterbrechung hielten Band und Publikum zwei Stunden durch.

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