„Scheena Summa, bist scho umma?“

von Redaktion

Musikanten spielen im voll besetzten Haberkasten auf

Mühldorf Das „Alpenländische Singen und Musizieren“ ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Mühldorfer Kulturprogramms im Haberkasten. Auch für diesen Herbst war es wieder Uschi Neumüller, der großartigen Kennerin der volksmusikalischen Musikszene, gelungen, hervorragende Sänger und Musikanten nach Mühldorf zu laden. Auf der herbstlich geschmückten Bühne saßen die Vortragenden eng beieinander.

Unterhaltsame
Moderatorin

Durch das Programm „Scheena Summa, bist scho umma?“ führte Regina Schlemer, eine vielseitige Pflegerin und Förderin bairischer Musik, die in Aschau im Chiemgau zu Hause ist. Schlemer verstand es vorzüglich, kurze Geschichten, Texte und Anekdoten zu den Themen Herbst, Brauchtum, Almleben und Erntedank unterhaltsam und pointenreich darzubieten, sodass immer ein Schmunzeln entstand.

Beim Vorstellen der Gruppen betonte sie, dass dieses Mal bei allen Gruppen verwandtschaftliche Verbindungen vorhanden seien. Das gab der Sprecherin gleich Anlass, sehr amüsant über Sonnen- und Schattenseiten von Verwandtschaften zu plaudern.

Die „Auerschmiedmusi“ machte mit einem flotten Stückl den musikalischen Anfang. Angelika und Magdalena Salchegger spielten mit wechselnden Instrumenten die Melodie, sie wurden begleitet von Marlies Demmel am Kontrabass und Schorsch Berwanger an der Gitarre. Als „Duo Salchegger“ zeigten sie ihr großes Können an ihren Instrumenten mit viel Spielfreude und Temperament.

Die „Reichersdorfer Sänger“, drei Brüder und ein Cousin, suchten passende Lieder zu den Themen Jäger und Wilderer und das Leben und d’Liab auf der Alm aus. Die „Salcheggers“ machten passend mit Akkordeon und Harfe die Liedbegleitung.

Besonderes Zuckerl
vorgestellt

Als besonderes Zuckerl stellte Regina Schlemer das „Baldhamer Virtuosenduett“ vor. Gertrud Huber mit der Zither und Reinhold Schmid mit der Kontragitarre spielten kunstvoll Salonmusik, Volksmusik und Schrammelmusik.

Diese beiden Musikanten begleiteten auch sehr einfühlsam den „Duschlhof G’sang“ vom Duschlhof in Bayerbach. Mama Barbara „erzählte“ mit ihren drei Kindern in ihren Liedern vom mühevollen Einbringen der Ernte, von großer Dankbarkeit nach Einbringen der Früchte und Tiere und vom freudvollen Feiern mit Musik und Tanz im Wirtshaus.

Die „Kirnsteiner Tanzlmusi“ (Gruppenname von der Burgruine Kirnstein) spielte mit drei Klarinetten, Akkordeon, Kontrabass und Harfe immer wieder schmissige Stückl dazwischen. Da hätte so mancher gerne das Tanzbein geschwungen.

Artikel 3 von 6