Waldkraiburg – Zum besonderen Erlebnis wurde für die Besucher in der Sammlung Peter Schmidt das Konzert der beiden Schwestern Emilia und Chiara Neubauer: Emilia Neubauer kündigte gleich ein „Best of“ an, das treffend mit dem Stück „Die Geselligen“ begann, dabei temperamentvoll Emilia Neubauer am Hackbrett und ihre Schwester Chiara an der Harfe. Nach dem beschwingten „Hafenwalzer“ forderten sie auf zum „Letzten Tanz“, sanft beginnend, dann anschwellend im Sechs-Achtel-Rhythmus. Als Nächstes folgte ein Stück, komponiert von ihrer Harfenlehrerin, bei dem man das Tippen auf einem Handy hören konnte, dann der bekannte „Sternenwalzer“ und danach die verführerische Calypso aus den Irrfahrten des Odysseus. Mit der „Malerpolka“ wurden die Besucher gut unterhalten in die Pause entlassen. Flott ging es weiter mit der „Koraschka“ und Hackbrettwirbeln, dem Chiaras „Russische Achterbahn“ folgte. Nach der „Perspektive“ hörte man ein „Perpetuum mobile“, und mit dem sehr zarten „Elexor“ und dem „Zigeunermarsch“ endete der zweite Abschnitt.
Die Perfektion an ihren Instrumenten kommt bei den Geschwistern Neubauer nicht von ungefähr: Chiara begann bereits mit fünf Jahren an der Harfe. Dieses Können wurde auch in der dritten Runde bewiesen, zunächst mit dem „Glockenjodler“. Danach las Chiara die amüsante Geschichte vom Pfarrer bei einer Beerdigung vor, ein Landler aus einem musikalischen Gottesdienst folgte und danach konnte das Publikum bei zwei beschwingten ländlichen Walzern einfach träumen. Auf „Für Kurzi“ folgte ein schweizerischer „Appenzeller“, die Musikantinnen wechselten mit einem Musette-Walzer nach Frankreich und nach dem teils geklopften „Regentröpferl“ folgte die auf Harfe und Hackbrett gespielte Geschichte vom „Schnaps“: Nach diesem kurzweiligen Nachmittag voller musikalischer Höhepunkte traten die Besucher erst nach der Zugabe „Reiz“ beschwingt den Heimweg an. Erika Fischer