Musikalische Preziosen mit „Shapes of Swing“

von Redaktion

Ausklang des Jubiläumsjahres

Ampfing – Zu einem tollen Abend lud der Förderverein Pfarrzentrum Ampfing kürzlich ein – zu musikalischen Preziosen mit dem Quartett „Shapes of Swing“. Seit über 40 Jahren kennen sich die vier begeisterten Musiker schon. Sie spielten gemeinsam in vielen Bands – wie etwa den Hot Haselnuts. Mit Gitarren, Kontrabass, Saxofon und Klarinette wurden Swing-Klassiker der 1920er- bis 1950er-Jahre mit modernen Stücken bereichert. So klang in gemütlicher Atmosphäre das Jubiläumsjahr des Fördervereins aus.

Das Quartett durchkämmt die Schatzkiste der Musikgeschichte nach herausragenden Kompositionen und arrangiert diese für die akustischen Instrumente der französischen Clubtradition. Die Musiker von „Shapes of Swing“ nahmen ihr Publikum mit auf eine Reise durch die Musikgeschichte der Swing-Musik. Aus der Jazzstadt Burghausen waren sie bereits zum dritten Mal zu Gast in Ampfing. „Shapes of Swing“, das sind Manfred Brunner (Gitarre), Hans Eckl (Gitarre), Sepp Wastelhuber (Kontrabass) und Helmut Dillinger (Klarinette). Alle vier Musiker blicken auf jahrzehntelange Erfahrung im Jazzgenre zurück und widmen sich gemeinsam seit 2013 der Pflege kammermusikalischer Swingmusik. Das aktuelle Programm enthielt Swing-Klassiker der 30er- bis 50er-Jahre, kombiniert mit modernen Stücken und verlorengeglaubten Kompositionen in neuem Gewand – zeitgemäß adaptiert zur Interpretation mit zwei Gitarren, Kontrabass und Klarinette oder Saxofon.

Viele Titel des Abends waren Jean „Django“ Reinhardt gewidmet. Jean Reinhart war ein französischer Gitarrist, Komponist und Bandleader. Er gilt als Begründer und Vorreiter des europäischen Jazz. Er schuf aus dem gängigen New-Orleans-Jazz der 1920er-Jahre, den französischen Walzern und der traditionellen Spielweise der Sinti („Zigeunermusik“) einen neuen Musikstil: den Zigeuner- oder Gypsy-Swing. Aber auch Stücke von dem jungen Musiker Jimmy Rosenberg und Isaak Stochelo Rosenberg, beide niederländische Sinto- und Jazz-Gitarristen, fanden im Laufe des Abends mit verschiedenen Interpretationen ihren Platz bei dem Programm von „Shapes of Swing“.

Mit Virtuosität und Spielfreude swingten sich die vier Musiker der Band durch den Abend und tauchten gemeinsam mit dem begeisterten Publikum in die bittersüße Welt der Tanz- und Jazzclubs der 1920er- und 1950er-Jahre. Sie erwiesen ihre Referenz an das Lebensgefühl des Swing, an die Leichtigkeit und Lebensfreude und rissen das Publikum vom ersten Ton an mit. So wurde es ein toller und beschwingter Abend, der mit einigen geforderten Zugaben viel zu schnell zu Ende ging. Rita Stettner

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