Städtisches Kulturamt feiert ein Perlenjubiläum

von Redaktion

Schon 30 Jahre alpenländische Spitzenmusikgruppen in Mühldorf

Mühldorf – Die Perle symbolisiert Vollkommenheit, Schönheit, Beständigkeit und Reife. So empfunden, beging die Stadt ihr Jubiläum zum alljährlichen „alpenländischen Singen und Musizieren“ im 30. Jahr. Die geladenen Musikgruppen „Perlseer Gsang und Musi“ und die „Alpenländischen Musikanten“ erfüllten musikalisch alle obengenannten Eigenschaften.

Die dekorierte Bühne unterstrich die Feierlichkeit, als zu Beginn des Abends Andrea Müller vom städtischen Kulturamt die „Eltern“ dieser so beliebten Veranstaltung ehrte. Sie gedachte des Kulturreferenten Benedikt Ott, der im Jahr 1996 das „alpenländische Musizieren“ mit herausragenden Sing- und Musikgruppen ins Leben gerufen hatte. Er fand bald in seiner Gattin Paula Unterstützung, und Paula führte es nach seinem Tode weiter. Bald kam Uschi Neumüller dazu, die in Sachen bairische Musik und Musikgruppen eine Koryphäe ist. Andrea Müller, die seit fünf Jahren ebenfalls zum Team gehört, würdigte unter dem Beifall der Gäste im ausverkauften Haus die Paula Ott und Uschi Neumüller namens der Stadt mit Blumensträußen.

In den anschließenden anderthalb Stunden erfüllten die musikalischen Beiträge wie Perlen an einer Kette die Erwartungen der Gäste. Moderatorin Susi Wiesner, selbst Mitglied der Perlseer, unterbrach die Musikfolge einmal mit der Vorstellung der Mitglieder ihrer Gruppe, ansonsten folgten Schlag auf Schlag abwechselnd Lieder, Märsche, Polkas, Walzer, Jodler und Musikwerke, wie sie im Alpenland von Kärnten über Tirol und Südtirol bis ins Werdenfelder Land erdacht, komponiert, gesungen und gespielt werden.

Mit Kontrabass, Akkordeon und den Sängerinnen Michaela, Susanne und Christina, die zwischendurch auch mit Harfe, Klarinette, Gitarre und Geige brillierten, traten die Perlseer in unterschiedlichen Besetzungen auf. Dabei hatte jeder Vortragende Gelegenheit, kurz solistisch hervorzutreten. Ebenso waren die „Alpenländischen Musikanten“ kein Blechhaufen, sondern – bei allem Blasen in die Ventilposaune, ins Flügelhorn, in die Klarinette oder große Tuba – sangen sie ihre Melodien förmlich ins Instrument, wie die Moderatorin Susi zwischendurch einmal passend erwähnte. Begleitet wurden die aus fünf unterschiedlichen Alpen-Bundesländern stammenden Musikanten von einem „Tiroler Hackbrett“-Spieler und einer Harfenistin.

Bei allem schönen Zusammenspiel gefielen viele kurze Soli, diverse Duette und Trios, die ebenfalls viel Spannung und Wohlklang erzeugten. Beide Gruppen spielten und sangen alte Lieder und Weisen, die ihr persönliches, moderneres Empfinden tragen. Sie schaffen aber auch eigene Werke, die ebenfalls an Vollkommenheit, Schönheit, Beständigkeit und Reife nichts vermissen lassen. Und so war dieses städtische Perlenfest auch perlenhaft besetzt und vorgetragen. nz

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