Bereits am ersten Spieltag ging es in den beiden A-Klassen-Gruppen hoch her. In der A-Klasse 3 überraschte die SG Reichertsheim-Ramsau mit einem Auswärtssieg in Schnaitsee.
In der A-Klasse Gruppe 4 zahlten die beiden Aufsteiger ESV Mühldorf und TSV Neumarkt-St. Veit bei ihren Niederlagen gegen die Absteiger aus Burgkirchen und Engelsberg ein wenig Lehrgeld.
A-Klasse Gruppe 3
TSV Schnaitsee – SV Reichertsheim 2 1:3. In der Vorsaison in Schnaitsee als Verlierer vom Platz gehend, drehte die Zweite der SG RR das damalige Ergebnis beim erneuten Gastspiel einfach um. Beide Teams zeigten trotz der hohen Temperaturen einen flotten Beginn. Die mögliche frühe Führung der Gastgeber vereitelte Torwart Stephan Kumpfmüller. Danach fackelte Uli Hubl (15.Min.) nach einer Flanke von Josef Müller nicht lange und erzielte die Gästeführung. Diese hielt jedoch nur vier Minuten. Lukas Lamprecht mit einem 22 Meter Traumfreistoß in den Giebel zeichnete für den Ausgleich verantwortlich. Beide Teams im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit mit „Neutralisationsfußball“. Ein Schuss von Lukas Buchner unmittelbar vor dem Pausenpfiff an die Querlatte deutete an, dass die Offensive der Gäste ihr Pulver noch nicht verschossen hatte. Die Zettl/Razic-Elf in der zweiten Halbzeit das bessere Team. Als Christian Pfeiffer im Strafraum gefoult wurde, zeigte sich Florian Koroschetz beim Elfmeter (65.Min.) nervenstark. Schnaitsee konnte anschließend dem Spiel keine Wende mehr geben und durfte sich bei Keeper Dominik Herbst bedanken, dass man sich nur mehr einen Treffer einfing. Herbst rettete gegen Loipfinger, Hubl und Koroschetz, hatte aber im 1:1 Duell gegen Sebastian Loipfinger (76.Min.) beim 1:3 Endstandstreffer keine Chance.
VfL Waldkraiburg 2 – TSV 1880 Wasserburg 2 2:2. Vor einer Minikulisse trennten sich die beiden zweiten Mannschaften der Bezirksligisten leistungsgerecht mit einem Unentschieden. Die VfL-Zweite ab dieser Saison von Slawa Leibel gecoacht, erwischte den besseren Start. Mit Kurzpassspiel versuchte man die Defensive der Gäste aus den Angeln zu heben. Dies gelang nur bedingt. Einzig Ferdinand Hinterleitner bot sich eine Chance zum Führungstreffer. Der Aufsteiger aus Wasserburg fand dann mehr und mehr in die Partie. So wurde VfL-Schlussmann Bekir Karatepe zu einer Glanzparade gezwungen. Keine Chance hatte der Keeper beim Wasserburger Führungstreffer durch Lukas Scholz (33.Min.). Dafür hatten aber seine Kameraden eine Antwort parat. Hinterleitner, der zuvor noch eine Möglichkeit ausließ, traf in der 39. Minute zum verdienten Ausgleich und gleichzeitigem Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel ließen beide Teams auf dem Nebenplatz im Jahnstadion ihre Chancen zunächst aus, ehe bei gleichen Spielanteilen Luciano Liquiliqui die VfL-Zweite in der 70. Minute in Führung schoss. Danach mauerten die Waldkraiburger ihren Strafraum zu, hatten durch Hinterleitner die Konterchance zum wohl alles entscheidenden 3:1, ehe Scholz mit seinem zweiten Treffer (86.Min.) den „Beton“ doch noch zum bröckeln brachte und zum gerechten Ausgleich traf.
SV Albaching – FC Maitenbeth 3:1. Heiß her ging es im Albachinger Nasenbachstadion, obwohl Regen die tropischen Temperaturen der letzten Tage ablöste. Das Derby bot vor einer stattlichen Kulisse von Beginn an viel Zündstoff. Die Gastgeber konnten bereits in der ersten Minute durch Patrick Kainz in Führung gehen. Maitenbeth hatte zwei Minuten später jedoch die prompte Antwort. Thomas Wilhelm ließ sich eine Strafstoßentscheidung des Unparteiischen nicht nehmen und erzielte den Ausgleichstreffer. Die Partie, die besonders von den Gastgebern mit viel Emotionen geführt wurde, sah dann in der 25.Minute die erneute Führung für die Albachinger. Matthias Bareuther ließ sich als Torschütze in die Spielstatistik eintragen. Als nach dem Gang aus der Kabine, Matthias Sanftl bereits in der 48. Minute das 3:1 für die Gastgeber erzielte, war die Begegnung zwar vorentschieden, aber einige erhitzte Akteure durften sich anschließend frühzeitig unter die Dusche abkühlen. So sahen auf Albachinger Seite die beiden Torschützen Kainz (64. Min.) und Bareuther (77. Min.) jeweils die Ampelkarte. Die zahlenmäßige Überlegenheit konnte Maitenbeth jedoch nicht nutzen. Und als Gästespieler Tobias Schiebl mit Glattrot (83.Min.) vom Platz flog, war auch die Derby-Niederlage perfekt.
SC Danubius Waldkraiburg – SV Forsting-Pfaffing 4:3. Unnötig schwer machten es sich die Rumänenkicker gegen einen für sie bis dato unbekannten Gegner. Zur Pause führte man nach einen doch eher einseitigen Kick durch zwei Tore von Neuzugang Codrin Peii, der vom Stadtrivalen VFL an die Franz-Liszt-Straße wechselte. Der beste Mann auf dem Platz nagelte in der 13. Minute einen 20-Meter-Schuss ins Kreuzeck und erzielte in der 31. Minute nach Vorlage von Walter Kötelverö auch den zweiten Treffer. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit rastete Danubius Kicker Alin Crisan aus und sah für seine Tätlichkeit zurecht die erste Rote Karte der jungen Saison. Trotzdem bestimmten die Gastgeber, die in der ersten Halbzeit noch dicke Chancen durch Kötelverö und Ionut Ojica (Latte) hatten, auch die zweite Spielhälfte. Das 3:0 durch Marius Bindiu in der 54. Minute die Folge der Überlegenheit. Allerdings kamen die Gäste durch einen Doppelschlag von Thomas Mayer (68./69. Min.), der von Fehlern von Keeper Raul Kovacs (fehlendes Herauslaufen/direkt verwandelte Ecke) profitierte, heran. Die Gastgeber, die u.a. auf Spielertrainer Radu Luca und Fadil Selimovic verzichten mussten, dennoch unbeeindruckt. Der überragende Codrin Peii verwertete eine Vorlage von Mateusz Glombik in der 83. Minute zum vorentscheidenden 4:2. Das Elfmetertor von Thomas Mayer in der Nachspielzeit erzielt, veränderte nur mehr das Ergebnis.
TSV Taufkirchen – TSV Eiselfing 2 4:0. Ein optimales Einstands- und Geburtstagsgeschenk mit „4 Kerzen“ gab es für den neuen Taufkirchener Coach Thomas Jackl. Gegner Eiselfing 2 (in der letzten Saison nur knapp den Abstieg in die B-Klasse entronnen) konnte nur in der ersten Halbzeit Paroli bieten. Die Gastgeber mit einer frühen Führung (8.Min.) durch Neuzugang Maxi Schönhuber (kam aus Kraiburg) nach einem „Steckpass“ von Andreas Paulmaier. Das Spielgeschehen danach dürfte Trainer Jackl jedoch nicht so geschmeckt haben. Die Gäste kamen besser in die Begegnung und agierten sogar leicht überlegen. Die Chance zum Ausgleich nach gut dreißig Minuten Spielzeit vereitelte in höchster Not Thomas Linner. Analog zur ersten Halbzeit erwischten die Gastgeber auch nach dem Wiederanpfiff den besseren Start. Und erneut zeigte sich Maxi Schönhuber (49.Min.) nach Klassezuspiel von Manuel Schmidinger vor dem Eiselfinger Tor eiskalt.
Danach war sozusagen die „Suppe vorzeitig gelöffelt“, denn Taufkirchen legte durch Paulmaier (68.Min.) per Flachdrehschuss und Sebastian Schönhuber (70.Min.) per Abstauber – Schmidinger scheiterte zuvor an Keeper Matthias Mühlbauer – weitere Treffer nach. Hätte Paulmaier seine Topchancen in der 81. und 87. Minute genutzt, wäre sogar ein Kantersieg möglich gewesen.
Spielfrei: SV Weidenbach
A-Klasse Gruppe 4
TuS Mettenheim – SV Haiming 2:3. Eine bittere Auftaktniederlage setzte es für die Mettenheimer im Heimspiel gegen Haiming. Dabei gaben die Hausherren eine 2:0-Führung aus der Hand. Thomas Büllesbach spritzte in der 22. Minute in ein schlampiges Abspiel von Haimings Dominik Boltos und schloss anschließend überlegt ab. Und es sollte noch besser für die Elf von Neutrainer Uwe Dragosin kommen. Erneut war es Büllesbach, der eine Flanke annahm, sich drehte und ins lange Eck (27. Minute) vollendete. Erst nach diesem Treffer wachten die Gäste auf. Antun Putak erzielte noch vor dem Pausenpfiff den Anschlusstreffer. Das Match auf keinen sonderlich hohen Niveau und in der zweiten Halbzeit ausgeglichen. Beide Teams hatten stärkere und schwächere Phasen. Tore erzielten aber nur mehr die Gäste. Der Ausgleich durch Felix Lautenschlager (55.Min.) – dabei sah die Mettenheimer Hintermannschaft samt Torwart Sinan Aydin nicht gut aus – gab Haiming weitere Schubkraft. Zumal den Gastgebern nach einer Stunde Spielzeit mehr und mehr der Saft ausging. Die Entscheidung dann in der Schlussphase. Mettenheims Manuel Merx sah in der 84.Minute die Ampelkarte und in der gleichen Minute setzte Kapitän Michael Maier, den für Mettenheim schmerzhaften Haiminger Siegtreffer.
SV 1966 Kay 2 – SG Zangberg1 / Ampfing 2 0:2. In den vergangenen Jahren teilweise erbitterte Rivalen, nunmehr eine erfolgreiche Spielgemeinschaft. Die Akteure der Spielvereinigung Zangberg 1 und des TSV Ampfing 2 gewannen beim Tittmoninger Vorortclub SV Kay 2 verdient, bezahlten aber den Erfolg teuer. Denn die beiden Spielertrainer Robert Kruse und Ümit Dikmen verletzten sich schwer und dürften für längere Zeit ausfallen. An der „Lanzing Road“ der Kayer Spielstätte, musste sich zunächst der Keeper der Gastgeber Matthias Gradl gewaltig strecken um einen Einschlag zu verhindern.
Danach brauchte der sichere Rückhalt der Spielgemeinschaft Torwart Robert Lode, bei Schüssen von Florian Schörgnhofer nicht einzugreifen, ehe der freistehende Kruse in der 39. Minute mit einer Direktabnahme nach einer Ecke die verdiente Führung der Gäste erzielte. Es war zugleich seine letzte Aktion im Spiel. Bereits zuvor erwischte es Abwehr-und Trainerkollege Ümit Dikmen. Noch vor der Pause hatte Daniel Mayer für die Kayer eine Chance, die jedoch Lode aus kurzer Distanz verhinderte.
Die SG auch nach dem Wiederanpfiff in einer weitgehend ereignislosen Partie das bessere, weil auch bissigere Team. Die Entscheidung dann in der 69. Minute, als Eren Akkus einen an Neuzugang Dominik Kraus (zuletzt TV Kraiburg) verursachten Foulelfmeter erfolgreich einnetzte.
ESV Mühldorf – SVG Burgkirchen 0:2. Das Duell Aufsteiger (ESV) gegen Absteiger (SVG) ging vollkommen verdient an die Burgkirchener Gäste. Deren neuformierte Mannschaft (acht Spieler verließen den Verein, diese wurden weitgehend vom eigenen Nachwuchs ersetzt baute von Beginn an Druck auf das ESV-Gehäuse auf. Die Eisenbahner, die auf wichtige Stammspieler verzichten mussten, schafften es in der ersten Halbzeit kaum vor das Gästetor zu kommen.
Einzig ein Seitfallzieher von Justin Trillitzsch fand einen Eintrag in die Notizen von Pressesprecher Michael Bachmeier. Von anderem Kaliber die Gäste, die bereits nach dreizehn Minuten die Weichen für den späteren Sieg gestellt hatten. Waldemar Golbik in der zweiten Minute nach einem Getümmel und Justin Gotschy (12. Minute) per Heber über Schlussmann Florian Six, waren für den Kreisklassenabsteiger erfolgreich.
Weitere Chancen verhinderte der gut aufgelegte ESV-Keeper, einmal sogar in halsbrecherischer Manier. Die zweite Halbzeit zunächst mit einer weiteren Gästemöglichkeit (Fingerspitzen von Six) und anschließend mit verhaltenem Spiel beider Teams. Burgkirchen zog sich zurück und lauerte auf Konter. Dadurch kam der ESV besser ins Spiel. Es reichte aber nur zu einer Großchance durch Neuzugang Maxi Meger, der schön freigespielt an Torwart Sascha Schmidlechner scheiterte.
FC Kirchweidach – FC Mühldorf 2 1:0. Pressesprecher Elmar Mast vermeldete vom Halsbacher Sportplatz, der in der Vorrunde der Spielplatz der SG Kirchweidach-Halsbach ist, ein Chancenverhältnis von 8:2 zu Gunsten der Gastgeber.
Dennoch reichte es nur zum knappsten aller möglichen Siege. Die SG tat sich ohne Torjäger Marco Lebesmühlbacher (fällt die gesamte Hinrunde aus) im Abschluss schwer. Dies unterstrich auch Maximilian Fienhold, der in der Anfangsphase per Schuss und Kopfball scheiterte. Besser machte es in der 18. Minute Michael Raischl, der nach Zuspiel von Wilhelm Vorbuchner aus acht Metern den Mühldorfer Schlussmann Manuel Bliemhuber überwand. Die Zweite der Kreisstädter spielte zwar mit, konnte offensiv in der ersten Halbzeit jedoch nur einen 18-Meter-Schuss von Lukas Fischer aufweisen. Die Gastgeber auch in der zweiten Halbzeit gefährlicher als die Rothosen. So hatte Johann Wolferstetter Doppelpech bei einem Pfostenschuss und einen Kopfball an die Latte.
Zudem wurde sein Kopfball nach Ecke von Martin Wimmer von der Torlinie „gekratzt“. Das Spiel lebte von der Spannung, und erst als Mühldorfs Maxi Jäger in der Nachspielzeit einen Kopfball aus zehn Metern über die Querlatte setzte, war das Match zu Gunsten der Gastgeber entschieden.
TSV Neumarkt St. Veit 2 – TuS Engelsberg 0:1. In einer sehr intensiv geführten Partie waren die Gastgeber in der ersten Halbzeit einer Führung näher, als die favorisierten Gäste. Der Aufsteiger von der Rott hatte durch Dennis Brauner und Manuel Hirtlreiter dabei gute Gelegenheiten zur Führung.
Beide Akteure vergaben ihre Chancen. Dies sollte sich im weiteren Spielverlauf rächen. Die Gäste ohne nennenswerte Torchance und mit sehr viel Glück, als der Unparteiische ein Foul von Keeper Andreas Absmeier an Hirtlreiter im Strafraum anders bewertete, als dies die Zuschauer und Spieler auf den Rasen sahen. Statt Strafstoß gab es Freistoß für die Engelsberger, die nach dem Abstieg mit einer neuformierten Mannschaft in Neumarkt antraten.
Die Gäste kamen nach dem torlosen Halbzeitstand engagierter aus der Kabine und bereits in der 47. Minute klingelte es im Kasten von Neumarkts Schlussmann Michael Eder. Ein Drehschuss von Stefan Esterl wurde noch abgefälscht, und so unerreichbar für Eder.
Es sollte der goldene Treffer in dieser Partie sein. Denn keine der beiden Mannschaften, die sich in der Folgezeit einen abwechslungsreichen Schlagabtausch lieferten, schaffte es, das gegnerische Tornetz ein weiteres Mal zum „Klingeln“ zu bringen. psc