Mit dem Gastspiel beim SC Baldham-Vaterstetten geht es für den TSV Ampfing in der Fußball-Bezirksliga Ost am heutigen Samstag um 15.30 Uhr weiter. Die Elf von Trainer Georg Sewald will am siebten Spieltag auf keinen Fall leer ausgehen, um nicht nach hinten abzurutschen.
„Unser Ziel ist ganz klar ein Punkt, auch wenn es sicherlich nicht ganz einfach wird“, sagt der Ampfinger Trainer, dessen Team ja auch am Mittwoch im Einsatz war und per Elfmeterschießen in Hammerau die nächste Runde im Totopokal auf Bezirksebene erreicht hat. „Das war die dritte englische Woche seit Ende Juli, das geht dann schon auch mal auf die Substanz, zumal viele Spieler das nicht gewohnt sind“, weiß Sewald, der erklärt, dass seine Mannschaft jetzt die Kräfte bündeln müsse.
Logisch, dass unter der Belastung auch der Trainingsbetrieb leidet, denn den Schweppermännern blieb nach dem Pokalaufritt am Mittwoch nur das Abschlusstraining am Freitag zur Vorbereitung auf das Punktspiel in Baldham. Dass mit Liviu Pantea (weiterhin im Urlaub) sowie den verletzten Onur Kaya und Christian Richter drei Spieler fehlen, macht die Sache nicht leichter. „Jetzt sind halt die jungen Spieler mehr gefordert als eigentlich geplant war“, weiß Sewald, der sagt: „Das hat natürlich auch Vorteile, weil sich diese Spieler ja auch nur dann weiterentwickeln können, wenn sie zum Einsatz kommen.“ Im Tor wird wohl wieder Michael Endlmaier stehen, der aber weiterhin Probleme mit der Bandscheibe hat.
Gegner Baldham hatte in der Sommerpause einen größeren Umbruch zu verkraften: Neun Spieler sind neu im Kader von Ex-Bayern-Profi Mike Probst, dafür haben auch 13 Akteure den Verein verlassen. Mit einem Durchschnittsalter von 23,75 Jahren sind die Baldhamer deutlich jünger als die Gäste, die im Schnitt auf 27,74 Jahre kommen. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass die Gastgeber technisch mindestens so stark sind wie die Schweppermänner, es gilt also für die Gäste Laufbereitschaft und Einsatzwillen in die Waagschale zu werfen. „Es wäre schon von Vorteil, wenn wir mal über 90 Minuten Fußball spielen würden und nicht nur eine Stunde lang“, fordert Sewald mehr Konzentration.
Ein Wiedersehen könnte es mit dem ehemaligen Ampfinger Mevlud Sherifi geben, der in dieser Saison bislang dreimal zum Einsatz gekommen ist, Oldie Andreas Schmalz (früher Falke Markt Schwaben) spielt trotz seiner 39 Jahre immer noch eine wichtige Rolle im Team und hat bislang fünf der sechs Saisonspiele über die gesamte Dauer bestritten.
Die Ampfinger stehen mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen im Mittelfeld der Tabelle, die Probst-Schützlinge haben zwei Punkte mehr gesammelt. Ampfing bräuchte also einen Dreier, um am Gegner vorbeiziehen zu können. mb