Für den Fußball-Bezirksligisten SV Reichertsheim steht – nach einer turbulenten Woche – heute (17 Uhr) beim VfB Forstinning ein sehr schweres Spiel auf dem Programm. So, dass die Aufsteiger, die aktuell weiterhin Vorletzter sind, schon einen gehörigen Kraftakt vollbringen müssen, um zumindest mit einem Punkt heimzufahren.
Diese Woche hatte es in sich: Nach dem Sieg im Spiel gegen Dorfen setzte es am Dienstag eine vermeidbare und unnötige 1:2-Niederlage beim VfL Waldkraiburg. Vor Wochenfrist hatte zudem SV-Trainer Klaus Michel aus privaten Gründen seinen Rücktritt erklärt. Gleichzeitig ist der etatmäßige Co-Trainer Elvis Nurikic im Urlaub, so dass Abteilungsleiter Sebastian Lipp die Mannschaft derzeit an der Seitenlinie betreut. Hinzu kommt das Verletzungspech: So werden gegen Forstinning Albert Schaberl, Markus Eisenauer und Stefan Sperr wichtige Leistungsträger fehlen.
„Das wird ein sehr schweres Spiel“, weiß daher Interimscoach Lipp.
„Forstinning war in der vergangenen Saison der Vizemeister und hat eine sehr starke Mannschaft.“ Ein Team, das nur zum Auftakt gegen Saaldorf 1:2 verloren hatte, dann aus vier Spielen drei Siege holte, davon zuletzt zwei in Folge. Die Münchener Vorstädter stehen mit zehn Punkten auf Platz vier und wollen den Anschluss an den zweiten Platz nicht verlieren.
Der SV muss dagegen das Lokalderby gegen Waldkraiburg verdauen, in dem die Mannschaft nach dem schnellen Ausgleich und Rückstand erneut den eigenen spielerischen Faden verloren hatte. Lipp: „Grundsätzlich bin ich froh, dass wir gleich das nächste Spiel haben.“
Gleichzeitig muss die Mannschaft den Rücktritt ihres Trainers verarbeiten. Lipp: „Er hat die Mannschaft geformt und in die Bezirksliga geführt. Sie ist natürlich enttäuscht.“
Aber Michel habe schon im Frühjahr erklärt, dass es aus privaten Gründen schwer werden könnte, das Team auch in der höheren Liga adäquat zu betreuen. Jetzt musste er überraschend den Schlussstrich ziehen.“
Lipp: „Wir sind mit einem Kandidaten in Gesprächen und hoffen, dass wir es nächste Woche fix machen können.“
Der Abteilungsleiter Sebastian Lipp wollte nur so viel gegenüber dem Mühldorfer Anzeiger verraten: „Es werde eine externe Lösung sein und ein Mann, der auch schon höherklassig trainiert habe.“ esc