Luca Grünwald musste sich beim vorletzten Meisterschaftsmeeting an diesem Wochenende in Oschersleben mit einem 9. und einem 13. Rang zufrieden geben.
Luca Grünwald und sein Team Suzuki Mayer aus Passau gingen im Vergleich zur Konkurrenz mit einem deutlichen Testrückstand in das Rennwochenende in der Motorsport Arena Oschersleben. Von dem her reichten die freien Trainings am Freitag kaum, um für die Suzuki GSX-R1000 eine vernünftige Abstimmung für die 3,6 Kilometer lange Strecke zu erarbeiten. Bei relativ kühlen Bedingungen qualifizierte sich Grünwald schließlich für den 14. Startplatz. Von dieser Ausgangsposition gelang ihm am Samstagnachmittag ein mustergültiger Start in den ersten Lauf, den Grünwald als Neunter beendete. Nach einem kurzen Regenschauer am Sonntag ging leider ein Reifenpoker nicht auf. Grünwald kam in Heat zwei als 13. ins Ziel.
Die neuformierte Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft 2017 wird mit dem Finale in vier Wochen auf dem Hockenheimring abgeschlossen.
„Oschersleben war in vielerlei Hinsicht ein schwieriges Wochenende für uns. Der Trainings- bzw. Testrückstand gegenüber der Konkurrenz machte sich deutlich bemerkbar. Im Vergleich zum letzten Rennwochenende auf dem Lausitzring vor zwei Wochen waren wir dieses Mal ein Stück weiter entfernt.
Zudem war es für mich das erste Mal mit einem Superbike hier in Oschersleben und auf der anderen Seite taten wir uns schwer, das Bike in den vier Trainings für diese Piste abzustimmen. Startplatz 14 nach den zwei Qualifyings war daher Schadensbegrenzung. Mein Start in das erste Rennen war allerdings super. Ich konnte gleich bis auf Rang sieben nach vorn stürmen und diese Position auch längere Zeit halten. Am Ende kam ich als Neunter und bester Suzuki-Pilot ins Ziel. Das war mir sehr wichtig. Leider war nicht mehr möglich, es fehlte eine gute halbe Sekunde, um mit den ersten fünf mitfighten zu können.“
„Für das zweite Rennen am Sonntag haben wir uns ein wenig verzockt. Vor dem Start hat es kurz geregnet, jedoch ist die Strecke wieder schnell abgetrocknet. Zudem ist es ein wenig wärmer geworden. Wir haben uns daher für den extraweichen Reifen entschieden.
Der Hintergedanke war, am Anfang davon profitieren und an der ersten Verfolgergruppe dranbleiben zu können. Doch dieser Plan ist leider nicht ganz aufgegangen. Ich war zunächst zwar gut dabei, ich fuhr in der Gruppe von Platz fünf bis zehn, doch ab der zehnten Runde in etwa hat der Reifen drastisch abgebaut.
Ich bekam massive Probleme, um meine Rundenzeiten halbwegs beibehalten zu können und musste bis ins Ziel hart kämpfen. Am Ende hat es daher nur zu Rang 13 gereicht. Es war aber auf jeden Fall einen Versuch wert. Das Wochenende war schwieriger als erwartet, da unser Motorrad auf dieser Strecke nicht ganz so gut funktionierte, wie wir uns es erhofft hatten.
Am meisten machte das Bike im Turning und beim Handling in Zusammenspiel mit der Elektronikabstimmung Schwierigkeiten. Wir können daraus für die Zukunft viel lernen“, sagte Luca Grünwald.