Buchbach – Praktisch alle Faktoren sprechen für das Team von Claus Schromm, dennoch wollen die Rot-Weißen dem ehemaligen Bundesligisten einen großen Kampf liefern. „Die Unterhachinger wollen in den nächsten Jahren in die 2. Bundesliga aufsteigen, das werden sie meiner Ansicht nach auch schaffen, weil dort gut und kontinuierlich gearbeitet wird“, sagt Anton Bobenstetter. Der Buchbacher Trainer geht deshalb davon aus, dass es für die Fans „auf Jahre hin die letzte Gelegenheit ist, Unterhaching in Buchbach zu sehen“.
In den letzten vier Pflichtspielen der vergangenen beiden Regionalliga-Jahre haben die Buchbacher gegen den ehemaligen Bundesligisten kein Land gesehen, lediglich in der Vorbereitung gab es einen Buchbacher 1:0-Sieg, als beide Mannschaften im Februar dieses Jahres im Trainingslager in Spanien waren. Jetzt spielt Unterhaching eine Klasse höher, Schromm kann weitgehend aus dem Vollen schöpfen, während bei Buchbach Personalmangel herrscht. Zudem kommen die verbliebenen Buchbacher vor dem zwölften Pflichtspiel in acht Wochen auf dem Zahnfleisch daher, während Unterhaching aufgrund der Länderspielpause einige Tage frei hatte, und sich gezielt auf das Spiel in Buchbach vorbereiten konnte.
„Im Pokal ist ja immer vieles möglich und natürlich wollen wir unsere Freunde aus Unterhaching schlagen“, sagt Bobenstetter, wohl wissend, dass Ostern und Weihnachten schon auf einen Tag fallen müssen, um dieses Vorhaben realisieren zu können. Zudem muss der Coach erst mal sehen, ob er angesichts der Verletzungsausfälle und der drohenden Rotsperre für Maxi Drum überhaupt zehn gesunde Feldspieler auf den Platz bekommt. „Die Aufstellung wird dieses Mal am Telefon gemacht“, so der Coach. Und: „Ich hoffe, dass sich der eine oder andere doch noch spielfähig meldet.“
Sicher nicht dabei neben den Langzeitverletzten Simon Motz, Florian Shalaj und Maxi Bauer, der am Montag operiert wurde, sind Stephan Thee (Mittelfußknochen-Verletzung) und Maxi Hain. Der Kapitän, der am Freitag gegen Unterföhring erstmalig wieder in der Startformation stand, musste nach dem Spiel mit sechs Stichen am rechten Augenbogen genäht werden. Folge eines Faustschlags von Unterföhrings Keeper Enrico Caruso in der 90. Minute. „Mehr Elfmeter geht eigentlich gar nicht“, so Bobenstetter. „Maxi hatte da ein richtiges Loch direkt über dem Auge und wird 14 Tage pausieren müssen, weil die Gefahr zu groß ist, dass diese tiefe Wunde wieder aufplatzt“, haben die Ärzte Bobenstetter erklärt. Stark angeschlagen sind: Stefan Denk, Markus Grübl und Christian Brucia, Einsatz eher unwahrscheinlich.mb