Am 6. Spieltag gab es beim Waldkraiburger Stadtderby zwar sechs Tore, aber keinen Sieger zu sehen.
Weidenbach holte sich in Schnaitsee den ersten Saisonerfolg. Auch Taufkirchen konnte jubeln. Ein Last-Minute-Tor in der Nachspielzeit sorgte für einen Heimsieg gegen Soyen. Die Reichertsheimer Zweite hatte Favorit Wasserburg am Rande einer Niederlage. In der A-Klasse Gruppe 4 gab sich die Mühldorfer Zweite beim Gastspiel in Kay keine Blöße. Die Neumarkter Zweite konnte das erste Saisontor erzielen. Die Punkte gingen dennoch an die Spielgemeinschaft aus Zangberg und Ampfing. Mettenheim unterstrich den Aufwärtstrend und schickte Aufsteiger ESV Mühldorf tropfnass auf die kurze Heimfahrt. Die Spiele im Überblick:
A-Klasse Gruppe 3
TSV Schnaitsee – SV Weidenbach 2:4. Viel Glück hatte der SV W in den ersten dreißig Minuten der Begegnung in Schnaitsee. Die Gastgeber überlegen und mit mehreren Hochkarätern. Darunter eine sogenannte 1000-prozentige Chance, als Tobias Gmeindl seinem Mitspieler Lukas Berndl das Leder auflegte und dieser aus kürzester Entfernung den Ball über die Latte statt ins Netz setzte. Die Gäste bestraften die Offensivschwäche der Schnaitseer prompt, als nach einem Fehler der Gastgeber im Aufbauspiel Markus Nicklbauer zur Führung traf. Weidenbach legte nach und traf die Huber-Elf empfindlich. Philipp Rimböck und Tobias Werner ließen Torwart Dominik Herbst die Bälle aus dem Netz holen. Schnaitsee zwar angeschlagen, aber bei Weitem noch nicht ausgeknockt. Eric Löffelmann nährte die Hoffnungen der Gastgeber, als er in der 52. Minute nach einem Freistoß traf. Die Hausherren ließen weitere Chancen zum Anschlusstreffer aus und so kam es wie es meistens kommt, wenn man seine „Dinger“ nicht macht. Sascha Krainhöffner erzielte für den SV W mit einem Traumtor – so TSV Trainer Johannes Huber – in der 89. Minute das 4:1. Damit war die Partie zu Gunsten der Gäste, die einfach effektiver auftraten, entschieden. Das zweite Tor der Gastgeber durch Tobias Gmeindl in der Nachspielzeit wurde deshalb auch nicht mehr groß gefeiert.
VfL Waldkraiburg 2 – SC Danubius Waldkraiburg 3:3. Zwei Spieler prägten das Stadtderby auf dem Nebenplatz des Jahnstadions. Berat Uzun für die Zweite des Bezirksligisten und Codrin Peii für die Mannschaft von Danubius. Wie in der Vorsaison (1:1- und 2:3-Niederlage) gelang es der VfL-Zweiten ein weiteres Mal nicht, die Rumänenkicker zu bezwingen. Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Slawa Leibel Chancen in Hülle und Fülle, wie Pressesprecher Rupert Feuerlein berichtete. Insbesondere Uzun und Sebastian Jusic – beide aus dem Bezirksligakader – übertrafen sich im Auslassen bester Möglichkeiten. Nach einer Anfangsphase ohne Tore zeichnete Uzun in der 25. Minute für die Führung der Gastgeber verantwortlich. Doch die Elf von Aktivcoach Radu Luca hatte eine baldige Antwort in Form von Walter Kötelverö, der nur sieben Minuten nach der VfL-Führung den Ausgleich erzielte. Noch vor der Pause sorgte Uzun für die erneute Führung seines Teams. Die Gastgeber auch nach dem Wiederanpfiff mit Vollgas bei der Sache. Und erneut war es Uzun, der die VfL-Anhänger mit seinem dritten Tagestreffer (55. Min.) jubeln ließ. Der Dreier schien unter Dach und Fach, ehe Codrin Peii (wechselte im Sommer vom VfL zum Stadtrivalen) mit seinen Saisontreffern Nummer 6 und 7 (65./68. Min.) den Spielverlauf auf den Kopf stellte, so Feuerlein in seinem Spielfazit.
SV Reichertsheim 2 – TSV 1880 Wasserburg 2 1:1. Obwohl Reichertsheim über weite Strecken der Spielzeit die Zügel in der Hand hatte, reichte es nicht zum zweiten Saisonerfolg. Bereits nach fünf Minuten hatte Christoph Unterauer die Führung auf dem Fuß. Er scheiterte aber am Wasserburger Keeper Marco Gnatzy. Die Partie anschließend ausgeglichen und mit einer guten Parade von Jonas Hundschell, der einen Treffer von Franz Kock gerade noch verhindern konnte. Danach waren wieder die Gastgeber an der Reihe. Christian Pfeiffer prüfte Gnatzy, ehe Unterauer nach einem Pass von Leo Holzgaßner seine Elf in der 30. Minute in Führung schoss. Andreas Wieser hätte dann nachlegen können. Aber auch er scheiterte mit seinem Alleingang an dem Wasserburger Schlussmann. Nach dem Wiederanpfiff der doch etwas überraschende Ausgleich der Innstädter. Als die Abwehr der Zettl/Rasic-Truppe nicht konsequent klärte, zog Lesik Tschaban aus 16 Metern erfolgreich ab. Bei miserablen äußeren Bedingungen „verschlenzte“ Felix Wieser in der 64. Minute den Siegtreffer, als er das Leder aus 11 Metern freistehend am Kreuzeck vorbei zirkelte. In der Folgezeit konnte sich dann keine Mannschaft mehr entscheidend durchsetzen, so dass man sich die Punkte teilte.
TSV Eiselfing 2 – FC Maitenbeth 2:1. Dass die Luft an der Tabellenspitze dünn ist, wusste man im Maitenbether Fußballlager. Dennoch wäre man gerne länger als nur eine Woche Tabellenführer der A-Klasse 3 gewesen. Ein bitterer Gegentreffer in der Nachspielzeit sorgte für eine Schnappatmung bei den Gästen. Christian Müller trat als Spielverderber auf. Dabei begann die Partie ganz nach dem Geschmack der Maitenbether. Denn Daniel Beranek war in der 11. Minute zur Führung erfolgreich. Der Spielplan schien aufzugehen. Aber bereits vier Minuten später eine erste Ernüchterung, als Andreas Elsner zum Ausgleich traf. Danach warteten die Zuschauer auf dem Eiselfinger Sportplatz vergeblich auf einen weiteren Treffer. Beide Abwehrreihen hatten die Angreifer trotz der einen oder anderen Möglichkeit im Griff. Letztlich konnten sich die Gastgeber nach vier Unentschieden und einer Niederlage über den ersten Saisonsieg freuen. Dagegen bewies die Neumayer-Elf erneut in der Fremde eine gewisse Zahnlosigkeit. Denn es reichte auch beim Außenseiter nicht zu einem – dem ersten – Auswärtserfolg.
TSV Taufkirchen – TSV Soyen 2:1. Ein Last-Minute- Treffer, von Maximilian Schönhuber nach Vorarbeit von Thomas Steinhuber in der Nachspielzeit erzielt, ließ nicht nur Pressesprecher Michael Mittermaier jubilieren. Auch Mannschaft und Fans waren aus dem Häuschen.
Eine Halbzeit tat sich die Jackl-Elf gegen Soyen sehr schwer. Man wollte die Pleite in Maitenbeth vergessen machen, kam aber nicht so richtig ins Spiel. Beide Teams neutralisierten sich über eine lange Zeit in der ersten Halbzeit. Erst in der 20. Minute eine erste Annäherung der Gastgeber auf das Gästetor, als Manuel Schmidinger am langen Pfosten vorbei zielte. Die Gäste verwerteten dagegen ihre erste richtige Torchance in der 42. Minute. Tom Schiller war im Anschluss an einen Kopfball aus 2 Metern erfolgreich. Soyen danach druckvoller, aber ohne weiteres Erfolgserlebnis bis zum Pausenpfiff.
Die richtige Pausenansprache führte Taufkirchen dann zum Erfolg. Alex Losbichler nutzte per erfolgreichem Kopfball seine „grenzenlose“ Freiheit in der 53. Minute nach einem Freistoß von Schmidinger aus dem Halbfeld.
Die Gastgeber danach voll in der Partie. Schmidinger, Paulmaier und mit der besten Chance Schönhuber (allein vor Keeper Markus Stangl) schraubten am Führungstreffer, der dann in der Nachspielzeit doch noch fiel. Zuvor ein hörbares Aufatmen, als Soyens Torjäger Thomas Probst in der 82. Minute einen Ball ans Lattenkreuz nagelte.
A-Klasse Gruppe 4
TuS Mettenheim – ESV Mühldorf 7:1. Auf vollen Touren lief die Angriffsmaschinerie der Mettenheimer im Derby gegen den ESV Mühldorf. Der Aufsteiger holte sich eine saftige Niederlage ab und verbleibt damit bis auf Weiteres ohne Punkte im Tabellenkeller. Die Dragosin-Elf setzte dagegen ihren Aufwärtstrend der letzten Wochen fort. Gut zwanzig Minuten konnten die Eisenbahner ihren Kasten sauber halten, ehe Thomas Büllesbach binnen fünf Minuten zweimal seine Vollstreckerqualitäten unter Beweis stellte. Sein Torkonto steht nunmehr bei sieben Treffern. An diesem Tag wurde er aber noch von Mannschaftskamerad Balazs Huber übertroffen. Mit einem Elfmeter (31. Minute) nach Foul an Büllesbach und einem abgefälschten Schuss (41. Minute) erzielte Huber noch vor der Pause ebenfalls zwei Treffer. Sein dritter Treffer in der 66. Minute per Abstauber bedeutete das 6:1. Zuvor hatte Doudou Sarr per Kopf den ESV-Keeper Florian Six überwunden. Der Aufsteiger hatte dem Sturmwirbel der Gastgeber wenig zum Entgegensetzen. Einzig Florian Wachtveitl zeigte bei seinem Sololauf in der 40. Minute zum zwischenzeitlichen 3:1, dass auch die Maier-Truppe Stürmer auf dem Spielberichtsbogen aufgeboten hatte. Während sich die Mettenheimer den Volksfestbesuch durch einen weiteren Treffer in der Nachspielzeit – Elfmeter durch Süleyman Cakar nach Foul an Lukas Mailhammer – redlich verdienten, dürfte sich der Durst der Mühldorfer in Grenzen gehalten haben.
SV Kay 2 – FC Mühldorf 2 1:3. Eine souveräne Vorstellung lieferte die Mühldorfer Zweite beim Gastspiel in Kay ab. Mit dem dritten Sieg in den letzten vier Begegnungen hat sich die Michel-Elf nach einem etwas verkorksten Saisonbeginn im Mittelfeld festgesetzt.
Der Blick ist nach oben gerichtet. Eine starke Defensivleistung war der Grundstock für den Sieg, der aber auch so etwas wie Pflicht war. Die im Tabellenkeller befindlichen Gastgeber warteten wie gewohnt mit einer kämpferischen Leistung von der ersten bis zur letzten Minute auf. Doch bereits früh mussten sie die Gästeführung verkraften. Maximilian Jäger wurde in der 8. Minute der Ball in den Lauf gespielt. Keeper Dirk Lohaus hatte dann im 1:1-Duell keine Chance.
Die Mühldorfer Zweite mit mehr Ball- und Spielanteilen während der neunzig Minuten und bereits in der 21. Minute mit dem zweiten Treffer. Babacar Fall legte auf Timon Herrmann zurück und dieser ließ Lohaus abermals keine Chance. Weitere Torchancen blieben anschließend Mangelware.
Mit dem 3:0 durch Marcel Laggerbauer, dem der Ball ebenfalls in den Lauf gelegt wurde, war dann der Erfolg in trockenen Tüchern. Die bessere Mannschaft hatte sich durchgesetzt.
Die Gastgeber wurden für ihre stetigen Bemühungen noch mit dem Ehrentreffer durch Thomas Berthold nach einem Getümmel im Strafraum belohnt.
TSV Neumarkt St. Veit 2 – SG Zangberg/Ampfing 1:3. Lange musste die Zweite der Rottstädter auf den ersten Saisontreffer warten. Als dieser Tobias Fußeder in der 25. Minute gelang, war es leider das falsche Tor.
Er grätschte eine Hereingabe von Lukas Huber in den eigenen Kasten. Die Gastgeber begannen stark, ehe die Spielgemeinschaft durch die Führung besser ins Spiel kam und die Partie ausgeglichen gestaltete. Pech für die Neumarkter Zweite bei einem Lattenschuss (38. Minute) von Markus Windhager. So gingen die Gäste mit einer glücklichen Führung in die Kabinen.
Diese geriet in der 62. Minute stark in Gefahr, als der Unparteiische nach einem Handspiel von Michael Geisberger auf den Punkt zeigte. Windhager hatte aber nicht die Nerven, um den ersten Neumarkter Saisontreffer zu erzielen.
Die Spielgemeinschaft mit Fortuna weiter im Bunde, als auch Christian Bauer nur das Aluminium traf. Im Gegenzug baute Michael Hobmaier die Führung für seine Mannschaft aus, als der Keeper der Gastgeber, Thomas Just, einen Schuss von Dominik Kraus nicht festhalten konnte.
Nicht mehr vom Pech durften dann die Gastgeber sprechen, als Fabian Niederreiter einen weiteren Elfmeter über das Gebälk jagte. Andreas Hobmaier hatte Michael Höckinger von den Beinen geholt. Als Niederreiter seinen Fauxpass eine Minute später wieder ausglich und sich als erster „richtiger“ NSV-Torschütze der Saison – fast 450 Minuten waren bis dahin gespielt – feiern lassen konnte, wurde es noch einmal eng für die Gäste.
Neumarkt warf alles nach vorne und fing sich durch Hobmaier den finalen Konter ein. psc