Volleyball Regionalliga Südost

„Ist Basti stark, dann ist auch Bartschi stark!“

von Redaktion

Morgen soll der erste Sieg für die Mühldorfer Volleyballer her – es geht auswärts gegen Tabellenschlusslicht ASV Neumarkt

Mühldorf – Acht Sätze, sieben verschiedene Aufstellungen. Deshalb bewertet Mühldorfs Spielertrainer Michi Mayer die ersten beiden Partien in der Volleyball-Regionalliga nicht über, auch wenn nach zwei Niederlagen noch eine dicke Null das Punktekonto „schmückt“. Nach zwei Spieltagen sei man auch weit davon entfernt, in Panik zu verfallen, denn trotz einiger Abgänge habe nach Ansicht Mayers das Team des TSV Mühldorf genug Potenzial, um in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen. Alleine an der Routine fehlt es seinem Team noch, am Zusammenspiel.

Doch beim 1:3 zuletzt gegen den SC Freising scheint Mayer nun endlich fündig geworden zu sein, was seine Suche nach der besten Aufstellung betrifft. Bastian Hörster soll also am morgigen Sonntag das Zuspiel übernehmen, um so seine schlagkräftigen Außenangreifer gut in Szene zu setzen. „Ich dachte eigentlich, dass Alex Brandstetter als Zuspieler schon so weit wäre, aber ihm fehlt nach dem Jahr in Unterhaching die Spielpraxis.“ Nicht also die Jugendlichkeit, sondern die Erfahrung ist es, auf die Mayer nun mit Bastian Hörster setzt. Der Grund. „Wir verfügen mit Fabian Bartsch und Thomas Brandstetter über die besten Außenangreifer der Liga. Sie müssen nur richtig eingesetzt werden. Spielt Basti gut, spielt auch Bartschi gut“, so die simple Formel Mayers für die Partie am Sonntagnachmittag im oberpfälzerischen Neumarkt.

Leicht aufatmen kann der Mühldorfer Spielertrainer, dass er zumindest einen echten Mittelblocker wieder mit dabei hat. Nicolai Philipeit ist von seiner Erkältung wieder genesen, kann über die Mitte wieder angreifen. Und der zweite Mittelblocker? Das wird wohl –nach Stand Freitagvormittag – Alex Brandstetter übernehmen. „Der hat das drauf“, vertraut Mayer auf die Vielseitigkeit Brandstetters. Außerdem steht Angreifer Szymon Dawid nach einer Zahn-Operation wieder zur Verfügung. Einsatzgebiet: noch offen.

Was will Mayer taktisch anders machen als gegen Freising? Zum einen seien, so Mayer, die beiden Partien nicht zu vergleichen. Denn gegen Freising sei die Mühldorfer Mannschaft schließlich ohne Mittelblocker auf das Feld gelaufen und habe dennoch mithalten können. Gegen den Tabellenvorletzten und Absteiger aus Neumarkt sollte es endlich klappen, dass Mühldorf mit dem ersten Dreier zurückkehrt.

An der Risikobereitschaft seiner Mannen will Mayer zumindest nichts ändern. Die riskanten und harten Aufschläge, die zuletzt auch mit vielen Fehlern verbunden waren, will Mayer beibehalten, „um damit unseren schlechten Block zu kompensieren“. Ob ein Libero mit auf dem Feld stehen wird, lässt Mayer derweil offen. „Ich habe da so eine Idee“, spruchreif sei sie noch nicht, meinte Mayer am Freitagvormittag. Er wollte diese Idee erst im Abschlusstraining gestern Abend durchtesten. Morgen wird man sehen, ob sie etwas gebracht hat. je

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