Rhönrad

Auf Platz fünf gerollt

von Redaktion

Johannes Pantze beim Deutschland-Cup ganz vorne dabei

Neumarkt-St. Veit Die Nervosität hatte Johannes Pantze einen Streich gespielt. „Ich hatte Mal zuwenig Schwung, mal zu viel Schwung. Die Darbietung lief einfach nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte“, klagt Johannes Pantze. Der 13-jährige Rhönrad-Sportler aus Neumarkt-St. Veit hatte sich höhere Ziele gesteckt in Lüdenscheid, nachdem er vor zwei Jahren noch auf den zweiten Platz gerollt war. Am Ende freute er sich aber auch über den fünften Platz.

Dass es ein sportlich erfolgreiches Jahr sein würde, hatte sich schon im Juli angekündigt, als er beim Bayernpokal in Aschaffenburg den ersten Platz belegt hatte. Damit löste er das Ticket für die Qualifikationsrunde zum Deutschland-Cup, die Anfang Oktober in Haar bei München ausgetragen wurde. Dort sollte es ebenfalls der oberste Stockerlplatz für den Neumarkter sein, was für ihn das Startrecht beim Deutschland-Cup bedeutete. Während ihm in Haar jedoch alles am Rhönrad gelungen war –von der Doppelbücke über die hohe Rolle und dem Dreiviertelspagat zur hohen Rolle rückwärts und zur Riesenbrücke – lief beim Saisonfinale am vergangenen Wochenende in Lüdenscheid nicht alles glatt.

„Schwamm drüber“, hakt der Realschüler den Wettkampf ab, „aus Fehlern lernt man, das nächste Mal klappt es dafür umso besser“, lacht Pantze, der zweimal in der Woche trainiert und dabei bestens von seiner Schwester Sophie (19 Jahre) betreut wird. Er ist nur einer von 20 Kinder und Jugendlichen, die regelmäßig beim TSV Neumarkt-St. Veit, trainiert von sechs Betreuern, durch die Mittelschulturnhalle rollen. Die Sparte erfreut sich wachsender Beliebtheit, die Betreuer sorgen mit Fortbildungen dafür, dass sie dem wachsenden Anspruch gerecht werden. Sophie Pantze wird sich deswegen auch in zwei Wochen der Prüfung zur Fachübungsleiterin stellen.

Und auch neue Projekte hat die Abteilung schon in Peto: man will in Neumarkt-St. Veit auch das Cyrrad etablieren. Das Cyrrad ist ein Sportgerät, das im Gegensatz zum Rhönrad lediglich aus einem Reifen besteht. „So eines hätten wir gerne“, sagt Übungsleiter Carmen Ziegler. Alleine am Geld fehlt es allerdings noch“, hofft sie auf finanzielle Unterstützung von Sponsoren.

Cyrrad klingt auch für Pantze interessant, er wird dennoch seinen Fokus im neuen Jahr auf die Wettbewerbe im Rhönradturnen legen. Die Konkurrenz schläft schließlich nicht. Im Gegenteil. „Sie ist größer geworden“, stellt Pantze fest, der 2018 die Teilnahme am Deutschland-Cup anvisiert. Vielleicht klappt es dann wieder mit einem Treppchenplatz. je

Artikel 2 von 7