Landkreis – Die mit Abstand treffsicherste Mannschaft der Liga, der SC Danubius Waldkraiburg, steht nach dem 17.Spieltag an der Spitze der Tabelle in der A-Klasse Gruppe 3. Dahinter folgt ein Pulk von Teams mit Ambitionen auf einen Spitzenplatz. Zwischen dem Tabellenzweiten SV Waldhausen und dem Tabellenachten TSV Soyen liegen ganze vier Punkte. Mit dem FC Maitenbeth, dem TSV Taufkirchen und dem VfL Waldkraiburg 2 sind auch drei Teams aus dem Landkreis Mühldorf mit im Rennen um einen Aufstiegsplatz. Für Spannung ist damit vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebes am 8. April 2018 gesorgt. Etwas überraschend befindet sich der SV Weidenbach (in der Vorsaison im Relegationsspiel gegen Schechen am Aufstieg in die Kreisklasse gescheitert) nur knapp über dem roten Strich der beiden Abstiegsplätze, die derzeit der TSV Eiselfing 2 und der SV Albaching einnehmen. Auch noch nicht sorgenfrei ist die Zweite des Bezirksligisten SV Reichertsheim, die derzeit den 10. Tabellenplatz von 13 Teams belegt.
Die sechs Mannschaften aus dem Landkreis Mühldorf im Saisoncheck:
SC Danubius Waldkraiburg – 1.Platz – 31 Punkte: Mit neun Siegen – vier Remis und zwei Niederlagen bei einem Torverhältnis von 53:27 hat die Mannschaft um Spielertrainer Radu Luca sehr gute Aussichten, um nach Platz 3 in der Vorsaison, den dritten Aufstieg in der fünften Spielsaison nach der Vereinsgründung im Jahr 2012 zu schaffen. Mit Codrin Peii (kam vor der Saison vom Bezirksligisten VFL) und Walter Kötelverö, stellt man die treffsicherste Angriffsreihe der A-Klasse Gruppe 3. Von den erzielten 53 Toren gehen 33 auf das Sturmduo der technisch versierten Rumänenmannschaft. Die Grundlage für die derzeitige Tabellenführung wurde in den letzten neun Spielen mit sechs Siegen und drei Unentschieden gelegt. Insgesamt zehn verschiedene Akteure trugen sich bisher in die Vereins-Torschützenliste ein. Die höchsten Saisonsiege gelangen in Taufkirchen und zu Hause gegen Aufsteiger Wasserburg 2 mit jeweils 7:1. Auf dem eigenen Sportplatz an der Franz-Liszt-Schule gab es nur eine Niederlage. Diese fiel aber bei der 3:7 Klatsche gegen den TSV Schnaitsee recht deftig aus. Dabei zeigte sich das kleine Manko der Elf um Abwehrchef Sergiu Iuga. Die Defensive ist durchaus bezwingbar. 27 Gegentore in den bisher absolvierten 15 Spielen sind nur der fünfbeste Ligawert. Nach dem Abgang von Stammkeeper Raul Kovacs (während der Saison) ist man auf der Torhüterposition noch nicht so besetzt, wie dies in den übrigen Mannschaftsteilen der Fall ist.
Ausblick: Kommt Danubius gut aus der langen Winterpause, ist Platz 1 (direkter Aufstieg) oder 2 (Relegationsplatz) sehr wahrscheinlich.
FC Maitenbeth – 3. Platz – 25 Punkte: Bereits in der Vorsaison ließ der westlichste Landkreisverein nach einem Zwischenjahr in der B-Klasse, das eine oder andere mal mit seinen Leistungen aufhorchen. In der Endtabelle belegte die Neumayer-Elf dann einen starken 5. Platz. In dieser Spielzeit ist man auf einem guten Weg in der Tabellenleiter sogar noch etwas höher zu klettern. Grundlage dafür ist die bisher stabilste Abwehr der Liga. Die Defensive leistete sich nur einen gravierenden Ausrutscher mit der 5:0 Niederlage in Waldhausen. Ansonsten waren Keeper Stefan Bauer und seine Vorderleute oftmals eine sichere Bank. Zwischen dem 8. und 12. Spieltag blieb man sogar bei vier Siegen und einem Remis fünf Mal in Serie ohne einen Gegentreffer. Was der Elf fehlt, ist ein Topstürmer.
Ausblick: Findet man im Frühjahr wieder in die richtige (Erfolgs) Spur, dürfte die B 12-Mannschaft ein gewichtiges Wörtchen um die Aufstiegsplätze mitreden.
TSV Taufkirchen – 4. Platz – 25 Punkte: Der Trainerwechsel – Thomas Jackl löste in der Sommerpause Barna Takacs ab – scheint der Taufkirchener Elf neuen Schwung verliehen zu haben. Nach einem gelungenen Start mit zwei Siegen gab es zwar eine kleine Negativserie, in der man sich drei saftige Klatschen einhandelte. Jeweils 6:0 gingen die Spiele in Forsting und Maitenbeth verloren. Der Höhepunkt war dann die 7:1 Heimniederlage gegen Danubius Waldkraiburg. Es war jedoch die einzige Niederlage auf eigenem Platz, denn ansonsten erwiesen sich Losbichler und Co. durchaus als Heimstark, was der dritte Platz in der Heimtabelle der Liga auch unterstreicht. Zudem verhagelte man sich mit diesen Niederlagen, die man gerne in der bisherigen Saisonstatistik gelöscht hätte, auch das Torverhältnis. Platz vier mit einer negativen Tordifferenz von minus sechs bei 28:34 Toren kommt auch nicht so oft vor. In den letzten sechs Spielen zeigte Taufkirchen bei vier Siegen, einem Remis und nur einer Niederlage aufsteigende Tendenz und vor allem die gewünschte Stabilität in den Leistungen. Daran heißt es zum Frühjahrsstart anzuschließen. Der höchste Sieg gelang zum Saisonauftakt im Heimspiel gegen Eiselfing 2 mit 4:0. Mit jeweils fünf Treffern führt Neuzugang Maximilian Schönhuber (kam vom TV Kraiburg) gemeinsam mit dem erfahrenen Alexander Losbichler die interne Torschützenliste an.
Ausblick: Das von der Abteilungsleitung ausgegebene Saisonziel – Vorderes Tabellendrittel – sollte zum 50-jährigen Vereinsbestehen im Jahr 2018 durchaus erreichbar sein.
VfL Waldkraiburg 2 – 5.Platz – 25 Punkte: Die Zwischenbilanz der Bezirksliga-Zweiten mit sieben Siegen – vier Remis – fünf Niederlagen kann sich durchaus sehen lassen. Denn in den drei Spielzeiten zuvor, reichte es in der Endtabelle nur zu den Plätzen acht, neun und zehn. Den derzeitigen 5. Platz sicherte eine starke Herbstserie zwischen dem 13. und 17. Spieltag ab. Dabei gelangen dem Team um das neue Trainerduo Slava Leibel und Cornelius Kunst, bei 4 Siegen und einem Remis, 13 der bisher eingeheimsten 25 Punkte. Vor dieser Serie musste die VfL-Zweite drei Niederlagen in Folge schlucken. Die Heim- und Auswärtsbilanz des Team um Kapitän Hermann Plez war sehr ausgeglichen. Man belegt in der jeweiligen Ligawertung beide Male den 4.Platz. Sehr ausgeglichen auch das Torverhältnis mit 29:27 Toren. Die meisten Treffer gingen auf das Konto von Stürmer Ferdinand Hinterleitner. Er belegt mit 12 Torerfolgen aktuell den 5.Platz in der Ligawertung. k: Können die technisch starken VFL-Kicker ihre Leistungen weiter stabilisieren, sollte die beste Platzierung in den letzten fünf Spielzeiten herausspringen.
SV Reichertsheim 2 – 10. Platz – 14 Punkte: Nur einen peinlichen Ausrutscher erlaubte sich die SG RR-Zweite. Am 5. Spieltag unterlag man in Forsting-Pfaffing mit 6:0. Da es aber insgesamt nur zwei Siege (3:1 in Schnaitsee und 3:0 zu Hause gegen Waldhausen) in den bisherigen 15 Spielen gab, überwintert die Reichertsheimer/ Ramsauer Spielgemeinschaft nur knapp über den beiden Abstiegsplätzen. Das Team des Trainerduos Andreas Zettl und Asim Rasic sammelte zwar wie das Eichhörnchen für den Winter Punkt um Punkt ein. Aber die beachtlichen acht Unentschieden helfen halt nur bedingt weiter. Das Ziel sollte deshalb heißen, die noch anstehenden direkten Duelle gegen Eiselfing und Albaching zu gewinnen. Dann dürfte eine weitere Saison in der A-Klasse abgesichert sein. Denn es gibt in dieser Saison keinen sogenannten Relegationsplatz. Das Hauptproblem der Bezirksliga-Zweiten liegt in der Offensive. Nur Eiselfing 2 konnte bisher bei 14 Toren weniger jubeln, als Unterauer und Co. Der Torjäger (acht Treffer) und Sebastian Loipfinger mit 4 Treffer erzielten gemeinsam mehr als die Hälfte der bisher geschossenen 20 Tore. Daneben trafen nur 6 weitere Spieler in den Kasten des Gegners. Zwischen dem 2. und 9. Spieltag gelang kein Sieg. Die bekannte Heimstärke dürfte etwas abhanden gekommen sein. Denn von den 14 Punkten gelangen nur sechs Zähler auf heimischen Geläuf.
Ausblick: Die SG-RR-Zweite ist stark genug um sich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sichern. Findet man in der Offensive den zündenden Funken ist dieser sogar frühzeitig möglich.
SV Weidenbach – 11. Platz – 12 Punkte: Der letztjährige Vizemeister (scheiterte in der Relegation am SV Schechen) ist in seinem sogenannten „Umbruchjahr“ stark in Bedrängnis. Dabei war das Ziel, die junge Mannschaft ohne Druck weiterzuentwickeln. Was dafür allerdings fehlte waren siegreiche Spiele. Nur einmal (Sieg am 6. Spieltag mit 4:2 in Schnaitsee) gelang den Schwarz-Weißen bisher ein Erfolgserlebnis. Auf der Heldensteiner Sportanlage gab es dagegen noch keinen „Dreier“ zu bejubeln. Ganze fünf Punkte sammelte die Krainhöfner-Elf in den bisherigen sieben Heimspielen. Das treue Publikum sah dabei auch nur sieben Tore. Dafür ist die Mannschaft der „Remiskönig“ der Liga. Sagenhafte neun Mal trennte man sich in den bisher absolvierten 14 Spielen (es steht noch ein Nachholspiel an) von den Gegnern, sozusagen schiedlich/friedlich. Darunter das spektakuläre 5:5 im Albachinger Nasenbachstadion. Der letztjährige Torjäger Tobias Werner (bisher 4 Treffer) zeigte bisher noch nicht die gewohnte Treffsicherheit. Deshalb nimmt in der internen Torschützenliste mit sechs Toren Julian Neumeier den Spitzenplatz ein. Es folgt Philipp Rimböck mit fünf Einschüssen. Für den langjährigen Kreisklassenverein heißt es ebenfalls: Siege gegen die derzeit auf den Abstiegsplätzen befindlichen SV Albaching und TSV Eiselfing 2 helfen enorm weiter. Zudem dürften die jungen Spieler bereits ihre Lehren und Erfahrungen aus den bisherigen Partien gezogen haben.
Ausblick: Nach dem Abstieg aus der Kreisklasse in der Saison 2014/15 und den beiden Plätzen 3 und 2 in den darauffolgenden Spielzeiten, heißt es in dieser Saison kleinere Brötchen zu backen. Die Substanz in der Mannschaft ist aber groß genug, um die Klasse ohne größere Sorgen erhalten zu können. psc