Mühldorf – Bis Weihnachten ist noch eine gewisse Zeit hin. Kein Grund also, jetzt schon an Geschenke oder andere Überraschungen zu denken. Und doch sind die Mühldorfer Regionalliga-Volleyballer darauf gespannt, wer denn heute Abend zum Heimspiel der Mühldorfer um 20 Uhr in die Mittelschulturnhalle in der Europastraße kommt. Denn weder Trainer Michi Mayer, noch Abteilungsleiter Stefan Bartsch wissen den heutigen Gegner einzuschätzen. „In der vergangenen Saison ist Dachau II ab- und Dachau III aus der Bayernliga aufgestiegen. Wie sich die Mannschaften in dieser Saison zusammensetzen? Keine Ahnung. Die sind für uns wie eine Wundertüte“, gibt Abteilungsleiter Stefan Bartsch zu, wenn man ihn auf den heutigen Gegner anspricht. Er rechnet aber mit einer homogenen Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen älteren Spielern, die dann sogar auch etwas von ihrer Zweitliga-Routine mit dabei haben könnten.
Bislang jedoch scheint die Rechnung beim Aufsteiger noch nicht aufgegangen zu sein. Acht Spiele haben die Dachauer bislang absolviert, erst drei Siege stehen zu Buche. Damit bewegen sie sich aber auf einer Stufe mit Mühldorf. Nur dem besseren Satzverhältnis ist es zu verdanken, dass Mühldorf aktuell den achten Tabellenplatz einnimmt und Dachau knapp dahinter auf Rang neun zu finden ist.
Das „knapp“ stört vor allem Abteilungsleiter Bartsch, der seine erste Herrenmannschaft gerne weiter vorne platziert sehen will. „Wir stehen aktuell auf einen Relegationsplatz. Und dort gehören wir einfach nicht hin“, findet Bartsch. Er gibt zu, dass die Mannschaft schlecht aus den Startlöchern gekommen war. „Doch sie ist gewachsen. Ist von Spiel zu Spiel stabiler geworden. Schade nur, dass das letzte Spiel gegen Zirndorf mit einer Niederlage geendet hat und wir dabei wichtige Satzbälle ungenutzt ließen. Sonst hätte es anders ausgesehen.“ Schwacher Trost: Das Spiel war auf sehr hohem Niveau, an das der TSV Mühldorf heute anknüpfen will. Fabian Bartsch als Außenannahmespieler, ebenso Tom Brandstetter und Alex Brandstetter, die in den letzten Wochen von Spiel zu Spiel mehr aus sich rausgeholt haben, dürften als gesetzt gelten. „Alles andere ist jedoch trainings- und formabhängig“, lässt sich Bartsch zu keiner weiteren Spekulation hinreißen, wer denn heute Abend mit der Stammformation auf das Feld marschieren wird. Das hängt nämlich auch davon ab, welches System Trainer Michi Mayer spielen wird – entweder mit einem Zuspieler, wofür sich dann vor allem Bastian Hörster empfehlen würde. Oder mit zwei Zuspielern, und dafür stehen Mayer ja mit Lars Rommel und Alex Brandstetter zwei weitere Optionen zur Verfügung.
Mit entscheidend für das Spiel wird sein, wie sich der Block verhält. Der war bislang Schwachpunkt in Mühldorf. „Denn wenn der nicht steht, dann tut sich die Abwehr auch hart“, meint Bartsch. Doch in den vergangenen zwei Wochen nutzte Mayer die Zeit hier den Schwerpunkt zu setzen.
In den drei verbleibenden Spieltagen der Hinrunde will der TSV das maximal Mögliche an Punkten holen. Nach Dachau folgen Bayreuth (10. Platz) und Eibelstadt (5.), bevor zum ersten Rückrundenspiel dann der VC DJK München-Ost-Herrsching II (7.) wartet. „Zehn von zwölf Punkten sollten in den nächsten Wochen drin sein“, findet Bartsch. Das sollte dann auch reichen, um den Relegationsplatz weit hinter sich zu lassen.je