Mühldorf – Mitten in der Mitte – das ist die Ausgangsposition des TSV Mühldorf vor dem letzten Spiel dieses Jahres gegen den VC DJK München-Ost-Herrsching II, der am morgigen Samstag das Team aus der Innstadt erwartet. Denn nach Ende der Hinrunde nimmt Mühldorf aktuell Platz sechs von insgesamt elf Mannschaften ein, 15 Punkte stehen auf dem Konto. Klar, es könnten mehr sein, doch Abteilungsleiter Stefan Bartsch zeigt sich zufrieden, wenn er die Saison, nachdem die Hälfte der Spiele absolviert ist, bilanziert.
„Wir haben uns einigermaßen gefangen, nachdem wir den Saisonanfang verschlafen hatten. Immerhin konnten wir den Tabellenführer MTV München deutlich schlagen, eine seiner beiden Niederlagen geht auf unsere Kappe“, erinnert sich Bartsch an einen Höhepunkt der Hinrunde.
Doch er verhehlt auch nicht: In den vergangenen Wochen hat das Mühldorfer Team geschwächelt, war bis auf den Relegationsplatz abgerutscht, um sich nach dem Sieg vergangene Woche gegen Eibelstadt wieder zu fangen und zur vorderen Tabellenhälfte aufzuschließen, punktgleich mit dem Fünften. „Doch der Vorsprung zum Relegationsplatz beträgt nur einen Punkt. Wir sind also weiter verdammt zu gewinnen, um mit dem Abstieg möglichst bald nichts mehr zu tun zu haben“, fordert Bartsch am morgigen Samstagabend beim VC DJK München einen „Dreier“.
Dort muss der TSV Mühldorf allerdings wieder einmal mit einer Rumpfmannschaft auflaufen, nachdem Diagonalspieler Szymon Dawid nach wie vor über Knieprobleme klagt und ausfällt. Bastian Hörster ist ebenso nicht am Start – er bestreitet nur die Heimspiele.
Und Spielertrainer Michi Mayer ist angeschlagen. Letzte Woche bereits grippegeschwächt beim Spieltag mit dabei, sieht es in gesundheitlicher Hinsicht diese Woche nicht viel besser aus. „Es wäre allerdings wichtig, wenn er spielen könnte, weil uns dann Hauke Ferch eventuell als Libero zur Verfügung stünde“, meint Bartsch, der immer noch auf der Suche nach einem Mittelblocker ist, der die Mannschaft langfristig entlasten kann. „Sich mit dem dünnen Kader von Spieltag zu Spieltag zu hangeln, kann schließlich kein Dauerzustand sein.“ Man überlegt inzwischen sogar, Spieler aus der zweiten Mannschaft nachzuziehen, sollten weitere Ausfälle zu verzeichnen sein.
Denn einen neuen Spieler nach Mühldorf zu lotsen, das war bislang nicht zu machen. Alles, was sich derzeit auf dem Markt befindet, bringe Mühldorf nicht wirklich weiter, erklärt Bartsch, der dennoch weitersuchen will.
Der VC DJK München-Ost-Herrsching II ist aktuell mit 14 Punkten Achter, „ein Sieg muss her, damit wir uns diese Mannschaft weiter vom Leib halten“, fordert Bartsch die maximale Ausbeute.
Zumal der TSV Mühldorf noch eine Rechnung zu begleichen hat. Denn das Hinspiel haben die Münchner für sich entschieden. Ein schmerzliches 1:3 mussten die Mühldorfer zum Saisonauftakt in eigener Halle hinnehmen. Das dies auch mit einer Rumpfmannschaft funktionieren kann, davon ist Bartsch überzeugt. „Nach Hauzenberg sind wir auch nur zu sechst gefahren und haben dort beim 3:2 unser bestes Spiel abgeliefert. Warum nicht auch in München?“. je