Waldkraiburg – „Eigentlich hatte ich das Kapitel Eishockey schon abgehakt, um mich auf den Beruf zu konzentrieren“, erklärt Neuzugang Michael Rimbeck, der im elterlichen Getränkehandel arbeitet. „Aber wie es dann so ist, kamen fast täglich Anrufe von Vereinen und ich muss sagen, Waldkraiburg hat sich wirklich sehr um mich bemüht.“ Auch EHC-Torhüter Korbi Sertl, den er noch aus Garmisch kennt, habe ihn immer wieder angeschrieben, dass er kommen soll. „Und dann sind wir uns schnell einig geworden“, sagt Rimbeck.
Der gebürtige Garmisch-Partenkirchener begann bei den Werdenfelsern mit dem Eishockeyspielen und schaffte in der Saison 2005/2006 erstmals den Sprung aus der DNL-Mannschaft in den damaligen Oberligakader des zehnmaligen Deutschen Meisters. Nach einem weiteren Jahr in DNL und Oberliga machte Rimbeck 2007 seine ersten Spiele in der 2. Bundesliga für den SCR und wagte im Jahr drauf den Sprung in die DEL. Mit gerade einmal 19 Jahren machte er 25 Spiele in Deutschlands Eliteliga für die Füchse Duisburg, außerdem stand er für deren Kooperationspartner Herne in der Oberliga auf dem Eis. Nach einem weiteren Jahr in der DEL beim ERC Ingolstadt und Einsätzen in der 2. Liga in Heilbronn kehrte er während der Saison 2009/2010 nach Garmisch-Partenkirchen zurück.
38 Spiele in der DEL, 436 in der 2. Liga
Dem SCR wurde in der damaligen Spielzeit zwar die Lizenz entzogen und es ging hinab in die Oberliga, doch Rimbeck hielt seinem Klub die Treue – und nach nur einem Jahr war man Oberliga-Meister und zurück im Eishockey-Unterhaus. Seit 2011 spielte Michael Rimbeck jetzt durchgehend in der 2. Liga für den SC Riessersee.
Trotz seines noch jungen Alters kann der 28-Jährige somit auf eine lange Karriere zurückblicken und entsprechend wird klar, dass er beim EHC zu den Leistungsträgern zählen soll: 38 Spiele in der DEL (1 Tor, 5 Vorlagen), 436 Partien in der 2. Bundesliga und der DEL2 (110 Scorerpunkte, 45 Tore) und 149 Begegnungen in der Oberliga (46 Scorerpunkte, 30 Assists) hat er bislang absolviert – allein für Garmisch stand er über 500-mal auf dem Eis. „Ich denke schon, dass ich zu den erfahrenen Spielern zähle und genau das will ich auch an die jüngeren im Team weitergeben.“ Die Oberliga hat er in den vergangenen Jahren immer verfolgt und auch einige Spieler aus seiner neuen Mannschaft sind ihm bekannt: „Das Eishockeygeschäft ist ja recht klein, da kennt man sich.“
Bei den Löwen wird er mit der Nummer 89 auflaufen.