Jetzt greift auch Michi Mayer an

von Redaktion

Volleyball TSV Mühldorf will auch in Marktredwitz seine weiße Weste anbehalten

Mühldorf – Michi Mayer auf der Bank, Bastian Hörster ebenfalls. Nicht, dass die beiden verletzt wären. Es war nur bislang nicht nötig, dass Spielertrainer und der Spielmacher des vergangenen Jahres in das Spiel der Volleyballer vom TSV Mühldorf eingreifen mussten. Denn die Siegesserie ist weiter ungebrochen, als einziges Team der Regionalliga Südost trägt der TSV die weiße Weste. Ungeschlagen führen sie die Tabelle an, nachdem in der vergangenen Woche auch der TSV Zirndorf kein passendes Rezept gegen die Dominanz der Mühldorfer dabei hatte. Mit 3:1 schlugen die Mühldorf den wohl stärksten Kontrahenten um den Aufstieg in die dritte Liga.

Zugegeben: Die Gäste aus Franken waren ersatzgeschwächt nach Mühldorf gekommen, hatten den wohl besten Mittelblocker der Liga, Janis Späth, nicht dabei. Doch Mühldorf spielte so souverän auf, dass wohl auch der spektakulärste Neuzugang der Zirndorfer nichts gegen die Effektivität einer vor Selbstvertrauen strotzenden Mühldorfer Mannschaft nichts ausgerichtet hätte.

Fünf Spiele, fünf Siege stehen in der noch jungen Saison zu Buche. Erst zwei Sätze haben die Mühldorfer um Spielertrainer Michi Mayer abgegeben und begeistern Woche für Woche mehr Zuschauer bei den Heimspielen.

Am heutigen Samstag geht es aber erst einmal nach Franken. VGF Marktredwitz heißt der Gegner, eine seit Jahren auf hohem Niveau spielende und in der Regionalliga etablierte Mannschaft. Mayers Ziel: „Ganz klar: Wir wollen gewinnen! Wir sind schließlich Spitzenreiter, haben inzwischen vier Punkte Vorsprung auf den Zweiten und wollen aufsteigen!“ Besonders freut sich Michi Mayer auf die Begegnung mit dem drei Jahre älteren Jan Liebscher, seit Jahren eine feste Größe in Marktredwitz und ehemals Vorbild des Mühldorfer Spielertrainers, wie er zugibt. „Der galt mal als bester Spieler Deutschlands in seinem Jahrgang!“ Mayer verhehlt nicht: er liebt die Halle der Markredwitzer, eine ehemalige Fabrikhalle, eng, die Zuschauer sind ganz nah dran am Spielgeschehen. Deswegen wird er auch selbst sein Trikot überstreifen und als Diagonalangreifer mitmischen.

Gegen die „sehr erfahrene Mannschaft“ aus Franken ist Spielertrainer Mayer besonders bei der Besetzung des Mittelblockers gefordert. Denn Stammspieler Nico Philipeit kommt an diesem Tag aus der Nachtschicht. Neben Florian Gschwendtner hat Mayer Charles Kahn als Alternative, der auch das volle Vertrauen von Mayer hat. „Er ist gut drauf, hat sehr gut trainiert!“ Hauke Ferch wird als Libero für die Basis im Spiel der Mühldorfer sorgen. Nicht dabei werden allerdings die beiden Youngsters sein, Jonas Zusann und Kilian Nennhuber. Die sollen hauptsächlich bei den Heimspielen zu Spielzeiten kommen.

Marktredwitz hat bislang eine durchwachsene Saison gespielt, Siegen gegen den TV Mömlingen (3:0), dem SC Freising (3:1) und dem ASV Dachau (3:1) stehen Niederlagen gegen den BSV Bayreuth (1:3) und dem SV Schwaig II (1:3) gegenüber. Und bei den Fünftplatzierten aus Franken weiß man sehr wohl darüber Bescheid, wo die Stärken der Mühldorfer liegen: „Vor allem das extrem gute Aufschlagspiel und die starke Abwehr machen das junge Team des ehemaligen Nationalspielers Michael Mayer so stark“, teilen sie mit. Und: „Vielleicht können wir endlich die guten Leistungen aus der Vorbereitung abrufen und dem TSV ein Bein stellen.“

Mayers Zuversicht bremst diese Aussage nicht, er vertraut der Spielstärke seines Teams, das zuletzt gegen Zirndorf nur einmal Schwäche zeigte: „Fünf Minuten, in denen Zirndorf das Spiel drehte. Das nehme ich aber auf meine Kappe, weil ich als Trainer zu spät reagiert habe“, zeigt sich Mayer selbstkritisch. Der Sieg machte diesen Fehler wieder wett. Und Mayer hat daraus gelernt.je

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