Töging II erwartet Emmering

von Redaktion

Fussball-Kreisliga Grünthal geht auf Reisen – Oberbergkirchen hat ein schweres Heimspiel

Landkreis – Die Tabellenkonstellation für Töging und für Oberbergkirchen ist ziemlich eng, aber noch nicht hoffnungslos. Ein Quintett bestehend mit dem TuS Raubling (18 Punkte), SV Oberbergkirchen, DJK SV Edling und FC Töging II (je 16 Punkte) und dem Tabellenletzten SB DJK Rosenheim II (13 Zähler), spielen in den restlichen fünf Spieltagen, die beiden Relegationsplätze und den Absteiger aus. Hierbei könnte bereits jeder Punkt über Ligaverbleib oder Abstieg entscheidend sein.

Nur am Wochenende warten für die Landkreismannschaften wiederum Vereine aus der Rosenheimer Gegend und gegen diese gab es zuletzt keinen „Blumentopf“ zu gewinnen.

FC Töging II – TSV Emmering, Freitag, 19.30 Uhr. Sehr gut gespielt hatte die Töginger Reserve am Wochenende in Großholzhausen, nur sie mussten mit einer knappen 1:0 Niederlage die Heimreise antreten. An der Seitenlinie verzweifelt mittlerweile Tögings Coach Udo Sigrüner, denn seine Mannschaft erspielt sich eine Reihe von hochkarätigen Chancen, nur vorne fehlt der Vollstrecker der diese verwerten würde. Durch diese Niederlage rutschten die Töginger auf einen der beiden Abstiegsrelegationsplätze und jetzt gilt es die Nerven behalten und versuchen zu Hause zumindest einen Punkt zu holen. Sigrüner kann auf Verstärkung von der ersten Mannschaft hoffen, denn Armin Mesic, Michael Tot und Christopher Scott haben sich bereit erklärt bei der Reserve auszuhelfen.

Dafür muss man auf Thomas Wimmer verzichten der an diesem Abend beruflich verhindert ist. Ins Wasserschloss kommt der Tabellendritte, der nach dem Sieg gegen Tüßling, in Richtung Aufstiegsrelegationsplatz, wieder Lunte gerochen hatte. Sigrüner erhofft sich, dass man mit zwei Viererketten arbeitet und vorne die beiden Stürmer bei den Kontern erfolgreich sind. Sigrüner wäre mit einem Unentschieden vorerst einmal zufrieden, denn die Gäste stehen derzeit auf Tabellenplatz drei, würde aber gerne zu Hause den Sieg einfahren.

ASV Großholzhausen – FC Grünthal, Sonntag, 15 Uhr. Beide Mannschaften gingen am letzten Spieltag, jeweils mit einem 1:0 als Sieger vom Platz. Dabei taten sich die Hausherren gegen den Tabellenvorletzten aus Töging ziemlich schwer und konnten mit einem glücklichen Treffer von Quirin Seebacher in der Anfangsviertelstunde, die drei Punkte einfahren. Anders war es für die Grünthaler in Ostermünchen, denn die Hausherren dominierten 90 Minuten lang das Spiel. Im Minutentakt hatten sie Torchancen und konnten keine verwerten. Grünthal kam in den gesamten 90 Minuten nur einmal gefährlich in Richtung Ostermünchener Strafraum und dies reichte aus, den Siegtreffer zu erzielen. Vor allem personell entspannte sich die Lage im Grünthaler Lager wieder etwas mehr und dürfte auch ein Grund sein, für deren steigende Tendenz. Der ASV Großholzhausen gehört momentan zu den erfolgreichsten Teams der Liga und belegt in der Rückrundentabelle den vierten Tabellenplatz. Nach den guten Platzierungen in den letzten Spieljahren, ist dies sicherlich eine eher enttäuschende Saison für die Inntaler. Grünthals Coach Hannes Huber hingegen dürfte mit der aktuellen Punkteausbeute mehr als zufrieden sein, denn zu Saisonbeginn hätte dies keiner dem Team zu getraut.

Bei den noch fünf ausstehenden Spieltagen möchten die Grünthaler auf jeden Fall noch das Maximum herausholen, um somit die beste Platzierung seit sechs Jahren in der Kreisliga sicherzustellen. Grünthal befindet sich im Niemandsland der Tabelle, könne weder absteigen noch sich in den Aufstiegskampf einmischen. Die Gäste aus Großholzhausen weisen sechs Punkte weniger auf als die Hausherren, und stehen ebenfalls im Niemandsland der Tabelle. Die heißt, beide Mannschaften können ohne taktische Zwänge das Spiel angehen und befreit aufspielen. Somit könnten sich die Fans auf beiden Seiten auf tolle 90 Minuten mit viel Spektakel freuen.

SV Oberbergkirchen – SV Ostermünchen, Sonntag, 15 Uhr. Nach der ziemlich happigen 8:0-Niederlage beim Tabellenführer SV Bruckmühl, haben die beiden Oberbergkirchener Trainer einige Arbeit vor sich, um die Köpfe der Spieler wieder frei zu bekommen. In der ersten Halbzeit war Oberbergkirchen in Bruckmühl die bessere Mannschaft, erspielte sich einige Chancen, die wieder einmal, wie schon so oft in dieser Saison, nicht verwertet wurden.

Doch was in der zweiten Hälfte auf die Oberbergkirchener hereingebrochen ist, ist fast schon mit einem Erdbeben zu vergleichen. Sieben Gegentreffer in 26 Minuten und dabei hätte das Spiel auch zweistellig ausgehen können. Zwar steckte bei dem einzelnen Spieler noch der Verkehrsunfall in den Köpfen, doch dies alleine kann nicht der Grund sein. Zudem wird jetzt der Druck auf die Mannschaft immer größer, denn es sind nur noch fünf Spieltage und die letzten fünf Mannschaften sind nur fünf Punkte voneinander getrennt. Oberbergkirchens Trainer Martin Dillkofer führt sehr viele Gespräche mit den Spielern und der gesamten Mannschaft. Nur auf dem Platz sieht es aus als sei alles wieder verflogen und vergessen.

Am Sonntag sollen drei Punkte auf der Habenseite nach den 90 Minuten auf Oberbergkirchener Seite stehen, und deshalb hofft Dillkofer, dass seine Mannschaft nicht mit hängenden Köpfen auf den Platz laufen, sondern sich kämpferisch gibt. Nur mit Ostermünchen kommt eine Mannschaft, die im gesicherten Mittelfeld steht und die ohne taktischen Druck aufspielen kann.tf

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