TSV Buchbach mit Sorgen

von Redaktion

Mehrere Verletzte vor dem Auftakt heute bei Augsburg II

Buchbach – Vorhang auf für Spielzeit Nummer acht in der Regionalliga Bayern: Der TSV Buchbach startet am heutigen Freitag um 19 Uhr mit dem neuen Trainer Markus Raupach gegen den FC Augsburg II und hofft, wie in den Jahren zuvor, einzig und allein auf den Klassenerhalt.

Nach viereinhalb Wochen Vorbereitung, die wegen einiger Blessuren nicht ganz rund gelaufen sind, hoffen Raupach und Andi Bichlmaier, dass die Neuerungen im Spielsystem angekommen sind, sodass die Rot-Weißen möglichst mit einem Sieg starten können. Die sieben Neuzugänge werden das Spiel allerdings noch nicht nachhaltig prägen, denn mit Jonas Wieselsberger, der noch gar nicht trainieren konnte, Selcuk Cinar, der nach seiner Schulterluxation erst wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist und Andi Manhart fehlt schon mal ein Trio. „Das Kreuzband bei Andi ist in Mitleidenschaft gezogen, aber Gott sei Dank nicht gerissen, wie anfangs befürchtet“, so Raupach, der auch noch um Maxi Hain, Stefan Denk und Thomas Leberfinger bangt. Kapitän Hain musste wegen muskulärer Probleme zuletzt das Training abbrechen, Leberfinger ist nach einer Sprunggelenksblessur erst in dieser Woche wieder eingestiegen, die Schulterbeschwerden bei Denk sind hingegen weitgehend abgeklungen.

„Vor allem in der Breite fehlt es uns aktuell noch an der Kaderstärke, die wir gerne hätten“, sagt Raupach, der ohne das Angriffstrio Sammy Ammari, Maxi Bauer und Patrick Drofa aufs Kollektiv setzen muss: „Es gibt nach der Vorbereitung keine Gewinner und keine Verlierer. Wir brauchen jeden einzelnen Spieler. Gewinner sind wir alle, wenn uns am Freitag ein Sieg gegen Augsburg gelingt.“ Trotz der Probleme ist der neue Trainer positiv gestimmt und erwartungsfroh: „Es kribbelt schon länger und allmählich steigt der Puls. Die Augsburger haben eine Mannschaft mit vielen Spielern, die gehobenes Regionalliga-Niveau haben, aber ich denke, dass wir Lösungen haben, den Gegner zu bespielen. Es wird auf jeden Fall eine Herausforderung.“

Für Raupach ist die Partie gegen Augsburg nicht nur das heiß erwartete Punktspieldebüt auf der Buchbacher Trainerbank, sondern zusätzlich das Wiedersehen mit einem alten Freund aus gemeinsamen Dingolfinger Trainertagen: Josef Steinberger hat den Augsburger Talentschuppen im Winter übernommen und zum Klassenerhalt geführt. Raupach: „Wir haben uns nie aus den Augen verloren und telefonieren regelmäßig. Insofern ist das natürlich im doppelten Sinn ein ganz besonderes Spiel für mich.“

Mag für viele Fans die Zugehörigkeit der Rot-Weißen zur Regionalliga Normalität geworden sein, so sehen es die Verantwortlichen ganz anders. „Die Regionalliga ist für uns immer noch der Wahnsinn und eine brutale Herausforderung“, so Abteilungsleiter Günther Grübl, der ja zusammen mit Anton Bobenstetter über viele Jahre das Erfolgstandem gebildet hat. Dessen Verdienste würdigte jetzt auch BFV-Präsident Dr. Rainer Koch: „Wenn über den TSV Buchbach gesprochen wird, dann wird stets auch der Name Anton Bobenstetter fallen. Zuletzt neun Jahre als Trainer an der Seitenlinie des Klubs und dazu noch höchst erfolgreich – das ist auch im Amateurfußball eine absolute Ausnahme. Bobenstetter ist einer der Väter der fast unglaublichen Buchbacher Erfolgsgeschichte. Er hat mit seiner Mannschaft die Rolle des Underdogs perfektioniert und sein Team jede Saison Stück für Stück weiterentwickelt. Und der ist zuvorderst längst nicht nur Trainer oder Funktionär, sondern vor allem ein Mensch mit unfassbar großer Leidenschaft für den Amateurfußball.“mb

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