Töging – Für den Fußball-Landesligisten FC Töging ist das Auftaktprogramm zur neuen Spielzeit eine echte Herausforderung. Denn am Freitag (19 Uhr) steht mit dem Spiel beim SV Erlbach gleich das nächste Lokalderby auf dem Plan – und das gegen einen Gegner, der nahezu optimal in die Saison gestartet ist.
Zwei Siege gegen Landshut (3:1) und Unterföhring (2:1) sowie zuletzt ein Unentschieden gegen Dachau (1:1) bedeuten für den SV Erlbach sieben Punkte und Platz vier. Ein Start nach Maß für das Team, in dessen Reihen mit Thomas Deißenböck, Christoph Riedl, Timm Schwedes und – seit der Sommerpause – mit Endurance Ighagbon vier Ex-Töginger stehen. Ighagbon ist mit bislang drei Treffern derzeit sogar drittbester Stürmer der Liga.
Anders sieht es dagegen bei Töging aus. Nach zwei Unentschieden folgte am vergangenen Wochenende aufgrund einer Fehlentscheidung des Unparteiischen die erste Niederlage der Saison. Zwei Punkte bedeuten derzeit Platz 15 und Teilnahme an der Abstiegsrelegation. Davon lässt sich FC-Trainer Mario Reichenberger aber nicht schrecken: „Letztes Jahr ist es zu Beginn ja auch nicht so gelaufen.“ Da steckte der FC auch lange im Tabellenkeller fest, ehe er sich mit einer Siegesserie unter die Top Ten spielte – und am Saisonende vor dem SV Erlbach lag. Daher bleibt der FC-Coach gelassen: „Wir werden ruhig weiterarbeiten. Das wird schon wieder.“
Die Ruhe des ehrgeizigen Trainers ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass sich die Personalsituation wieder entspannt: Kapitän Hannes Ganghofer und Neuzugang Jerome Fayé, die zuletzt verhindert waren, sind wieder einsatzbereit und werden in der Startelf stehen.
Andreas Bobenstetter trainiert wieder, Vitaly Blinov und Martin Steffcak sind aus dem Urlaub zurück und sammeln bereits in der zweiten Mannschaft erste Spielpraxis. Ob es für die drei reicht, wird sich zeigen. „Wir haben aber auf alle Fälle wieder Alternativen“, freut sich Reichenberger.
Erstes „Opfer“ wird Michael Koppermüller sein, der auf alle Fälle aus der Startelf rutscht. Wer daneben auf die Bank muss, hat sich erst nach dem Abschlusstraining (nach Redaktionsschluss) entschieden.
Auch die Niederlage gegen Spitzenreiter Karlsfeld ist abgehakt. Und die Leistung habe ja gestimmt. Ohne die Fehlentscheidung des Schiedsrichters „wäre das Spiel null zu null ausgegangen“, meint Reichenberger.
Und so geht der FC-Coach zuversichtlich in das Lokalderby. „Erlbach ist diesmal zwar Favorit, aber ich hoffe, dass wir einen Punkt mitnehmen können. Es war die letzten Jahre immer ein Spiel auf Augenhöhe“, so Reichenberger. „Das ist ein Derby. Da ist immer was drin.“ esc