Waldkraiburg – Mit gemischten Gefühlen musste der EHC Waldkraiburg am Sonntagvormittag die viereinhalb Stunden lange Busreise nach Schweinfurt antreten. Nach dem Freitagsspiel gegen Pfaffenhofen, das nach einem Penaltykrimi verloren ging, hätte es gegen nicht minder motivierte Schweinfurter den nächsten Punktverlust geben können. Doch die Reise hat sich gelohnt. Gegen den Bayernliga-Rivalen kamen die Löwen zu einem klaren 6:2.
Zu Beginn des Spiels und über die ersten Minuten hinweg, konnte man sich in den Befürchtungen vor der Begegnung bestätigt sehen. Das Spiel fand ausschließlich vor einem Tor statt: vor dem von Christoph Lode, der das zweite Mal von Beginn an ran durfte. In diesen ersten fünf Minuten gab es Schüsse und Chancen einiger Akteure der „Mighty Dogs“.
Da wäre in der ersten Minute Jeff Murray oder nur wenig später Tilman Pfister, der es von der blauen Linie versucht. Auch Semjon Bär, den sich Schweinfurt vor Kurzem noch vom insolventen Club Bad Kissingen holte, durfte sein Glück versuchen. All diese Versuche scheiterten aber entweder an der starken Löwen-Abwehr oder am abermals sicher stehenden Christoph Lode im Tor der Löwen.
Ab der fünften Minute nahmen dann die Löwen auch mit ihrem Sturm am Spielgeschehen teil. Den Anfang machte hier Leon Decker, der es zweimal aus aussichtsreicher Position versuchen durfte, hier zeigte die Uhr 5:06 an.
Nur 38 Sekunden später folgte das erste Tor des Abends. Erzielt wurde es von Josef Straka auf Zuspiel von Christof Hradek und Daniel Schmidt. Der Ex-Schweinfurter Straka, der vor dem Spiel und auch im Anschluss, noch alte Weggefährten herzlich begrüßte und ein Schwätzchen hier und ein Pläuschchen dort hielt, war es auch, der den Löwen sechs Minuten später das zweite Tor verschaffte. Auf erneutes Zuspiel von Christof Hradek und Fabian Kanzelsberger traf dieser erneut mitten ins Schweinfurter Fan-Herz.
Das Toreschießen war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch lange nicht beendet. Nur rund drei Minuten nach dem 0:2 im Schweinfurter „Icedome“ konnte der Kapitän selbst, Michael Trox, nach Vorarbeit des „Man of the Match“ auf der Seite der Löwen, Lukas Wagner, das 0:3 erzielen. Auch wenn es so aussehen mag, als wären die Schweinfurter Spieler zu diesem Zeitpunkt bereits vom Eis gewesen, dem war nicht so. Die Gastgeber hatten Chancen, nutzten sie aber nicht. So war der Weg frei für weitere Tore des EHC Waldkraiburg. Tomas Rousek, einer der Torgaranten des EHC Waldkraiburg, besorgte diese mit einem Doppelschlag. Zuerst in der 17. Minute, als er auf Zuspiel von Philipp Seifert und Fabian Kanzelsberger zum 0:4 traf. Nur zwei Minuten später ein weiteres Mal, als er den Schlusspunkt des ersten Abschnitts zum 0:5 setzte. Passgeber waren dabei Josef Straka und erneut Christof Hradek.
Der zweite Durchgang begann wie der erste endete, mit einem dominanten Auftreten der Waldkraiburger Löwen. Den ersten Punkt in diesem Durchgang setzte jedoch Schweinfurt. Josef Straka war wegen Beinstellens vom Eis gestellt worden und die Mighty Dogs spielten ihr erstes von insgesamt vier Powerplays an diesem Abend.
Etwa eine Minute lang hielt die Waldkraiburger Verteidigung dem Ansturm stand, dann war es Lucas Kleider, der zum 1:5 verwandelte. Die Löwen, gänzlich unbeeindruckt von diesem Treffer, setzten fast postwendend dazu an, den alten Abstand wieder herzustellen. Auf Zuspiel von Tomas Rousek traf Josef Straka zum 1:6.
Im dritten Drittel sollte nicht mehr viel Zählbares passieren. Die Löwen agieren weiterhin stark, obgleich aber nicht mit der letzten Konsequenz im Drittel der Mighty Dogs. Ganz nach der Weisheit „Wenn Du die Scheibe hast, kann der Gegner kein Tor erzielen“, spielte man diesen Abschnitt. Herauszuheben ist erneut der starke Christoph Lode der, entgegen mancher Befürchtung, zusammen mit der jüngsten Verteidigung der Liga einen starken und sicheren Rückhalt für die Löwen bietet.
So verpuffen die wenigen erwähnenswerten Möglichkeiten der Mighty Dogs. Lediglich Schweinfurts Jeffrey Murray, der es mit starken Läufen auf dem Eis immer wieder versuchte, durch die Waldkraiburger Reihen zu brechen, vermochte es noch am Ergebnis zu drehen und eine Ergebniskorrektur anzubringen. Zweieinhalb Minuten vor Ablauf der Spielzeit setzte er den Schlusspunkt, in einer streckenweise sehr einseitigen Partie, die am Ende ungefährdet mit einem 2:6 für den EHC Waldkraiburg endete. aha