Immer wieder der Sprung, die Hände im Jubel nach oben gerissen, dann wieder die Faust, verbunden mit einem motivierten „Jawoll!“: Mühldorfs Volleyballtrainer Michi Mayer war voll bei der Sache, als es am Samstagabend zum ersten Spiel in diesem Jahr, dem Rückspiel gegen den TV Bliesen in der 2. Bundesliga Süd, ging. Er hat mitgefiebert und auch lauthals mitgejubelt, als die Mühldorfer nach nicht einmal eineinhalb Stunden die drei Punkte im Sack hatten. Souverän hatte die Mannschaft um Kapitän Tom Brandstetter serviert, angegriffen und verteidigt. Der TV Bliesen wehrte sich tapfer, war beim 14:25, 23:25 und 18:25 aber chancenlos.
Mayer hatte also nicht zu viel versprochen, als er noch Ende der vergangenen Woche siegessicher prognostiziert hatte, dass Mühldorf als Sieger vom Feld gehen würde. Zu gut hatten seine Jungs trainiert, zu konzentriert waren sie dann auch am Samstag im Sportzentrum St. Wendel zu Werke gegangen. 5:3, 8:5, 13:6 – die Maschinerie der Mühldorfer hatte von Beginn an Fahrt aufgenommen, keine Spur von Ermüdungserscheinungen nach der langen Fahrt ins Saarland. Zu keinem Zeitpunkt fanden die Gastgeber aus Bliesen ins Spiel. Das ist auch kein Wunder. Denn zum Start ins neue Jahr hatte Zuspieler Philipp Sigmund das Team verlassen, und sein Ersatz, Rückkehrer Lukas Scholtes, hatte die liebe Mühe, seine Angreifer effektiv in Position zu bringen. Mühldorf nutzte dies gnadenlos aus mit einem schnellen 25:14.
„Beim Einschlagen war mir noch angst und bange, weil Bliesen saustark angegriffen hatte. Aber im Spiel waren es dann die Mühldorfer, die mit Kontinuität überzeugten, und zwar in allen Bereichen. Und wenn die Bliesener mal über unseren Block geschlagen haben, dann stand die Abwehr goldrichtig“, sparte Trainer Mayer nicht mit Lob. Eine stabile Abwehr – neben Kilian Nennhuber war dafür Hauke Ferch verantwortlich, der für Zied Chalghmi in die Stamm-Sechs gerückt war und eine souveräne Partie spielte von Beginn bis zum Schluss. „Er hat Zied tadellos und 1:1 ersetzt“, war auch Trainer Mayer aus dem Häuschen.
Völlig zurecht wurde Zuspieler Alex Brandstetter MVP. „Eine großartige Leistung von allen Spielern“, fasste Trainer Michi Mayer diesen ersten Auftritt der Mühldorfer, die in der Tabelle auf Rang sieben kletterten, in diesem Jahr zufrieden zusammen.enk