Das doppelte Miesbach

von Redaktion

Waldkraiburgs Eishockeyspieler zweimal gegen das Spitzenteam von Michael Baindl

Waldkraiburg – Die Hälfte der Bayernliga-Vorrundenspieltage ist nahezu absolviert und so ergibt es sich, dass am kommenden Wochenende jedes Team gleich doppelt gegen denselben Gegner ran darf oder muss. Im Falle vom EHC Waldkraiburg bedeutet dies, dass der Gegner am Freitag und Sonntag gleich zweimal der TSV Miesbach ist. Am Freitag wird das Spiel um 20 Uhr in der heimischen Raiffeisen-Arena eröffnet, am Sonntag um 18 Uhr gastieren die Löwen auf dem Miesbacher Eis.

Vor den beiden Spielen hat Waldkraiburg noch eine schlechte Nachricht zu vermelden: Der bereits im letzten Spiel gegen Peißenberg abwesende Mathias Jeske wird nicht mehr für den EHC Waldkraiburg auflaufen. Der Verein hat zusammen mit dem 1,96 Meter großen Verteidiger alles versucht, aber Jeske muss aus beruflichen Gründen und schweren Herzens die Schlittschuhe an den Nagel hängen.

Jeske bedauert diesen Schritt sehr, doch mit Blick auf die persönliche Zukunft musste er sich entscheiden und auch über seine Eishockey-Zeit hinaus denken und so war es der logische Schritt.

Dem kommenden Gegner aus Miesbach wird dies vielleicht ganz recht sein, könnte die Waldkraiburger Abwehr somit doch etwas anfälliger für Gegentore sein. Die Löwen wiederum konnten am vergangenen Sonntag gegen den zu diesem Zeitpunkt noch Tabellenzweiten Peißenberg zeigen, dass sie auch ohne Mathias Jeske fähig sind, gegen einen starken Gegner zu verteidigen. Das will man nun auch gegen den TEV Miesbach versuchen.

So hoch die Oberländer vor der Saison eingeschätzt wurden, so „normal“ verlief die Saison für sie. Mit acht Siegen (einmal in Overtime) und drei Niederlagen (einmal in Overtime) ist man zwar derzeit Tabellenzweiter, doch mit einem Spiel mehr nur vier Punkte vor dem EHC Waldkraiburg. An das „Maß aller Dinge“, den EHC Klostersee, kommen derzeit weder die Löwen, noch der TEV Miesbach ran.

Brandgefährlich sind die Angreifer des TEV. So hat jeder einzelne der vereinsinternen Top5-Angreifer bereits mehr als zehn Scorerpunkte und zusammen bereits 37 Tore. Ganz besonders tut sich hier Patrick Asselin hervor, der alleine schon 12 Tore und 14 Assists vorweisen kann.

Anfällig scheint Miesbach im Tor zu sein. Anian Geratsdorfer steht zwar auf Platz 7 in der Torhüterliste der Bayernliga, doch mit einem Gegentorschnitt von 2,98 Toren pro Spiel scheint er nicht unbezwingbar.

In diesen Topspielen am Wochenende treffen die drittbeste Offensive aus Miesbach und die stärkste Defensive aus Waldkraiburg aufeinander.

Beide Spiele finden unter Einhaltung der 2G-Regeln statt. Das Heimspiel der Waldkraiburger Löwen wird wie gewohnt auf SportDeutschland.tv übertragen, während das Auswärtsspiel in Miesbach auf Sprade.tv ausgestrahlt wird.

Artikel 6 von 8