Fünf Tore in vier Minuten und 15 Sekunden

von Redaktion

8:2 – EHC Waldkraiburg dominiert im Derby der Eishockey-Bayernliga gegen Dorfen

Waldkraiburg – Klarer Derby-Erfolg für den EHC Waldkraiburg in der Eishockey-Bayernliga. Im Heimspiel gegen den ESC Dorfen gab es einen 8:2-Heimsieg für die Industriestädter.

Sowohl auf als auch abseits des Spielgeschehens war dies ein durch und durch gelungener Abend für die Waldkraiburger Löwen in einem Spiel, das gegensätzlicher nicht hätte sein können. Noch bevor es los ging, gab es bereits die erste gute Neuigkeit: Ein Spendenscheck über 15000 Euro wechselte von Sponsor Bet3000 in den Besitz des EHC Waldkraiburg.

Für lange Zeit war dies die beste Nachricht an diesem Abend. Beide Teams bekleckerten sich nicht gerade mit Ruhm und so endete der Spielabschnitt mit einem Stand von 0:0. Zwar ergaben sich einige aussichtsreiche Möglichkeiten, gerade auf Waldkraiburger Seite, doch scheiterte Philipp Lode einmal am Torhüter und einmal am Verteidiger. Ebenso erging es Michal Popelka, der allein vor Gäste-Keeper Luca Endres nur die Schnelligkeit seiner Stockhand zu sehen bekam.

Auch der zweite Durchgang war lange geprägt von dieser Art des Spiels, auch wenn man den Löwen anmerken konnte, dass es seitens der Trainer die passenden Worte zu hören gab. Auch hier ließ man zunächst jedoch dicke Chancen auf dem Eis liegen. Den Anfang machte Philipp Seifert, der mit seinem Kracher den Pfosten traf. Auch Patrick Zimmermann hatte die Führung auf dem Schläger, doch scheiterte er mit seinem Alleingang am Keeper. Und dann traf Dorfen mit einem verdeckten Schuss durch Simon Franz plötzlich zur Führung. Beflügelt von diesem Tor legten die Gäste auch direkt nach: Rund eineinhalb Minuten später fiel bereits das 2:0, diesmal durch Erik Walter. Direkt nach Wiederanpfiff war es einem der Löwen genug: Im Alleingang schnappte sich Leon Decker die Scheibe und hämmerte sie zum Anschluss ins Tor.

Nach etwas mehr als drei Minuten des dritten Abschnitts begann das Unheil für die Gäste mit einer verheerenden Strafe. Nach einem harten Check mit Verletzungsfolge gegen Johannes Hipetinger erhielt Maximilian Huber eine fünfminütige Strafe – und diese sollte es in sich haben. Innerhalb von vier Minuten und 15 Sekunden drehten die Löwen einen 1:2-Rückstand mithilfe von fünf Treffern in eine 6:2-Führung. Den Anfang machte dabei Sebastian Stanik, der einen von Christian Neuert initiierten Abpraller ins Tor schob. Stadionsprecher Lode war gerade mit der Ansage des Torschützen fertig, schon zappelte die Scheibe erneut im Tor. Diesmal durfte sich Michal Popelka in die Torschützenliste eintragen. Erneut war der Torschütze kaum angekündigt, da versammelten sich die Löwen schon wieder zum Feiern. Philipp Seifert versenkte einen Schlagschuss von der blauen Linie. Noch in derselben Minute ein weiterer Treffer für den EHC Waldkraiburg: Nun durfte auch die zweite Angriffsreihe ihr Glück versuchen und nutzte dies mit einem Tor. Nach Vorlage von Decker erzielte Philipp Lode das 5:2. Ein weiteres Tor sollte in dieser Strafe noch fallen: Erneut war es Seifert, der einen Strahl von der blauen Linie auspackte und das sechste Tor für die Innstädter markierte.

Im Anschluss an diese Strafe schien sich der Gegner aus dem Nachbarkreis aufgegeben zu haben. So war es rund eine Minute nach dem 6:2 erneut an der Zeit für ein Tor. Leon Decker traf nach einem Zusammenspiel mit Sturmpartner Philipp Lode. Damit war es aber noch nicht getan: Angespornt von diesem Comeback nach Maß, trafen die Löwen durch Kontingentstürmer Michal Popelka, der einen langen Pass von Thomas Rott einschoss, zum Endstand von 8:2.

Spielstatistik: EHC Waldkraiburg – ESC Dorfen 8:2 (0:0, 1:2, 7:0). EHC Waldkraiburg Tor: Christoph Lode, (Yeingst) – Felix Lode, Alexander Kanzelsberger, Schmidt, Rott, Beck, Seifert – Neuert, Brenninger, Ludwig, Decker, Hipetinger, Popelka, Philipp Lode, Stanik, Zimmermann.

Tore: 0:1 (35.) Franz/Kirsch, 0:2 (36.) Walter/Dietrich, Göttlicher, 1:2 (36.) Decker; 2:2 (44.) Stanik/Seifert, Neuert – PP1, 3:2 (44.) Popelka/Stanik, Neuert – PP1, 4:2 (45.) Seifert/Neuert, Stanik – PP1, 5:2 (45.) Philipp Lode/Decker – PP1, 6:2 (48.) Seifert/Neuert, Alexander Kanzelsberger – PP1, 7:2 (49.) Decker/Philipp Lode, Brenninger, 8:2 (51.) Popelka/Rott, Stanik.

Zuschauer: 421 – Strafzeiten: Waldkraiburg 2, Dor- fen 7.

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