Detmold – Über 20 Fußballgolferinnen und mehr als 130 Fußballgolfer tummelten sich beim nationalen Highlight des Jahres, der deutschen Meisterschaft im nordrhein-westfälischen Detmold – da durften Willaberger Kicker natürlich nicht fehlen, die dann auch Medaillen mit nach Hause brachten.
Über einen äußerst erfolgreichen Auftakt durften sie sich dabei im Teamevent – für den Bayerischen Fußballgolfverein startend – freuen: Hier werden in den Kategorien Einzel Zählspiel, Einzel Matchplay, Doppel Zählspiel, Doppel Matchplay und Damen Einzel Matchplay in direkten Duellen gegen andere Vereine zunächst in der Gruppenphase Punkte gesammelt, ehe man in K.-o.-Spielen weiterspielt. Wie schon im Vorjahr in Rehling bei Augsburg, zeigte der BFGV diesmal auch auswärts seine Qualität und holte sich nach Siegen über Inden (3:1), Detmold III (3:1), Rhein-Neckar II (4:0) sowie Dortmund (3:1) im Halbfinale und erneut Inden (4:1) im Finale den Meistertitel.
Am zweiten Tag standen die Doppel auf dem Programm. Schon hier zeichnete sich ab, dass der 27-Loch-Kurs mental wesentlich herausfordernder war als ein sonst üblicher 18-Loch-Kurs. Dennoch zeigten Hans Niedermeier und Reinhard Pick Durchhaltevermögen (-12/-15) bis hin ins Stechen um Platz drei gegen die bayerischen Konkurrenten Johannes Huber und Christoph von Bötticher (-14/-13). Geschlagen geben mussten sie sich nur von den vier Detmoldern Oliver Bier mit Markus Havelt (-17/-13) und Christian Bödeker an der Seite von Mike Krüger (-14/-14). Bei den Damen fanden sich Andrea Weidenegger und Isa Weigand (+15/+9) auf Platz fünf wieder. Bis zur Spitze, die von den Dirmsteinerinnen Corinna Dörrsam und Maja Kober (+6/-6) besetzt wurde, trat da schon eine deutliche Kluft auf.
Auch die vier Runden im Einzel wurden mit Ausnahme der Schlussrunde auf 27 Loch ausgetragen. Hier zeigte Andrea Weidenegger starke Leistungen (-7/-6/-2/+3) und freute sich über Bronze. Die Karlsruherin Laura Rolli zeigte sich in blendender Verfassung (-7/-10/-17/-6) und gewann ihren fünften deutschen Meistertitel vor Lokalmatadorin Sarah Tiemann (-8/-10/-10/+5).
Bei den Herren kämpfte sich Reinhard Pick vor allem dank eines starken zweiten Tages mit der besten Schlussrunde aller Teilnehmer (-14/-9/-13/-12) auf den dritten Platz. Geschlagen geben musste er sich nur noch den Detmoldern Oliver Bier (-17/-19/-10/-4) und Sascha Mateschka (-15/-18/-4/-11), der in einem spannenden Stechen die Oberhand behielt. Gleichzeitig bedeutete dies für Pick aber den deutschen Meistertitel in der Ü50-Wertung. Hans Niedermeier war nach drei Runden noch auf Top20-Kurs (-2/-14/-7/+3), verlor aber dann auf der Schlussrunde an Boden und belegte am Ende den 47. Rang.re