Ampfing – Der TSV Ampfing hat nach nur einer Runde die Tabellenführung in der Fußball-Landesliga Südost wieder abgeben müssen: Nach fünf Siegen in Folge trennten sich die Schweppermänner am Freitagabend vor 120 Zuschauern mit 0:0 vom SSV Eggenfelden – ein torloses Remis der besseren Sorte zwischen zwei spielerisch starken Mannschaften.
Die Gastgeber mussten ohne den erkrankten Nono Koussou erneut umstellen und kamen nicht ganz so gut wie zuletzt ins Spiel. So gehörten die beiden ersten Möglichkeiten der Partie auch den Gästen, der Schuss von Simon Schie aus spitzem Winkel wurde aber noch zur Ecke abgefälscht (13.) und Goran Suljic hatte sein Visier zu hoch eingestellt (23.). Die beste Möglichkeit der Schweppermänner im ersten Durchgang ließ Mike Opara liegen, der nach klugem Rückpass von Daniel Toma sieben Meter vor dem Tor der Niederbayern ein Luftloch schlug (26.). Das hätte sich beinah gerächt, aber Daniel Ugur zielte Sekunden vor dem Pausenpfiff allein vor Domen Bozjak über das Kreuzeck.
Gehörte die erste Halbzeit eher den Gästen, so legte Ampfing nach dem Seitenwechsel eine Schippe drauf und bestimmte nun das Geschehen. „Da hätten wir das Spiel für uns entscheiden können, aber letztlich ist die Punkteteilung gerecht“, so Elfinger, der nach der Pause Valentino Gavric brachte, der jedoch zwei gute Möglichkeiten ausließ: Beim ersten Mal packte SSV-Keeper Klaus Malec eine ganz starke Parade aus, als der Ampfinger Mittelstürmer aus 14 Metern abzog, beim zweiten Mal konnte Mal einen Chip, der aus spitzem Winkel zu mittig geriet, herunterpflücken. Die beste Möglichkeit Mitte der zweiten Hälfte hatte Atakan Akdemir nach feinem Zuspiel vom Toma, doch der stramme Schuss des Ampfinger Mittelfeldstrategen flog um Zentimeter über den Kasten – „da hätte Malec keine Chance gehaben“, war sich Elfinger sicher.
Die letzte Gelegenheit der Schweppermänner verpasste der eingewechselte Sergiu Vancea, der kurz vor Schluss etwas zu lange zögerte und dann geblockt wurde. Elfinger: „Aufgrund der Menge und der Qualität der Chancen wäre ein Sieg schon möglich gewesen, aber in der Nachspielzeit hätte Eggenfelden auch noch den Lucky Punch setzen können. Da haben wir Glück gehabt und deswegen denke ich, dass beide Seiten mit dem Remis leben können.“ Eggenfeldens Sportlicher Leiter Joe Stinglhammer: „Nach der Pause war Ampfing den Tick stärker. Generell ist das eine richtig gute Mannschaft.“
TSV Ampfing: Bozjak – Pagler, Karatepe, Selimovic, Popa – Steppan, Arnold (78. Halozan) – Veselov (46. Gavric), Akdemir, Toma – Opara (69. Vancea).
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter: Krug (SB Versbach) – Zuschauer: 120.