Waldkraiburg – Aufgrund der Corona-Pause waren die letzten beiden Tischtennis-Spielzeiten mehr oder weniger ausgefallen. Die Saison 2020/2021 war komplett ohne Wertung ausgefallen und in der Saison 2021/2022 wurde nur ein Halbrunde gespielt und in die Wertung des BTTV (Bayerischen Tischtennis Verbands) aufgenommen. Für die neue Saison wurden die Ligen zudem von 6er- auf 4er-Mannschaften umgestellt. Grund hierfür ist, dass die Spielerzahlen in Bayern Jahr für Jahr zurückgehen und durch die Umstrukturierung auch kleineren Vereinen noch die Möglichkeit gegeben werden soll, eine Mannschaft anzumelden.
Aufgrund dieser Umstellung hat sich die Zusammensetzung der einzelnen Ligen teilweise deutlich geändert. Daher ist es nicht möglich einzuschätzen, wo die Waldkraiburger in dieser Saison in der Tabelle einzuordnen sind. Es steht jedoch von vornherein fest, dass es für sie sehr schwer wird, sich in diese Spielklasse erneut zu behaupten. Die Waldkraiburger müssen für längere Zeit auf ihren letztjährigen Spitzenspieler Markus Morawietz verzichten, und es ist unklar, wann er wieder in die Mannschaft zurückkehren kann.
Zum Saisonstart mussten sie innerhalb einer Woche gleich zweimal an die Platte. Zunächst traten sie beim SV Griesstätt an, der in der letzten Saison noch zu den Abstiegskandidaten gehörte, sich aber mit einer neuen Nummer 1 deutlich verstärkt hatte. Die Waldkraiburger, die in der Aufstellung Marcel Seifert, Joachim Horn, Fabian Nagelsdiek und Konrad Anzenberger antraten, verkauften sich so teuer wie möglich und holten ein verdientes 5:5-Unentschieden, das sich für sie wie ein kleiner Sieg anfühlte. Ausschlaggebend für das gute Abschneiden war eine ausgeglichene Mannschaftsleistung, in der jeder Akteur einen Punkt zum Remis beisteuern konnte.
Besonders erfreulich für die Waldkraiburger verlief dann ein paar Tage später der Saisonauftakt mit derselben Mannschaftsaufstellung in eigener Halle. Hier konnte man mit einer starken Leistung überzeugen und die spielstarken Gäste vom TSV St. Wolfgang nach hartem Kampf mit 7:3 besiegen. Nach einem Auftakt nach Maß mit 2:0 in den Doppeln konnte wieder jeder Waldkraiburger Spieler mindestens einen Punkt in den Einzeln zum Gesamterfolg beisteuern. Herausragend auf Waldkraiburger Seite war diesmal Fabian Nagelsdiek mit zwei Punkten im hinteren Paarkreuz.
Insbesondere der schwer erkämpfte 3:2-Erfolg (mit 12:10 im fünften Satz) gegen die spielstarke Nummer 3 der Gäste, Gfüllner, dürfte ihm Selbstvertrauen geben.
Durch den guten Saisonstart konnten die Waldkraiburger etwas Druck von sich nehmen, wissen aber auch, dass es noch ein langer und harter Weg in Richtung Klassenerhalt ist. re