Packt Buchbach auch Favorit Würzburg?

von Redaktion

Samstag um 16.30 Uhr sind die Kickers in der SMR-Arena zu Gast – Brucia wieder fit

Buchbach – Drei Spiele, sieben Punkte, kein Gegentor – das ist die Ausbeute des TSV Buchbach seit Trainer Uwe Wolf bei den Rot-Weißen das Zepter schwingt. Die starke Bilanz ist natürlich am Samstag ab 16.30 Uhr akut in Gefahr, wenn der Tabellenzweite FC Würzburger Kickers seine Visitenkarte in der SMR-Arena abgibt.

„Wir haben schon gesagt, dass das ein Bonusspiel ist. Trotzdem ist unser Mindset ganz klar auf einen Sieg ausgerichtet“, sagt Buchbachs Kapitän Aleksandro Petrovic, der natürlich auch nicht genau einschätzen kann, ob die nach der Winterpause längst nicht mehr so souveränen Würzburger nach dem zusätzlichen Pokal-Aus gegen Illertissen eher in Depression verfallen oder mit voller Aggressivität auflaufen: „Das muss man alles abwarten. Wir müssen uns auf uns konzentrieren. Wenn der Spielverlauf nicht mehr hergibt, werden wir uns auch mit einem Unentschieden zufriedengeben.“ Kein Wort von einer möglichen Niederlage gegen den haushohen Favoriten, der die Buchbacher im Hinspiel mit 7:1 aus dem Stadion geschossen hat: „Das wird schon ein richtiges Brett. Aber bei allem Respekt vor dem Gegner, wir können nach den letzten Spielen mit viel Selbstvertrauen in dieses Spiel gehen. Vielleicht mögen jetzt einige sagen, dass wir die Null dreimal gegen Mannschaften aus dem hinteren Drittel gehalten haben. Egal, trotzdem muss man erst einmal drei Spiele ohne Gegentor schaffen.“

Umso bemerkenswerter, zumal ja die Buchbacher vor dieser Miniserie unter Wolf noch die zweitschlechteste Abwehr der Liga hatten. Klar, mit Daniel Maus, der zwar im ersten Spiel gegen Burghausen gepatzt hat, steht jetzt wieder einer der besten Keeper der Regionalliga Bayern zwischen den Pfosten – das gibt der Defensive, die Wolf auf Fünferkette umgestellt hat, zweifelsfrei mehr Sicherheit.

Ob die Buchbacher unter Andreas Bichlmaier eine ähnliche Bilanz hingelegt hätten, ist Spekulation. „Wir als Mannschaft haben Andi im Stich gelassen, das ist völlig klar. Aber vielleicht hat es einfach einen neuen Impuls gebraucht. Das ist ja der Sinn eines Trainerwechsels. Vermutlich war das die einzige Möglichkeit“, glaubt der spielende Co-Trainer Petrovic, der sich den Wandel nicht ganz schlüssig erklären kann: „Wir haben die gleichen Spieler, wir haben eine ähnliche Spielidee. Wahrscheinlich braucht diese junge Mannschaft einfach eine direktere und etwas deutlichere Ansprache. Der Trainer nimmt da kein Blatt vor den Mund, da kriegen erfahrene Spieler wie Sammy Ammari oder ich genauso ihr Fett ab. So wissen die jungen Spieler sofort ganz genau, was Sache ist.“ Homo homini lupus mal etwas anders – „El Lobo“ ist dem TSV Buchbach wohl aktuell der Wolf, den die rot-weiße Herde gebraucht hat.

Nicht nur die Stabilität in der Defensive ist neu bei den Rot-Weißen. Einige Spieler, die vorher alles nur spielerisch lösen wollten, rackern jetzt plötzlich, kämpfen, wie zuletzt auch beim 2:0 in Aubstadt, bis zur letzten Sekunde.

Petrovic: „Da müssen wir schon auch selbstkritisch sein und uns fragen, warum das vorher nicht immer geklappt hat.“

„El Lobo“ hat den Buchbachern also Beine gemacht, der bisherige Weg stimmt, aber die Beine müssen die Rot-Weißen noch eine gehörige Strecke tragen. „Wir haben noch neun Spiele und brauchen mindestens zwölf Punkte“, weiß Petrovic, dass die Buchbacher in keinem der neun Endspiele auch nur einen Strich weit nachlassen dürfen.

Die Langzeitverletzten Blin Kelmendi, Lukas Winterling und Daniel Ziegler fallen aufseiten der Hausherren weiterhin aus, ein Fragezeichen steht hinter dem kränkelnden „Bobo“ Sinabov. Dafür kehren der zuletzt gesperrte Marcel Spitzer und der gegen Aubstadt erkrankte Routinier Christian Brucia in den Kader zurück.

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