Wahnsinn: Buchbach dreht es gegen Nürnberg

von Redaktion

Nach 4:3-Sieg die 40-Punkte-Marke geknackt und kurz vor dem Klassenerhalt

Buchbach – Im sechsten Spiel unter Trainer Uwe Wolf hätte es den TSV Buchbach in der Fußball-Regionalliga Bayern fast erwischt. Stattdessen drehten die Rot-Weißen am Freitagabend einen 1:3-Rückstand noch und landeten einen 4:3-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg II, mit dem sie die Abstiegszone verlassen haben. Irre Partie mit Happy-End für die Rot-Weißen.

Die Hausherren mussten bei Dauerregen die Partie des 32. Spieltages mit einer doch deutlich veränderten Aufstellung gegenüber dem 3:2 am Ostermontag in Hankofen in Angriff nehmen, zumal Alex Spitzer mit einer Gelbsperre ebenso fehlte wie Daniel Muteba. Zudem gab Trainer Uwe Wolf diesmal Routinier Christian Brucia den Vorzug vor Tobi Sztaf und beorderte erstmalig unter seiner Ägide Moritz Sassmann, Rocco Tavra und Samed Bahar in die Startelf, da Marcel Spitzer ebenso wegen Grippe passen musste wie Chris Steinleitner. Auf der Bank saßen neben Sztaf, Léon Schmit und Bobo Sinabov mit Felix Ecker und Luca Müller nur noch zwei Spieler aus der Bezirksliga-Mannschaft, die ja ohnehin personell extrem dünn bestückt ist.

Die erste dicke Möglichkeit der Partie hatten dann gleich die Hausherren in der zweiten Minute, als Sammy Ammari nach Flanke von Aleks Petrovic zur vermeintlichen Führung einlochte, der Treffer aber wegen Handspiels von Schiedsrichter Patrick Krettek annulliert wurde. Dafür krachte es nach einer Glanztat von Daniel Maus gegen Pascal Fuchs (16.) in der 18. Minute auf der anderen Seite, als Lukas Schleimer eine Vorlage von Fabian Menig nach missglückten Buchbacher Abwehrversuchen versenkte.

Buchbach reagierte auf den Rückstand mit viel Druck, hatte einige Beinahe- Situationen durch Tavra und Sassman und nach einer Unterbrechung wegen Verletzung von Schiri Krettek auch eine weitere Möglichkeit durch Tobias Steer, der aber an Keeper Nikolai Kemlein seinen Meister fand (37.) und in der 45. Minute am Außennetz scheiterte. Nürnberg in Halbzeit eins das etwas effizientere Team, aber Buchbach konnte gut dagegen halten. „Ein sehr guter Kick, wir hatten sogar die etwas besseren Chancen, waren sehr präsent und auch die Spieler, die neu in die Mannschaft gekommen sind, haben sich sehr gut eingefügt“, so das Halbzeitfazit von Abteilungsleiter Georg Hanslmaier, der wie die Zuschauer eine etwas längere Pause hatte, weil Schiri Krettek nicht mehr weitermachen konnte und durch Assistent Jonas Krzyanowski ersetzt werden musste.

Nach Wiederanpfiff ging es dann gleich rund in der SMR-Arena: Erst gelang Torjäger Jermain Nischalke nach Vorarbeit von Enrique Katsianas-Sanchez von der Strafraumecke das 0:2 (50., doch dann meldete sich Buchbach zurück: Nach Flanke von Aleks Petrovic war Sammy Ammari mit seinem neunten Saisontreffer zur Stelle, ehe Leonardo Vonic aus sechs Metern den dritten Treffer für Nürnberg erzielen konnte. Doch Buchbach kämpfte sich mit toller Moral zurück ins Spiel, verkürzte nach Zuspiel von Tobi Steer durch Schmit auf 2:3 (74.) und egalisierte durch Philipp Walter in der 76. Minute zum 3:3.

Nach einer Flanke von Tobi Steer war dann der eingewechselte Sztaf in der 82. Minute noch per Kopf erfolgreich – einfach ein verrücktes Spiel mit glücklichem Ende für Buchbach, das jetzt den Regionalliga-Klassenerhalt vor Augen hat.

TSV Buchbach: Maus – Tavra, Walter, Orth – Brucia (ab 69.Schmit), Bahar, Petrovic, Wieselsberger – Sassmann (ab 70. Sztaf), Tobias Steer – Ammari.

Schiedsrichter: Krettek (SC Ried/Neuburg).

Zuschauer: 499.

Tore: 0:1 Schleimer (18.), 0:2 Nischalke (50.), 1;2 Ammari (52.), 1:3 Vonic (55.), 2:3 Schmit (74.), 3:3 Walter (76.), 4:3 Sztaf (82.).

Artikel 3 von 7