Waldkraiburg – Der EHC Waldkraiburg hat eine Saison zum Vergessen hinter sich. Vom ersten Tag an schienen die Männer, trainiert von Markus Berwanger, sich in der Eishockey-Bayernliga in eine regelrechte Abwärtsspirale zu spielen, aus der sie keine Mittel fanden zu entrinnen. Einen Lichtblick gab es gegen Ende der Saison, an deren Ende dennoch der Abstieg in die Landesliga stand, dennoch: Jürgen Lederer.
Der nämlich schaffte mit dem moralisch angeschlagenen Team das, was seinem Vorgänger nicht vergönnt war, er brachte die Mannschaft wieder zurück auf die Siegerstraße und das ganze so weit, dass es die Löwen am letzten Spieltag tatsächlich selbst in der Hand hatten, die Liga zu halten. Klar ist zwar auch, dass der EHC Waldkraiburg es letztlich nicht schaffen konnte die Klasse zu halten. Doch die positive Tendenz unter Lederer ist kaum abzustreiten.
Nun unterschrieb eben jener Lederer auch für die kommende Saison bei den Löwen und tritt damit eine der schwersten Aufgaben an, die man sich nach einem Abstieg auf die eigenen Schultern legen kann. Die Erwartungen der Fans und des Vereinsumfeldes dürften klar sein: direkter Wiederaufstieg in die höchste bayerische Spielklasse. Dabei ist dem Trainer sicher auch bewusst, dass diese Aufgabe kein „Selbstläufer“ wird und von vielen Faktoren beeinflusst ist.
Mit schwierigen
Situationen vertraut
Doch mit schwierigen Situationen kennt sich der 38-jährige ehemalige Angreifer der Löwen bestens aus. In der Saison 2010/11, jener Spielzeit, in der der EHC Waldkraiburg das bisher letzte Mal in der Landesliga auftrat, trug Lederer selbst mit 85 Punkten (27 Tore, 58 Vorlagen) zum sofortigen Wiederaufstieg bei. Zuletzt kam er, nach einer Saison als Trainer der „Oans Bee“ der Löwen und dem Erreichen der Play-offs zum angeschlagenen Team des EHC Waldkraiburg. Einer Mannschaft, welche bereits als abgestiegen galt, gab er noch einmal Hoffnung und hauchte ihnen so viel Selbstvertrauen ein, dass es am Ende der Saison, an einem sonnigen Abend in der offenen Eishalle zu Pfaffenhofen, vor einer Rekordkulisse an mitgereisten Löwenfans, noch einmal spannend wurde. Möglicherweise auch deshalb ist er für diesen Posten die erste und logische Wahl, um zu sehen, was er erreichen kann, wenn er eine ganze Saison mit einem Team arbeiten darf.