Pipinsried – Der Weg ist noch nicht zu Ende, aber fünf Spieltage vor Saisonschluss in der Fußball-Regionalliga Bayern kann der TSV Buchbach die Ziellinie nicht nur erahnen, sondern bereits sehen: Mit dem 3:1 beim FC Pipinsried haben die Rot-Weißen ihr Punktekonto auf 44 aufgestockt, stehen vier Zähler über dem Strich und haben nach dem Trainerwechsel 17 von 21 möglichen Punkten eingefahren.
„Wir gehen unseren Weg einfach unbeirrt weiter“, gibt Trainer Uwe Wolf die Marschrichtung auch für die nächsten Wochen vor, in denen die noch nötigen Punkte für den Klassenerhalt gesammelt werden sollen. Beim Tabellenvorletzten legten die Buchbacher gleich mit Feuereifer los und konnten in der 13. Minuten den Führungstreffer durch Daniel Muteba bejubeln, der nach einem abgewehrten Ball mit einem leicht abgefälschten Schuss von der Strafraumkante traf. Als Fabian Willibald in der 20. Minute ein Handspiel im eigenen Strafraum unterlief und Tobias Steer den fälligen Strafstoß unter die Latte knallte, schien die Partie schon zugunsten der Gäste gelaufen, doch Pipinsried fing sich und kam nach einem umstrittenen Strafraumfoul von Muteba an Willibald zum Anschlusstreffer durch Halit Yilmaz (42.), der Andreas Steer vom Punkt weg das Nachsehen gab.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel hatte Andreas Steer, der den verletzten Daniel Maus vertrat, Glück, dass Faton Dzemailji aus aussichtsreicher Position verzog, ehe die Gäste die Partie wieder unter Kontrolle bekamen und sich Möglichkeiten durch Marcel Spitzer und mehrfach durch Moritz Sassmann erarbeiten.
„Es war das erwartet schwere Spiel, weil jeder denkt, dass man hierherfährt und beim Tabellenvorletzten im Vorbeigehen gewinnst. Aber das geht in der Liga nicht“, so Wolf, der am Ende froh war, dass seine Mannschaft in der 77. Minute nach einer starken Einzelleistung von Sammy Ammari die Fronten endgültig klären konnte: Der Mittelstürmer tanzte im Strafraum zwei Kontrahenten aus und lupfte die Kugel dann aus spitzem Winkel an Keeper Daniel Witetschek vorbei ins kurze Eck – bestes Beispiel dafür, wie viel Selbstvertrauen der Erfolg der Mannschaft und den einzelnen Akteuren einhaucht. Wolf: „Wir mussten lange strampeln, bis der Deckel drauf war.“
In der Schlussphase konnte der entmutigte FC Pipinsried, der sich in die Bayernliga verabschieden wird, den Buchbacher Erfolg nicht mehr gefährden. „Der Gegner war einfach abgezockter. Da gibt es nichts schönzureden“, bekannte auch FCP-Coach Enver Maltas.
Für die Buchbacher, die wohl mindestens 14 Tage auf Keeper Maus verzichten müssen, geht es am Freitag um 19 Uhr gegen den VfB Eichstätt weiter, der ja alles andere als ein Lieblingsgegner der Rot-Weißen ist, derzeit aber nach einem Zwischenspurt vier Punkte hinter den Rot-Weißen auf dem ersten Relegationsrang rangiert. Sollten die Buchbacher tatsächlich den vierten Dreier in Folge einfahren, wäre es zum Klassenerhalt nur noch ein Katzensprung. Im Saisonendspurt warten dann auf Buchbach noch die Spiele in Ansbach, gegen Türkgücü München, in Vilzing und am letzten Spieltag die Heimpartie gegen Viktoria Aschaffenburg.
TSV Buchbach: A. Steer, Wieselsberger, Tavra, Walter, Orth, Schmit (ab 59. M. Spitzer), Petrovic, Muteba, Steer, Ammari, Sztaf (ab 66. Sassmann).
Schiedsrichter: Stefan Treiber (FC Zell-Bruck).
Zuschauer: 165.
Tore: 0:1 Muteba (13.), 0:2 T. Steer (20., Handelfmeter), 2:1 Yilmaz (42., Foulelfmeter), 1:3 Ammari (77.).