Ampfing – Bereits am heutigen Freitag um 19.30 Uhr steigt der Kellerkracher der Fußball-Landesliga Südost, wenn der TSV Ampfing seine Visitenkarte beim Neuling SV Neufraunhofen abgibt. „Jeder sollte sich auf dieses Spiel freuen“, sagt Ampfings Trainer Björn Hertl vor dem Duell der beiden punktgleichen Mannschaften, die auf den Relegationsplätzen stehen.
Vor dem Hinspiel, das beim 1:1 keinen Sieger fand, trennten beide Mannschaften noch fast Welten, inzwischen hat der Neuling aus Niederbayern viel Boden gut gemacht, die aktuelle Formkurve spricht also für die Gastgeber, die sich im Laufe der Saison viel erarbeitet haben. „Beide Seiten haben viel Druck, da wird sich zeigen, wer den Erfolg mehr will. Im Prinzip gibt es doch nichts Geileres als so ein Match, bei dem viele Zuschauer da sein werden. Vor so einer Kulisse muss es einfach Spaß machen, besonders wenn so viel auf dem Spiel steht“, freut sich Hertl auf die Begegnung vom 28. Spieltag.
Nach dem blutleeren Auftritt gegen Geretsried müssen die Schweppermänner heute den Schalter umlegen, sonst droht ein Abrutschen auf einen direkten Abstiegsrang. Hertl: „Die Spieler haben es schon selber eingesehen, dass das gegen Geretsried nichts war und haben sich mehr oder weniger entschuldigt. Wir müssen von Anfang an kratzen und beißen, das wird der Gegner auch tun. Geretsried war einer der besten Gegner, gegen die wir bisher gespielt haben, aber für uns gibt es nur schwere Gegner. Und der schwerste Gegner sind wir selbst.“
Hertl kommt sich schön langsam selbst etwas komisch vor, wenn er vor jedem Spiel erneut betont, dass die Trainingswoche gut gewesen sei, dass sich die Spieler reingehauen hätten und dass die Beteiligung gepasst habe. Weiterhin ausfallen werden Oli Weichhart und Soungo Diakite, ansonsten müssten alle Mann zur Verfügung stehen, wobei Hertl ankündigt, dass die Mannschaft personell ein anderes Gesicht haben wird: „Es haben sich einige im Training aufgedrängt und nach so einem Spiel muss man auch Wechsel vornehmen. Es kommt nicht auf die Namen an, sondern auf das Sportliche, das habe ich von Anfang an betont. Wir brauchen Spieler, die 90 Minuten rennen und das umsetzen, was wir ihnen vorgeben.“ mb