Burghausen – Paukenschlag beim SV Wacker Burghausen: Cheftrainer Lars Bender verlässt den Fußball-Regionalligisten zum Saisonende. Der 36-Jährige hat den Verein darüber informiert, dass er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird, um sich persönlich und sportlich neu zu orientieren sowie den Fokus verstärkt auf seine weitere Trainerausbildung zu legen. Für Wacker beginnt also ab jetzt die Suche nach einem geeigneten Nachfolger.
Trotz intensiver Bemühungen des Vereins hat sich Bender nach ausführlichen Gesprächen bewusst gegen eine Vertragsverlängerung entschieden: „Ich bin dem Verein und allen Verantwortlichen sehr dankbar für das Vertrauen und die Unterstützung im vergangenen Jahr. Die Zeit hier war für mich sportlich wie menschlich sehr wertvoll. Dennoch spüre ich, dass ich mich bezüglich meiner Perspektive weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt in meiner Trainerlaufbahn zu gehen, verändern möchte.“ In den verbleibenden Monaten bis zum Saisonende will der ehemalige Nationalspieler aber alles tun, um den ambitionierten Verein, der ja bis spätestens 2030 ins Profigeschäft zurück möchte, noch weiterzuentwickeln: „Der Fokus liegt im Moment ganz klar auf dem SV Wacker und der bevorstehenden Rückrunde, da die Arbeit mit der Mannschaft viel Spaß macht und ich dankbar bin für das Engagement der Jungs. Daher bin ich auch überzeugt, dass wir die verbleibende Zeit erfolgreich gestalten können.“
Bei aller Enttäuschung zeigt Wacker durchaus Verständnis für die Entscheidung des Ex-Profis. „Wir bedauern die Entscheidung, respektieren sie aber vollumfänglich. Lars hat unsere Mannschaft und die einzelnen Spieler mit seiner Arbeit nachhaltig geprägt. Für sein Engagement, seine Professionalität und seinen Einsatz sind wir ihm sehr dankbar und wünschen ihm für seinen weiteren Weg nur das Beste“, sagt Wacker-Geschäftsführer Andreas Huber, der aber auch klar macht: „Zunächst wollen wir aber nun die gemeinsame Rückrunde möglichst erfolgreich gestalten.“
Im Januar letzten Jahres hat Bender die Nachfolge des entlassenen Robert Berg angetreten und sollte mit dem damaligen Sportdirektor Wolfgang Schellenberg die Weichen für die ehrgeizigen Ziele des ehemaligen Zweitligisten stellen. Doch Schellenberg hat sich dann schon nach wenigen Wochen wieder zurückgezogen und nun endet auch Mitte Mai die Amtszeit von Bender. Parallel dazu wird auch Co-Trainer Laurits Strotmann den Verein zum Saisonende verlassen und das Angebot des SV Wacker ablehnen. Wie es für den 24-Jährigen weitergeht, ist ebenfalls noch offen.
„Beide Trainer werden ihre Aufgaben bis zum letzten Spieltag mit voller Motivation wahrnehmen, um gemeinsam mit der Mannschaft die gesteckten Ziele in der Rückrunde und dem Pokal zu erreichen“, erklärt der Verein.mb