Ohne Vogl fehlt die Durchschlagskraft

von Redaktion

Abstiegsrunde beginnt für den EHC Waldkraiburg mit Niederlage

Waldkraiburg – Die schlechten Nachrichten wollen für die Eishockey-Löwen des EHC Waldkraiburg nicht enden. Nachdem man sich von der direkten Teilnahme an den Play-offs verabschieden musste, ging auch die Qualifikation über die Hoffnungsrunde, die Pre-Play-offs, verloren. Nun befinden sich die Löwen in der Bayernliga-Abstiegsrunde und gaben nach einer Leistung, die man eher am unteren Ende der Saison-Skala einordnen würde, auch das erste Spiel gegen Amberg mit 2:5 ab. Zudem fehlte Kapitän und Antreiber Nico Vogl, der mit einer Verletzung wohl sein Saisonaus hinnehmen musste.

Die Löwen vermeldeten mit Verteidiger Felix Lode sowie Torhüter Christoph Lode zwei Rückkehrer nach längerer Verletzungspause. Christoph Lode startete zudem im Tor. Unterstützung kam außerdem aus der zweiten Mannschaft: Sebastian Stanik streifte sich das Trikot über, und mit Josef Huber setzte Trainer Jürgen Lederer bereits den 36. Spieler in dieser Saison ein.

Auf dem Eis waren die Löwen, so weit man das sagen konnte, das tonangebende Team. Immer wieder kreierten sie Möglichkeiten, doch mit den fehlenden Spielern fehlte auch die nötige Durchschlagskraft. So vergab Santeri Ovaska bereits im ersten Durchgang mehrere gute Chancen zur Führung. Stattdessen schlugen die Amberger Gäste rund 30 Sekunden vor der ersten Pausensirene zu. Nach einem Zuspiel von Klughardt setzte Martin Heinisch den Puck aus dem Halbfeld präzise neben den Pfosten und ließ Christoph Lode kaum eine Abwehrmöglichkeit.

Den zweiten Durchgang eröffneten die Löwen mit einer Großchance durch Jakub Šrámek. Dieser war allein durch, umkurvte bereits den Torhüter, setzte seinen Abschluss jedoch an den Pfosten. Im direkten Gegenzug schnappte sich Ambergs Baranovskis einen von Lode abgeprallten Schuss und erhöhte für sein Team auf 2:0. Rund drei Minuten später ließ Santeri Ovaska die Hoffnungen der Löwen wieder aufkeimen. Einen Schuss durch die Beine konnte Ambergs Schlussmann David Kubik nicht vollständig abwehren. Der Puck kullerte hinter ihm über die Linie. Die Löwen spielten in der 35. Minute in Unterzahl. Diese gestalteten sie aggressiv und wurden dafür belohnt. Sebastian Stanik spitzelte die Scheibe zu Jakub Šrámek, der sich nicht lange bitten ließ und seinen zweiten Alleingang an diesem Abend konsequent zum 2:2-Ausgleich nutzte. Doch noch vor der Pause legte Amberg nach. Nur drei Minuten nach dem Löwen-Treffer war es erneut Heinisch, der in Überzahl zunächst seinen eigenen Rebound eroberte und im Fallen das 3:2 erzielte.

Die erste große Möglichkeit im dritten Durchgang gehörte Santeri Ovaska. Doch trotz seines Treffers ließ der Deutsch-Finne an diesem Abend zu viele gute Gelegenheiten ungenutzt. Amberg hingegen spielte einfaches Eishockey und zeigte sich damit erfolgreich: Ins Drittel fahren, Querpass, Abschluss, Tor. Nach diesem Muster fiel in der 44. Minute das 4:2, für das Matej Giesl verantwortlich zeichnete. So liefen die Löwen ein gesamtes Drittel lang diesem Rückstand hinterher. Trainer Jürgen Lederer nahm kurz vor dem Ende für einen zusätzlichen Feldspieler den Torhüter vom Eis. Doch ein Fehlpass später hatte Brendan Walkom leichtes Spiel, den Puck im verwaisten Löwentor zum Endstand unterzubringen. aha

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