Wacker noch nicht im Wettkampf-Modus

von Redaktion

0:3-Niederlage am Dienstagabend in Vilzing – Gastgeber griffiger und zielstrebiger

Vilzing – Glatter Fehlstart für den SV Wacker Burghausen in die Frühjahrsrunde der Fußball-Regionalliga Bayern: Beim 0:3 am Dienstagabend in Vilzing präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Lars Bender gegen effiziente Gastgeber zu schläfrig und verlor im Kampf um eine Top-Platzierung weiter an Boden. Jetzt müssen die Salzachstädter den Schalter schnell umlegen und am Freitag um 19 Uhr gegen den VfB Eichstätt den verlängerten Winterschlaf beenden.

„Eine verdiente Niederlage. In der ersten Halbzeit haben wir nicht viel auf den Platz bekommen. Wir haben wenig Spielrhythmus gehabt, das hat man gesehen“, stellte Bender seiner Mannschaft kein gutes Zeugnis aus. Dabei waren es aber eigentlich die Gäste, die vor 655 Zuschauern am Huthgarten zunächst den wacheren Eindruck machten und die Partie diktierten. Doch das Plus an Ballbesitz konnte die Bender-Elf nicht in Torchancen ummünzen, sodass die Vilzinger relativ schnell auf Augenhöhe agierten, sich erste Möglichkeiten erarbeiteten und in der 15. Minute in Führung gingen, als Vojtech Mares eine Ecke per Knie unglücklich ins eigene Tor abfälschte.

Wacker blieb zwar auch in der Folge bemüht, aber in der Vorwärtsbewegung einfach nicht zielstrebig genug. Anders die Oberpfälzer, die deutlich griffiger in den Zweikämpfen waren und ohne ihre etatmäßigen Angreifer auf Umschaltmomente lauerten. Mit Erfolg, denn in der 30. Minute war es dann genau einer dieser schnellen Gegenstöße, der zum 2:0 führte: Simon Sedlaczek, auf der linken Außenbahn vom Ex-Burghauser Alexis Fambo bedient, tanzte Markus Schöller aus, Mares konnte die Kugel zwar noch an die Latte lenken, doch Jonas Goß stand goldrichtig und köpfte den Abpraller über die Linie.

Neun Minuten vor der Pause tauchte Burghausen schließlich das erste Mal gefährlich vor dem Vilzinger Gehäuse auf und tatsächlich landete die Kugel nach einer Ecke und der anschließenden Kopfballstafette im Tor, doch das Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits. Bender: „Wir bekommen nach einer Standardsituation das 0:1, zur Halbzeit steht es 0:2, da war das Spiel schon ein Stück weit weg. Und dann reichen dem Gegner einzelne Aktionen.“

Nach dem Seitenwechsel drängten die Salzachstädter etwas engagierter auf den Anschlusstreffer, doch sowohl Alexander Gordok (51.) als auch Noa-Gabriel Simic (52.) konnten ihre Versuche gegen nun tiefer stehende Vilzinger nicht im Tor unterbringen. In der 57. Minute konterten die Huthgartenkicker erneut und Sedlaczek schob den Ball eiskalt an Schöller vorbei in die Maschen. Wacker gab sich zwar noch nicht geschlagen und in der 69. Minute hätte Felix Bachschmid wenigstens den Ehrentreffer erzielen müssen, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Keeper Fabian Eutinger.

Letztlich war es ein ziemlich blutleerer Auftritt der Gäste, die nach einer guten Vorbereitung mit großen Hoffnungen angetreten waren, während sich die Oberpfälzer trotz personeller Probleme mit viel Herz den Dreier sicherten. „Wir mussten notgedrungen einige Umstellungen vornehmen, deshalb sind wir super zufrieden, wie das Spiel gelaufen ist. Wie wir mit dem engen Kader zusammengestanden sind, die wichtigen Zweikämpfe gewonnen und auch spielerisch überzeugt haben, das freut mich einfach für die Mannschaft“, lobte Vilzings Trainer Thorsten Kirschbaum.

SV Wacker Burghausen: Schöller – Schwarzensteiner (46. Soumaré), Sorge (61 Ilic), Mares, Dzemailji (61. Turtschan) – Walchhütter, Bangerter (76. Sanne) – Gordok, Bachschmid – Simic, Müller (46. Schulz). Trainer: Bender.

Schiedsrichter: Schultze (FC Stern München)

Zuschauer: 655

Tore: 1:0 Mares (15., Eigentor), 2:0 Goß (30.), 3:0 Sedlaczek (56.).mb

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