Löwen beenden Burgau-Fluch

von Redaktion

EHC Waldkraiburg siegt nach Verlängerung und hat in der Play-down-Serie erstmals angeschrieben

Waldkraiburg – Die Play-downs der Eishockey-Bayernliga sind in vollem Gange – und die Löwen vom EHC Waldkraiburg stehen mittendrin. Mit 0:2 lagen die Waldstädter in der Serie gegen Burgau zurück, bevor die Schwaben erneut in die Raiffeisen-Arena kamen, um den Sack endgültig zuzumachen. Doch die Löwen hatten etwas dagegen und schrieben mit einem 7:6-Erfolg nach Verlängerung erstmals an. Damit beendete der EHC auch den Burgau-Fluch, denn die letzten drei direkten Vergleiche gingen allesamt ins Schwabenland.

Wieder mit an Bord, zumindest ausgerüstet auf der Spielerbank, war Leander Ruß. Nach dem Foul an ihm sowie den bangen Minuten auf dem Eis und den anschließenden Stunden der Ungewissheit ist er glücklicherweise wieder vollständig genesen. Als Motivation für seine Teamkollegen zog er sich das Trikot über und nahm auf der Bank Platz, auch wenn es für einen Einsatz noch nicht reichte.

Nach nicht einmal zwei Minuten kassierte Patrick Zimmermann eine fünfminütige Strafe, nachdem er etwas übermotiviert gegen einen Gegenspieler an der Bande vorging. Diese lange Unterzahl spielten die Löwen zunächst sehr diszipliniert herunter, doch in der sechsten Minute nutzte Burgau die zahlenmäßige Überlegenheit aus. Wiesler brachte die Scheibe im Netz unter. Der zweite Treffer des Abends fiel ebenfalls in Überzahl – diesmal jedoch für die Hausherren. Über Santeri Ovaska und Andris Džerinš lief der Puck durch das Burgauer Drittel, ehe der Lette die Lücke erkannte und Nico Vogl am linken Torpfosten fand. Der Kapitän nahm den präzisen Pass dankbar an und glich zum 1:1 aus. Rund drei Minuten vor der ersten Pause gingen die Löwen dann sogar in Führung. Vogls Pass auf Jakub Šrámek öffnete den Weg zum Tor, und der Tscheche schob die Scheibe zum 2:1-Pausenstand ein.

In der vierten Minute des Mitteldrittels traf Šrámek den Pfosten, Vogl reagierte am schnellsten und schob die Scheibe zur 3:1-Führung über die Linie. Rund eine Minute danach brandete erneut Jubel in der Raiffeisen-Arena auf. Nach einem langen Pass von Max Cejka setzte sich Florian Maierhofer gegen seinen Gegenspieler durch und schob die Scheibe zum 4:1 ins Netz. Dass Burgau jedoch noch lange nicht geschlagen war, bewiesen die Gäste nur zwei Minuten später und erzielten durch Zachar den 2:4-Anschlusstreffer. Einen Treffer hatten die Löwen jedoch noch in diesem Spielabschnitt im Köcher. Kurz nachdem Šrámek verletzt vom Eis humpelte, erhielt Leon Decker einen langen Pass aus der eigenen Verteidigung, nahm die Scheibe technisch stark mit und traf zum 5:2-Pausenstand.

Ob sich die Löwen im dritten Drittel mit der komfortablen Führung etwas zu sicher fühlten, bleibt schwer zu sagen. Möglich ist ebenso, dass Burgau noch einmal alle Kräfte mobilisierte. Fakt ist: Früh im Schlussabschnitt kamen die Gäste innerhalb von nur 23 Sekunden durch zwei Treffer von Ballner auf 4:5. René Mertz setzte für seine Löwen noch einen drauf und markierte per Schlenzer das 6:4. Doch Burgau gab sich weiterhin nicht geschlagen. Oppenberger nutzte eine Überzahlsituation und Sven Gäbelein erzielte schließlich vier Minuten vor dem Ende den Ausgleich zum 6:6 und zwang die Partie in die Overtime.

Die Verlängerung begannen die Löwen durch eine fünfminütige Strafe gegen Burgau in Überzahl. Kurzzeitig standen die Gastgeber nach einer weiteren Strafe sogar mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Beide Möglichkeiten blieben jedoch zunächst ungenutzt. In der sechsten Minute der Nachspielzeit erlöste Kapitän Nico Vogl die Löwen. Voraus ging einer jener Pässe von Andris Džerinš, die man am liebsten einrahmen und über das Bett hängen möchte. Vogl hatte nur noch das Tor vor sich und den Gegenspieler im Rücken, kam durch ein Beinstellen zwar zu Fall, hob die Scheibe aber noch ins Kreuzeck zum 7:6-Sieg für den EHC Waldkraiburg.

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