Burghausen – Die Nachfolge von Trainer Lars Bender beim SV Wacker Burghausen ist geklärt: Matthias Ostrzolek wird ab Juli neuer Cheftrainer beim ambitionierten Fußball-Regionalligisten und hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. Damit ist jetzt die wichtigste sportliche Personalie für die nächsten zwei Spielzeiten geklärt.
Der 35-jährige Ex-Profi, der seit Sommer 2023 als Spielertrainer beim Regionalliga-Konkurrenten TSV Schwaben Augsburg agiert, wird dann seine aktive Spielerkarriere beenden und nur noch an der Seitenlinie stehen. „Wir freuen uns sehr, Matthias Ostrzolek ab Sommer als neuen Cheftrainer in Burghausen begrüßen zu dürfen! Mit der Verpflichtung gewinnen wir einen jungen und ambitionierten Trainer, der gleichzeitig auch unsere sportliche Vision teilt“, hofft Wacker-Geschäftsführer Andreas Huber, dass mit dem gebürtigen Bochumer endlich wieder mehr Kontinuität beim ehemaligen Zweitligisten einkehrt.
A-Lizenz-Inhaber Ostrzolek ist sich seiner Aufgabe bewusst und weiß, was von ihm erwartet wird: „Ich möchte mich zunächst bei den Vereinsverantwortlichen für die offenen und konstruktiven Gespräche bedanken. Mir wurde von Anfang an ein klares Bild davon vermittelt, wohin der Verein sportlich steuern möchte und genau deshalb freue ich mich sehr auf diese Aufgabe. Als Trainer ist es mein Anspruch, die Mannschaft auf dem Platz weiterzuentwickeln, das definitiv vorhandene Potenzial optimal zu nutzen und gemeinsam mit Spielern, Staff, dem Vereinsumfeld und den Fans die ambitionierten sportlichen Ziele konsequent zu verfolgen.“
Seine sehr erfolgreiche Arbeit bei den Schwabenrittern, die er in die Regionalliga geführt hat, war natürlich nur ein Argument für die Verpflichtung von Ostrzolek. Huber: „Matthias bringt als ehemaliger Profi nicht nur wertvolle Spielererfahrungen mit, sondern steht auch für eine moderne Spielphilosophie und hat eine klare Vorstellung von Teamentwicklung. Wir sind deshalb davon überzeugt, dass er hervorragend zu unserem Verein passt, die Mannschaft ab der Saison 2026/27 maßgeblich voranbringen wird und entscheidend dazu beitragen wird, unsere ambitionierten Ziele in der sportlichen Zukunft zu verwirklichen“.
In seiner aktiven Spielerkarriere brachte es Ostrzolek auf unter anderem 196 Bundesligaeinsätze für den FC Augsburg, den Hamburger SV sowie Hannover 96, ehe er seine Profikarriere beim FC Admira Mödling in Österreich ausklingen ließ. Nach einem Intermezzo beim damaligen Bayernligisten VfB Hallbergmoos wechselte der Defensivspezialist im Sommer 2023 als spielender Co-Trainer zu Schwaben Augsburg, stieg dort nach der Demissionierung von Janos Radoki schnell zum Chefcoach auf und will die Schwabenritter nach seiner zweiten Regionalliga-Saison mit dem Klassenerhalt verabschieden.
Ostrzolek ist also der neue Hoffnungsträger an der Salzach, der den im Januar 2024 installierten Bender beerbt. Der ehemalige Nationalspieler hatte die Vereinsverantwortlichen im Februar darüber informiert, im Sommer getrennte Wege zu gehen, um sich sportlich sowie persönlich neu zu orientieren. Nach der 1:3-Niederlage in Illertissen sind die Ziele des SV Wacker Burghausen in der Regionalliga in weite Ferne gerückt, insofern konzentriert man sich nach dem Prestige-Derby am Freitag zu Hause gegen den TSV Buchbach vor allem auf das Halbfinale im Toto-Pokal am 24. März bei den Würzburger Kickers. Gelingt Wacker Burghausen am Dallenberg der Einzug in das Endspiel, besteht zumindest die Hoffnung, die bisher mehr als durchwachsene Saison mit einem möglichen Finalsieg noch zu retten.