Vilsbiburg – Die Roten Raben stehen vor ihrem ersten „Endspiel“. Bei ihrem 13. Heimspiel haben sie die Möglichkeit, den Meistertitel in der Sparda 2. Liga Pro unter Dach und Fach zu bringen. Wenn sie am heutigen Samstag ab 19 Uhr in der Vilsbiburger Ballsporthalle gegen die ESA Grimma Volleys gewinnen, kann sie keine Mannschaft mehr einholen, auch wenn die Roten Raben die dann noch ausstehenden drei Spiele gegen Düsseldorf, Leverkusen und Oythe allesamt verlieren würden.
Dessen sind sich natürlich auch die Spielerinnen bewusst. Raben-Trainer Guillermo Gallardo bereiten die Planspiele allerdings eher ein bisschen Kopfzerbrechen. Er ist in Sorge, dass sich seine Spielerinnen zu sehr unter Druck setzen und dann „vielleicht etwas Nervenflattern bekommen“.
Die ESA Grimma Volleys sind alte Bekannte, deren Weg die Roten Raben immer wieder gekreuzt haben – sowohl in der ersten als auch jetzt in der Sparda 2. Liga Pro. Dabei haben sich beide Teams stets packende Duelle geliefert. Aktuell steht die Mannschaft von Trainer Jorge Munari auf dem neunten Platz und hat ebenfalls noch vier Spiele zu absolvieren. Dabei haben sie neben den Roten Raben noch BBSC Berlin, die Sparkassen Wildcats Stralsund und als krönenden Abschluss NawaRo Straubing vor der Brust. Die Sachsen haben in dieser Saison eine Phase der Konsolidierung eingeleitet und sind mit einer Reihe junger Talente gestartet. Von daher ist ihre Platzierung durchaus als Erfolg zu werten.
Beide Trainer – Guillermo Gallardo und Jorge Munari – kennen sich gut. Auch Munari war bereits bei den Roten Raben aktiv, als Co-Trainer der ersten und Trainer der zweiten Mannschaft. „Er ist ehrlich und bodenständig“, sagt Raben-Trainer Gallardo über Munari. Doch während des Spiels zählt das nicht. Da wird Grimmas Trainer Munari alles daran setzen, dass seine Mannschaft erfolgreich ist und die Roten Raben nicht nur ärgert, sondern bestenfalls sogar die Punkte entführt.
Für Raben-Trainer Gallardo ist die aktuelle Platzierung von Grimma nicht nachvollziehbar. „Sie sind eigentlich gut besetzt, deshalb passt ihr aktueller Tabellenplatz nicht“. Mit der Diagonalangreiferin Meret Singer sowie den beiden Mittelblockerinnen Sydney Moore und Marie Dreblow hat Grimma durchschlagkräftige Spielerinnen. Das Hinspiel in Grimma haben die Raben zwar mit 3:0 für sich entschieden, doch die ersten beiden Sätze waren hart umkämpft. Deshalb erwartet Gallardo auch dieses Mal wieder „ein schwieriges Spiel“.
Die Roten Raben haben „eine gute Trainingswoche hinter sich, alle Spielerinnen sind fit“, verrät der Raben-Trainer. Beim Videostudium hat er auch deutlich angesprochen, dass er von seinen Spielerinnen auch in den letzten Spielen „noch einmal volle Konzentration erwartet“. Schließlich soll jetzt die Belohnung eingefahren werden für die Anstrengungen der vergangenen Wochen und Monate. Auch wenn er verstehen kann, dass „sie nach einer langen Saison nicht mehr immer 120 Prozent geben können“. re